Wr. Landtag - SP-Vitouch: "Wohnen ist ein Grundrecht und kein Spekulationsobjekt"

Wien (OTS/SPW-K) - Gleich zu Beginn ihrer Rede im heutigen Wiener Landtag berichtigte die SPÖ-Landtagsabgeordnete Elisabeth Vitouch ihren FP-Vorredner: "Der Erfolg des 'Roten Wiens' und des sozialen Wohnbaus 1918-1934 geht ganz eindeutig auf unser Konto. Der Ständestaat war da nicht beteiligt."

Die gemeinderätliche Europasprecherin beleuchtete weiters die aktuelle Situation in der EU. "Die Wohnsituation in Europa ist leider nicht rosig: In jenen Ländern, in denen die Wohnbereitstellung zum überwiegenden Teil über den Eigentumssektor erfolgt, gibt es eine sehr hohe private Haushaltsverschuldung und ganz starke Preisschwankungen. 120 Millionen EuropäerInnen sind arm oder armutsgefährdet und der private Wohnungsmarkt wird dieser Gruppe überhaupt nicht mehr gerecht." Zahlreiche EU-BürgerInnen könnten sich daher keinen angemessenen Wohnraum leisten. "17,86 Prozent der Menschen lebten so in überbelegten oder menschenunwürdigen Wohnungen, - also fast so, wie es im Jahr 1910 in Wien war", erinnerte Vitouch.

"Wien ist da anders und der geförderte Wohnbau ist bei uns eine wesentliche Säule des sozialen Zusammenhalts. Wir wollen keine Ghettos, sondern Lebensqualität. Und wir wollen keine explodierenden Wohnungspreise", unterstrich Vitouch mit Verweis auf die Initiative des Wiener Bürgermeisters für sozialen Wohnbau, die mittlerweile von 29 weiteren europäischen Großstädten - parteiübergreifend -unterstützt wird. "Wir werden heuer und im nächsten Jahr insgesamt 14.000 Wohneinheiten fertigstellen. Es sind 20.000 Wohneinheiten in Umsetzung - das wirkt preisdämpfend auf den gesamten Wohnungsmarkt. Auch die Verbesserung des Mietrechts kommt allen MieterInnen zu Gute." Die Österreichische Mietervereinigung und die Europäische Mietervereinigung hätten sich ebenfalls der Bürgermeister-Intiative angeschlossen. "Wohnen ist nämlich ein Grundrecht und kein Spekulationsobjekt", betonte Vitouch abschließend.
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