"Discover Peace in Europe" - Wish-Tree-Aktionen der Angewandten in der Wiener Innenstadt

Europaweite Kunstaktion für den Frieden unter der künstlerischen Patronanz von Yoko Ono gestartet

Wien (OTS) - Ein Projekt der Universität für angewandte Kunst Wien in Zusammenarbeit mit dem Verein Konfliktkultur Brüssel.

Zum Auftakt des in sieben Städten Europas am 21. März 2014 mit Wish-Tree-Aktionen der Angewandten startenden Friedens- und Kunstprojekts "Discover Peace in Europe" fand ein Pressegespräch statt, bei dem Rektor Gerald Bast und die Friedenslobbyistin und Universitätslektorin am Institut für Kunstpädagogik der Angewandten Susanne Jalka auf die Wichtigkeit des Themas Friedens hinwiesen, aber auch auf die Hürden, das Bewusstsein für die Relevanz von Friedensbotschaften in der Öffentlichkeit wach zu halten.

Das Projekt "Discover Peace in Europe" beschäftigt sich mit der Entwicklung von "Friedenswegen" in sieben Großstädten in Europa. Auf diesen Wegen werden mit Outdoor Teachings Themen wie Menschenrechte, Demokratiebildung, ziviligesellschaftliches Engagement und Friedenspädagogik der interessierten Öffentlichkeit näher gebracht. In Berlin, Budapest, Den Haag, Manchester, Paris, Turin und Wien sind sie in einer ersten Projektphase mit jeweils 15 Stationen entwickelt worden und auf der Webseite www.discoverpeace.eu als Smartphone-App sowie als Broschüren in Printform verfügbar.

Das Teilprojekt in Österreich, eine Kooperation der Universität für angewandte Kunst Wien mit dem Verein für Konfliktkultur in Brüssel, steht anlässlich des Gedenkjahres 2014 hundert Jahre nach dem Beginn des Erstens Weltkriegs unter dem Ehrenschutz des Bundespräsidenten Heinz Fischer.

Die künstlerische Patronanz für dieses an der Angewandten lokalisierte Teilprojekt hat Yoko Ono übernommen, eine jener Künstlerinnen, die, wie Bast im Pressegespräch betonte, die Kunst als Mittel versteht, die Welt zu verändern. Ono, die 2012 an der Angewandten mit dem Oskar-Kokoschka-Preis ausgezeichnet wurde, zeigt sich begeistert: "Discover Peace: What a great title! I am very pleased to be part of it. I am only too aware of how World War I was triggered by the assassination of the Austro-Hungarian Crown Prince and his wife in Sarajevo. What a terrible fate it was for us all! I love the fact that you are bravely and wisely trying to heal it at the core of the matter. Thank you. Discover Peace, indeed. We have to all work for it together."

Als Vorreiterin, den Friedensaufruf in Kunst zu setzen, ist Onos Imagine-Peace-Projekt beispielgebend für künstlerische Aktionen zum Thema Frieden und trifft damit das Anliegen von Susanne Jalka, mit Kunst eine größere Öffentlichkeit für Frieden zu erreichen im Kern. Denn mit der Kunst wird Frieden als Botschaft in konstruktiver Arbeit an Konfliktsituationen der Vergangenheit verhandelt. Dieser konstruktive Aspekt gehe in Friedensbotschaften von Friedensorganisationen und internationalen Netzwerken, die es in Österreich schon seit langen gibt, nicht so deutlich hervor - Jalka bedauert, dass ihnen nicht die gebührende Aufmerksamkeit zukomme. Sie verweis daher einmal mehr auf die Wichtigkeit, das Projekt speziell im Jahr 2014 zu starten, in dem die Aufmerksamkeit für das Thema durch die Medien geschärft ist.

Die Verhandlung von gesellschaftsrelevanten Themen wie Frieden via Kunst in ihrer Mittlungsfunktion zwischen Kunst / Institution und Öffentlichkeit entspricht dem Kunstverständnis der Angewandten überhaupt. Bast zeigte sich stolz über die Ankoppelung von "Discover Peace in Europe" an die Angewandte. Die Universität für angewandte Kunst Wien ist nicht nur am Puls der Zeit und lasse Kunst nicht im puren Ästhetizismus stecken, wie Bast betonte, sondern trage sie hinaus in die Öffentlichkeit, in die Welt. Die Wirkkraft solcher Aktionen liege in der Macht der Bilder (Gedankenbilder, bildende Kunst, Sprachbilder, Fotografie). Sie zeige sich nicht nur in Bildern des Schreckens, sondern auch in jenen, die dem entgegenstehen: in Bildern des Friedens.

Nach dem Pressegespräch sind Projektteams von Studierenden am Institut für Kunstpädagogik mit Handwagen, in denen sich junge Bäume befinden, in die Wiener Innenstadt gewandert und haben PassantInnen nach ihren Friedenswünschen gefragt, diese mit bunten Stiften auf Kärtchen geschrieben und die Kärtchen an die Bäume gehängt. So entstehen "Wish Trees".

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