Die ASFINAG investiert 2014 180 Millionen ins steirische Autobahnnetz

Wichtige Sanierungen starten im Frühjahr; Tunnelausbauten laufen auf Hochtouren

Graz (OTS) - Baustellen sind nicht Selbstzweck, sondern bedeuten wichtige Investitionen in die Infrastruktur - darin waren sich Gernot Brandtner, ASFINAG-Baugeschäftsführer und der steirische Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann bei der Präsentation des Steiermark-Bauprogramms 2014 einig. Heuer werden von der ASFINAG etwa 180 Millionen Euro aufgewendet, um einerseits die bestehende Infrastruktur zu erneuern und andererseits die großen Ausbauten (S 36 sowie Tunnel Bosruck und Gleinalm) zügig voranzutreiben. "In diesem Jahr stehen in der Steiermark einige Sanierungen an, allen voran der zweite Teil der Generalerneuerung der mehr als 35 Jahre alten A 9 im Süden von Graz", erläutert Gernot Brandtner, Geschäftsführer der ASFINAG Baumanagement GmbH. Allein bei diesem Projekt investiert die ASFINAG knapp 20 Millionen Euro. "Wir achten aber dabei immer auf den Kundennutzen", versichert Brandtner. "Auf 100 Kilometer Strecke darf es zum Beispiel maximal fünf Minuten Zeitverlust geben."

Das Land Steiermark hat für 2014 etwa 80 Millionen Euro im Budget, davon 27 Millionen für den Neubau und 52 Millionen für Bestandssanierungen. Das größte Projekt ist der Grazer Südgürtel. "In Zeiten eines Sparbudgets ist es umso erfreulicher, dass Projekte, die seit Jahrzehnten diskutiert und gefordert werden, doch noch realisiert werden können. Der Südgürtel hat nicht nur für den Grazer Süden, sondern für den ganzen Großraum Graz eine enorme Bedeutung und wird die Anrainer im Bereich Puntigam und Liebenau erheblich entlasten", ist Landesrat Gerhard Kurzmann überzeugt.

Wesentliche ASFINAG-Projekte

A 9 Pyhrn Autobahn: Bosrucktunnel Generalsanierung Bestandsröhr, Errichtung zweite Röhre Gleinalmtunnel plus Generalsanierung Bestandsröhre, Sanierung Rottenmann-Treglwang, Generalerneuerung Schwarzlsee-Wildon Richtung Linz, Errichtung Rastplatz Premstätten A 2 Süd Autobahn: Sanierung Zubringer A 2 Z bei Graz, Generalerneuerung Bad Waltersdorf - Ilz

S 6 Semmering Schnellstraße: Generalerneuerung Knoten Bruck -Oberaich inklusive Tunnel Bruck und St. Ruprecht, Instandsetzung Anschlussstelle Kapfenberg

S 36 Murtal Schnellstraße: Sanierung Zeltweg Ost - Zeltweg West, Neubau S 36 St. Georgen - Scheifling

Innovationen für mehr Tunnelsicherheit: Thermoscanner und AKUT

Größtmögliche Sicherheit im Tunnel ist das Ziel der ASFINAG: Bis 2019 zusätzliche 81 Tunnelanlagen mit einer Gesamtinvestition von 1,5 Milliarden Euro auf dem höchsten Stand der Sicherheitstechnik:
Modernste Videoüberwachung, Brandschutz, Sprühnebelanlagen oder Innovationen wie der "Thermoscanner" - ein System, das überhitzte Lkw vor dem Tunnel zum Auskühlen ableitet. Der Thermoscanner hat sich beim Karawankentunnel bewährt - mehr als 400 überhitzte Lkw werden pro Jahr aufgehalten. Die ASFINAG prüft eine Ausweitung auf sieben Anlagen: Arlberg-(bereits fixiert), Tauern-, Katschberg-, Bosruck-, Gleinalm-Tunnel, Tunnelkette Semmering und Tunnelkette Klaus.

2012 wurde mit dem intelligenten Akustiksystem AKUT ein international einmaliges High-Tech Sicherheitsprojekt präsentiert. Dabei nehmen Spezialmikrofone die Tunnelgeräusche auf, bei untypischen (etwa: quietschende Reifen, zuschlagende Autotüren, menschliche Stimmen) wird in der nächsten Überwachungszentrale Alarm geschlagen - und das schneller als durch Video oder andere Sicherheitsausrüstungen. Nach dem erfolgreichen Pilot-Einsatz rüstet die ASFINAG in den kommenden Jahren über 50 Tunnel mit den High-Tech-"Tunnelohren" aus. Den Anfang macht 2014 der Bosrucktunnel an der A 9 zwischen Oberösterreich und der Steiermark, gefolgt vom Tunnel Gleinalm und dem Plabutschtunnel (beide ab 2016) sowie den beiden Tunnels Gratkorn (ab 2020). "Wir investieren für das AKUT-Programm in Summe rund 40 Millionen Euro", fasst Brandtner zusammen.

Gute Zusammenarbeit Land-ASFINAG

Um für die Bewohner und die Verkehrsteilnehmer das Optimum umsetzen zu können, ist eine gute Zusammenarbeit der Länder mit der ASFINAG essentiell. Landesrat Kurzmann: "Seit meinem Amtsantritt im Jahr 2010 gibt es mit der ASFINAG immer bestes Einvernehmen und eine gute Zusammenarbeit bei Straßenbauprojekten. Dies ist umso wichtiger, als man bedenken muss, dass es immerhin um die gesamte Steiermark und die Verbesserung unserer Infrastruktur geht. Auch im kommenden Jahr werden zahlreiche wichtige Projekte für die Steirer umgesetzt."

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