• 21.03.2014, 12:41:36
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"Discover Peace in Europe" - Wish-Tree-Aktionen der Angewandten in der Wiener Innenstadt

Europaweite Kunstaktion für den Frieden unter der künstlerischen Patronanz von Yoko Ono gestartet

Utl.: Europaweite Kunstaktion für den Frieden unter der
künstlerischen Patronanz von Yoko Ono gestartet =

Wien (OTS) - Ein Projekt der Universität für angewandte Kunst Wien in
Zusammenarbeit mit dem Verein Konfliktkultur Brüssel.

Zum Auftakt des in sieben Städten Europas am 21. März 2014 mit
Wish-Tree-Aktionen der Angewandten startenden Friedens- und
Kunstprojekts "Discover Peace in Europe" fand ein Pressegespräch
statt, bei dem Rektor Gerald Bast und die Friedenslobbyistin und
Universitätslektorin am Institut für Kunstpädagogik der Angewandten
Susanne Jalka auf die Wichtigkeit des Themas Friedens hinwiesen, aber
auch auf die Hürden, das Bewusstsein für die Relevanz von
Friedensbotschaften in der Öffentlichkeit wach zu halten.

Das Projekt "Discover Peace in Europe" beschäftigt sich mit der
Entwicklung von "Friedenswegen" in sieben Großstädten in Europa. Auf
diesen Wegen werden mit Outdoor Teachings Themen wie Menschenrechte,
Demokratiebildung, ziviligesellschaftliches Engagement und
Friedenspädagogik der interessierten Öffentlichkeit näher gebracht.
In Berlin, Budapest, Den Haag, Manchester, Paris, Turin und Wien sind
sie in einer ersten Projektphase mit jeweils 15 Stationen entwickelt
worden und auf der Webseite www.discoverpeace.eu als Smartphone-App
sowie als Broschüren in Printform verfügbar.

Das Teilprojekt in Österreich, eine Kooperation der Universität
für angewandte Kunst Wien mit dem Verein für Konfliktkultur in
Brüssel, steht anlässlich des Gedenkjahres 2014 hundert Jahre nach
dem Beginn des Erstens Weltkriegs unter dem Ehrenschutz des
Bundespräsidenten Heinz Fischer.

Die künstlerische Patronanz für dieses an der Angewandten
lokalisierte Teilprojekt hat Yoko Ono übernommen, eine jener
Künstlerinnen, die, wie Bast im Pressegespräch betonte, die Kunst als
Mittel versteht, die Welt zu verändern. Ono, die 2012 an der
Angewandten mit dem Oskar-Kokoschka-Preis ausgezeichnet wurde, zeigt
sich begeistert: "Discover Peace: What a great title! I am very
pleased to be part of it. I am only too aware of how World War I was
triggered by the assassination of the Austro-Hungarian Crown Prince
and his wife in Sarajevo. What a terrible fate it was for us all! I
love the fact that you are bravely and wisely trying to heal it at
the core of the matter. Thank you. Discover Peace, indeed. We have to
all work for it together."

Als Vorreiterin, den Friedensaufruf in Kunst zu setzen, ist Onos
Imagine-Peace-Projekt beispielgebend für künstlerische Aktionen zum
Thema Frieden und trifft damit das Anliegen von Susanne Jalka, mit
Kunst eine größere Öffentlichkeit für Frieden zu erreichen im Kern.
Denn mit der Kunst wird Frieden als Botschaft in konstruktiver Arbeit
an Konfliktsituationen der Vergangenheit verhandelt. Dieser
konstruktive Aspekt gehe in Friedensbotschaften von
Friedensorganisationen und internationalen Netzwerken, die es in
Österreich schon seit langen gibt, nicht so deutlich hervor - Jalka
bedauert, dass ihnen nicht die gebührende Aufmerksamkeit zukomme. Sie
verweis daher einmal mehr auf die Wichtigkeit, das Projekt speziell
im Jahr 2014 zu starten, in dem die Aufmerksamkeit für das Thema
durch die Medien geschärft ist.

Die Verhandlung von gesellschaftsrelevanten Themen wie Frieden via
Kunst in ihrer Mittlungsfunktion zwischen Kunst / Institution und
Öffentlichkeit entspricht dem Kunstverständnis der Angewandten
überhaupt. Bast zeigte sich stolz über die Ankoppelung von "Discover
Peace in Europe" an die Angewandte. Die Universität für angewandte
Kunst Wien ist nicht nur am Puls der Zeit und lasse Kunst nicht im
puren Ästhetizismus stecken, wie Bast betonte, sondern trage sie
hinaus in die Öffentlichkeit, in die Welt. Die Wirkkraft solcher
Aktionen liege in der Macht der Bilder (Gedankenbilder, bildende
Kunst, Sprachbilder, Fotografie). Sie zeige sich nicht nur in Bildern
des Schreckens, sondern auch in jenen, die dem entgegenstehen: in
Bildern des Friedens.

Nach dem Pressegespräch sind Projektteams von Studierenden am
Institut für Kunstpädagogik mit Handwagen, in denen sich junge Bäume
befinden, in die Wiener Innenstadt gewandert und haben PassantInnen
nach ihren Friedenswünschen gefragt, diese mit bunten Stiften auf
Kärtchen geschrieben und die Kärtchen an die Bäume gehängt. So
entstehen "Wish Trees".

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | UAK

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