• 21.03.2014, 13:06:50
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Die ASFINAG investiert 2014 180 Millionen ins steirische Autobahnnetz

Wichtige Sanierungen starten im Frühjahr; Tunnelausbauten laufen auf Hochtouren

Utl.: Wichtige Sanierungen starten im Frühjahr; Tunnelausbauten
laufen auf Hochtouren =

Graz (OTS) - Baustellen sind nicht Selbstzweck, sondern bedeuten
wichtige Investitionen in die Infrastruktur - darin waren sich Gernot
Brandtner, ASFINAG-Baugeschäftsführer und der steirische
Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann bei der Präsentation des
Steiermark-Bauprogramms 2014 einig. Heuer werden von der ASFINAG etwa
180 Millionen Euro aufgewendet, um einerseits die bestehende
Infrastruktur zu erneuern und andererseits die großen Ausbauten (S 36
sowie Tunnel Bosruck und Gleinalm) zügig voranzutreiben. "In diesem
Jahr stehen in der Steiermark einige Sanierungen an, allen voran der
zweite Teil der Generalerneuerung der mehr als 35 Jahre alten A 9 im
Süden von Graz", erläutert Gernot Brandtner, Geschäftsführer der
ASFINAG Baumanagement GmbH. Allein bei diesem Projekt investiert die
ASFINAG knapp 20 Millionen Euro. "Wir achten aber dabei immer auf den
Kundennutzen", versichert Brandtner. "Auf 100 Kilometer Strecke darf
es zum Beispiel maximal fünf Minuten Zeitverlust geben."

Das Land Steiermark hat für 2014 etwa 80 Millionen Euro im Budget,
davon 27 Millionen für den Neubau und 52 Millionen für
Bestandssanierungen. Das größte Projekt ist der Grazer Südgürtel. "In
Zeiten eines Sparbudgets ist es umso erfreulicher, dass Projekte, die
seit Jahrzehnten diskutiert und gefordert werden, doch noch
realisiert werden können. Der Südgürtel hat nicht nur für den Grazer
Süden, sondern für den ganzen Großraum Graz eine enorme Bedeutung und
wird die Anrainer im Bereich Puntigam und Liebenau erheblich
entlasten", ist Landesrat Gerhard Kurzmann überzeugt.

Wesentliche ASFINAG-Projekte

A 9 Pyhrn Autobahn: Bosrucktunnel Generalsanierung Bestandsröhr,
Errichtung zweite Röhre Gleinalmtunnel plus Generalsanierung
Bestandsröhre, Sanierung Rottenmann-Treglwang, Generalerneuerung
Schwarzlsee-Wildon Richtung Linz, Errichtung Rastplatz Premstätten
A 2 Süd Autobahn: Sanierung Zubringer A 2 Z bei Graz,
Generalerneuerung Bad Waltersdorf - Ilz

S 6 Semmering Schnellstraße: Generalerneuerung Knoten Bruck -
Oberaich inklusive Tunnel Bruck und St. Ruprecht, Instandsetzung
Anschlussstelle Kapfenberg

S 36 Murtal Schnellstraße: Sanierung Zeltweg Ost - Zeltweg West,
Neubau S 36 St. Georgen - Scheifling

Innovationen für mehr Tunnelsicherheit: Thermoscanner und AKUT

Größtmögliche Sicherheit im Tunnel ist das Ziel der ASFINAG: Bis
2019 zusätzliche 81 Tunnelanlagen mit einer Gesamtinvestition von 1,5
Milliarden Euro auf dem höchsten Stand der Sicherheitstechnik:
Modernste Videoüberwachung, Brandschutz, Sprühnebelanlagen oder
Innovationen wie der "Thermoscanner" - ein System, das überhitzte Lkw
vor dem Tunnel zum Auskühlen ableitet. Der Thermoscanner hat sich
beim Karawankentunnel bewährt - mehr als 400 überhitzte Lkw werden
pro Jahr aufgehalten. Die ASFINAG prüft eine Ausweitung auf sieben
Anlagen: Arlberg-(bereits fixiert), Tauern-, Katschberg-, Bosruck-,
Gleinalm-Tunnel, Tunnelkette Semmering und Tunnelkette Klaus.

2012 wurde mit dem intelligenten Akustiksystem AKUT ein
international einmaliges High-Tech Sicherheitsprojekt präsentiert.
Dabei nehmen Spezialmikrofone die Tunnelgeräusche auf, bei
untypischen (etwa: quietschende Reifen, zuschlagende Autotüren,
menschliche Stimmen) wird in der nächsten Überwachungszentrale Alarm
geschlagen - und das schneller als durch Video oder andere
Sicherheitsausrüstungen. Nach dem erfolgreichen Pilot-Einsatz rüstet
die ASFINAG in den kommenden Jahren über 50 Tunnel mit den
High-Tech-"Tunnelohren" aus. Den Anfang macht 2014 der Bosrucktunnel
an der A 9 zwischen Oberösterreich und der Steiermark, gefolgt vom
Tunnel Gleinalm und dem Plabutschtunnel (beide ab 2016) sowie den
beiden Tunnels Gratkorn (ab 2020). "Wir investieren für das
AKUT-Programm in Summe rund 40 Millionen Euro", fasst Brandtner
zusammen.

Gute Zusammenarbeit Land-ASFINAG

Um für die Bewohner und die Verkehrsteilnehmer das Optimum
umsetzen zu können, ist eine gute Zusammenarbeit der Länder mit der
ASFINAG essentiell. Landesrat Kurzmann: "Seit meinem Amtsantritt im
Jahr 2010 gibt es mit der ASFINAG immer bestes Einvernehmen und eine
gute Zusammenarbeit bei Straßenbauprojekten. Dies ist umso wichtiger,
als man bedenken muss, dass es immerhin um die gesamte Steiermark und
die Verbesserung unserer Infrastruktur geht. Auch im kommenden Jahr
werden zahlreiche wichtige Projekte für die Steirer umgesetzt."

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