• 26.03.2014, 11:30:22
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Hundstorfer: Erwerbskarrierenmonitoring bestätigt Notwendigkeit der Ausbildungsverpflichtung

Rund 12.700 Jugendliche pro Jahr sind nicht in Ausbildung oder als Hilfskräfte beschäftigt

Utl.: Rund 12.700 Jugendliche pro Jahr sind nicht in Ausbildung oder
als Hilfskräfte beschäftigt =

Wien (OTS/BMASK) - "Die aktuellen Daten des
Erwerbskarrierenmonitoring belegen deutlich: der Bildungsabschluss
beeinflusst die spätere Erwerbskarriere und schützt vor Armut und
Arbeitslosigkeit. Daher gilt: Jeder Jugendliche soll einen über den
Pflichtschulabschluss hinausgehenden Bildungs- oder
Ausbildungsabschluss erlangen", betonte Sozialminister Rudolf
Hundstorfer bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit AMS-Vorstand
Johannes Kopf und Statistik Austria-Generaldirektor Konrad
Pesendorfer. Die aktuelle Erhebung hat gezeigt, dass 3.700
Jugendliche als Hilfskräfte beschäftigt sind und 9.000 Jugendliche
weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, und auch nicht vom AMS
betreut werden. "Diese 12.700 jungen Menschen sind unsere Zielgruppe
für die Ausbildungsverpflichtung, die wir ab dem Ausbildungsjahr
2016/2017 umsetzen", so Hundstorfer. Die Daten des bildungsbezogenen
Erwerbskarrierenmonitorings geben erstmals Aufschluss über Gründe,
regionale Verteilung und Staatsbürgerschaft der Jugendlichen und sind
eine wichtige Grundlage zur zielgerechten Umsetzung der
Ausbildungsverpflichtung.

Jedes Jahr schließen mehr als 142.000 junge Menschen im Alter
zwischen 15 und 29 Jahren eine über die Pflichtschule hinausgehende
duale, schulische bzw. akademische Ausbildung ab. 17.700 Jugendliche
zwischen 15 und 18 Jahren sind pro Jahr auch nach drei Monaten noch
ohne Ausbildungsplatz und davon bedroht, die bildungsrelevanten
Voraussetzungen für eine stabile Berufskarriere von Anfang an zu
versäumen. "Von diesen 17.700 Jugendlichen arbeiten 3.700 junge
Menschen bis zum 18. Lebensjahr als Hilfskräfte und sind gefährdet,
ein Leben mit extrem hohem Arbeitslosigkeitsrisiko einzugehen. 9.000
Jugendliche, die jährlich keine Ausbildung nach der Pflichtschule
beginnen oder ihre Ausbildung abbrechen, befinden sich auch nach
mehreren Monaten noch ohne ersichtlichen Grund weder in Ausbildung
noch in Erwerbstätigkeit und werden auch nicht durch das
Arbeitsmarktservice betreut. Mit den AMS-Berufsberatungszentren
versuchen wir dieser Entwicklung gezielt entgegenzusteuern, um die
Jugendlichen bei ihrer Berufswahl bestmöglich zu unterstützen und
einen Ausbildungsabbruch zu verhindern", erklärte AMS-Vorstand
Johannes Kopf.

"Das Erwerbskarrierenmonitoring ist ein seit 2011 erfolgreich
umgesetztes gemeinsames Projekt von Sozialministerium, AMS und der
Statistik Austria, das eine statistische Vollerhebung der
Erwerbskarrieren aller in Österreich wohnhaften Personen nach Abgang
aus einer formalen Bildungseinrichtung auswertbar macht", so Konrad
Pesendorfer, der Generaldirektor der Statistik Austria.

"Die Ausbildungsverpflichtung ist ein notwendiger Schritt, um die
Beschäftigungs- und Einkommenschancen dieser insgesamt jährlich rund
12.700 betroffenen jungen Menschen zu erhöhen. Sie kann durch einen
weiterführenden Schulbesuch, das Absolvieren einer dualen Ausbildung
oder durch die Inanspruchnahme eines außerschulischen
Qualifizierungsangebotes erfüllt werden. Im Rahmen der
österreichischen Ausbildungsstrategie bieten wir bereits jetzt eine
Vielzahl an Angeboten wie z.B. dem Jugend- und Lehrlingscoaching, dem
"Ausbildungsfit" und den Produktionsschulen. Diese gilt es permanent
weiterzuentwickeln", unterstrich Hundstorfer.

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