• 25.03.2014, 16:41:23
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Umweltberichterstattung war Schwerpunkt des 1. Chinesisch-Österreichischen Journalistencollege in Peking

Mehr als 200 chinesische Journalisten nahmen am dreitägigen Seminar teil

Utl.: Mehr als 200 chinesische Journalisten nahmen am dreitägigen
Seminar teil =

Wien/Peking (OTS/ÖJC) - Ein großer Erfolg war das 1. Chinesisch-
Österreichische Journalistencollege, das vom 17. bis 19. März 2014
in der chinesischen Hauptstadt stattfand. Eröffnet wurde die
Veranstaltung in Vertretung der österreichischen Botschafterin von
Regina Figl, Minister an der Österreichischen Botschaft in Peking,
von Prof. Dr. Steven Dong von der Communications University of China
(CUC) und dem Chef der Beijing Environment Exchange, Shaozhong Du.

Die Vortragenden aus Österreich waren die beiden Wiener
Universitätsprofessoren Dr. Friedrich Hausjell (Institut für
Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien) und
Dr. Richard Trappl (Sinologe und Leiter des Konfuzius-Institutes an
der Universität Wien), sowie als Initiator und journalistischer
Praktiker ÖJC-Präsident Fred Turnheim.

Dieses Seminar fand nach fünf Jahren Vorbereitung, statt
Der erste Tag beschäftigte sich mit den chinesische-österreichischen
Beziehungen im Bereich der Kommunikation. Dabei wurden in der China
Public Relation Association die Fragen der Medienorganisation und
Mediengesetze in Österreich besprochen.

Besonders interessiert an den Arbeitsmöglichkeiten der
österreichischen Journalisten zeigten sich deutschsprechende
Studenten der CUC bei einem Abendseminar im German Department der
School of Foreign Languages.

Der 2. Tag des Seminars war - auf Wunsch der chinesischen Partner -
ausschließlich der Probleme der Umweltberichterstattung gewidmet. Im
Kampf gegen die massive Umweltverschmutzung will China die Gesetze
verschärfen. Künftig sollen Umweltverschmutzer für den von ihnen
verursachten Schaden zur Rechenschaft gezogen werden und finanziell
dafür aufkommen, wie es im Papier des einflussreichen Politbüros der
KP hieß. Bereits zuvor hat der chinesische Regierungschef der
Umweltverschmutzung im Land den Kampf angesagt. Mit einem "Krieg
gegen Verschmutzung" will Li Keqiang Probleme wie die
gesundheitsgefährdende Luftverschmutzung oder die Verunreinigungen
von Lebensmitteln lösen. Die Natur sende angesichts von Ineffizienz
und "blinder Entwicklung" Alarmsignale. China werde künftig mit
derselben Entschlossenheit gegen Umweltverschmutzung vorgehen wie
gegen die Armut im Land.

Daher interessierten sich die chinesischen Journalisten besonders
über die Möglichkeiten ihrer österreichischen Kollegen. ÖJC-Präsident
Fred Turnheim wies in seinem Referat darauf hin, dass
Umweltberichterstattung sehr viel mit investigativen Journalismus zu
tun hat und dass dieser durch Maßnahmen des Staates geschützt werden
muss.

Aber auch in China gibt es bereits erste Fernsehsendungen, die
Umweltskandale aufdecken. So wurde eine Sendung bei dem Seminar
gezeigt, in der das staatliche CCTV über einen verschmutzen Fluss
berichtet, an dessen Ufern viele Menschen an Krebs sterben.

Der 3. Tag fand bei Radio China International (CRI) statt. Dabei ging
es um Fragen der Pressefreiheit, der schwierigen wirtschaftlichen
Situation der österreichischen Medien, der Medienstrukturen in
Österreich und um den besonderen Schutz von Journalisten in Kriegs
und Krisengebieten.

Zum Abschluss des College lud die Chefin der Kulturabteilung der
Österreichischen Botschaft in Peking, Gudrun Hardiman-Pollross, zu
einem österreichischen Buffet. Hervorragend organisiert wurde des
Seminar in Peking von Chen Yan (CRI) und Terry Qian, CUC.

Der zweite Teil des Seminars wird vom 22. bis 24. September 2014 in
Wien stattfinden.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OJC

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