• 24.03.2014, 16:12:19
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Wr. Gemeinderat - SP-Vitouch: Der soziale Wohnbau ist ein "urwiener Erfolg"

Gemeinsamer rot-grüner Resolutionsantrag zu Erhalt und Förderung des sozialen Wohnbaus

Utl.: Gemeinsamer rot-grüner Resolutionsantrag zu Erhalt und
Förderung des sozialen Wohnbaus =

Wien (OTS/SPW-K) - "Für uns gibt es kein Verständnis für die
Ewiggestrigen", stellte die Wiener Gemeinderätin und Europasprecherin
Elisabeth Vitouch zu Beginn ihrer Rede im heutigen Europagemeinderat
im Zusammenhang mit den jüngsten Aussagen ihres Vorredners MEP-Mölzer
klar.

Gleich darauf verwies Vitouch auf das eigentliche Geschäftsstück,
die Förderung des "Europäischen Monats der Fotografie": "Über 225
Ausstellungen im Zuge des Eyes On-Festivals werden im Oktober diesen
Jahres zum insgesamt sechsten Mal beim Europäischen Monat der
Fotografie stattfinden. Ziel ist es wieder, den künstlerischen
Austausch zwischen den Ländern und Partnerstädten zu verstärken. Das
heurige Motto lautet "Umbrüche und Utopien" - sehr passend für die
EU, wie ich finde", berichtete Vitouch.

Im Anschluss präsentierte Vitouch die aktuelle Initiative der
EU-Städte für den sozialen Wohnbau: "Berlin, Bratislava, Rom, Paris,
Wien, Budapest, Amsterdam, Brüssel, Hamburg, Leipzig, Lissabon, Riga,
Turin, Zagreb u.u.u. - was haben diese 30 Städte gemeinsam? Die
BürgermeisterInnen dieser europäischen Städte treten -
parteiunabhängig - für den Erhalt und Ausbau eines sozialen Wohnbaus
in Europa ein. Und initiiert wurde das Ganze vom Wiener
Bürgermeister, Dr. Michael Häupl", bekannte Vitouch nicht ohne Stolz.
Grund sei, dass in einigen europäischen Städten die Wohnbauförderung,
nach Klagen privater Immobilieninvestoren bei der EU-Kommission,
plötzlich gestrichen wurde. "In Holland führte eine Herabsetzung der
Einkommensgrenze dazu, dass 600.000 private Haushalte auf einen
Schlag keinen Zugang mehr zum sozialen Wohnbau hatten. Ähnliches ist
in Schweden passiert", kritisierte Vitouch.

In Österreich hätten so weite Teile der Bevölkerung keinen Zugang
mehr zu leistbarem Wohnraum, der Wohnbau als Konjunkturmotor würde
ebenfalls wegfallen. Und, so Vitouch weiter, "der gesellschaftliche
Zusammenhalt würde verlorengehen - eines der Assets von Wien. Ohne
soziale Durchmischung in Wohngebieten wären Ghettos eine logische und
negative Auswirkung", befand Vitouch. "Europa ist als Friedensprojekt
unersätzlich und gerade deswegen müssen wir etwaige Missstände
aufzeigen. Wir wollen unsere Stadt so führen, wie wir es für richtig
halten", bekannte Vitouch.

Vitouch referierte im Anschluss über die Entstehung des sozialen
Wohnbaus in Wien. "Der soziale Wohnbau ist ein 'urwiener Erfolg' und
ganz neue Stadtteile wie die Seestadt Aspern tragen diesen Erfolg ins
21. Jahrhundert!" Zum Abschluss verwies Vitouch auf den gemeinsamen
rot-grünen Resolutionsantrag zur Erhaltung und Förderung des sozialen
Wohnbaus.
(Schluss)

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