• 27.03.2014, 09:07:36
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"Aktion Leben" startet Bürgerinitiative für Abtreibungsstatistik

Auch Motive für Schwangerschaftsabbrüche sollen regelmäßig erhoben werden - Präsidentin Steindl: Gegen Tabuisierung, nicht gegen Fristenregelung ankämpfen

Utl.: Auch Motive für Schwangerschaftsabbrüche sollen regelmäßig
erhoben werden - Präsidentin Steindl: Gegen Tabuisierung,
nicht gegen
Fristenregelung ankämpfen =

Wien, 27.03.14 (KAP) Das Ziel, in Österreich jährliche anonyme
Erhebungen von Abtreibungszahlen und eine regelmäßige Erforschung
der Motive für Schwangerschaftsabbrüche einzuführen, will die
"Aktion Leben" jetzt mit einer parlamentarischen Bürgerinitiative
erreichen. Die begleitende Kampagne unter dem Titel "Fakten helfen!"
wurde am Donnerstag von Gertraude Steindl, Präsidentin der "Aktion
Leben", bei einer Pressekonferenz in Wien präsentiert. "Fakten sind
dringend notwendig, um gezielt helfen zu können", betonte sie. Nur
so sei eine "zeitgemäße, sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema"
möglich, die dann in konkrete Maßnahmen zur Prävention und Hilfe
münden solle.

Bis 15. Dezember 2014 sammelt die "Aktion Leben" Unterschriften für
ihr Anliegen. Konkret fordert der seit mehr als 50 Jahren aktive,
unabhängige und überkonfessionelle private Verein den Nationalrat
auf, die gesetzlichen Grundlagen für zweierlei zu schaffen: Erstens
solle eine bundesweite anonymisierte Statistik über Abtreibungen
etabliert werden, die jährlich zu veröffentlichen ist; zweitens
sollen die Gründe für Schwangerschaftsabbrüche als Basis für
Prävention und bedarfsgerechte Hilfen regelmäßig wissenschaftlich
und anonym erforscht werden. Derartige Erhebungen würden "in allen
uns umgebenden Ländern" durchgeführt, so Steindl. In Österreich
dagegen gebe es immer noch ein "Tabu".

Die Forderung, Daten und Fakten zum Schwangerschaftsabbruch zu
erheben, sei nicht neu, wies Steindl hin. Sie gehöre zu den
"flankierenden Maßnahmen", die vor 40 Jahren mit dem Beschluss für
die Fristenregelung in Aussicht gestellt wurden. Wie Steindl
betonte, werde die Fristenregelung "in keiner Weise von der
Initiative berührt". Es gehe vielmehr um das bessere Verstehen einer
diffizilen Problematik auf der Basis von mehr Wissen. "Die Politik
sollte daraus konkrete Maßnahmen ableiten, die nicht
strafrechtlicher, sondern sozial-rechtlicher und
gesundheitspolitischer Natur sind", wünscht sich Gertraude Steindl.

(Info: www.fakten-helfen.at und www.aktionleben.at)

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) rme/hkl/

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