• 21.03.2014, 09:01:39
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Bader: Fragwürdiger Schlingerkurs von Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek

Zahlreiche Entscheidungen im Bildungsbereich sorgen derzeit für Kopfschütteln

Utl.: Zahlreiche Entscheidungen im Bildungsbereich sorgen derzeit
für Kopfschütteln =

St. Pölten (OTS/NÖI) - "Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek fährt
derzeit einen fragwürdigen Schlingerkurs in wichtigen Fragen im
Bildungsbereich. Zahlreiche ihrer jüngsten Entscheidungen sorgen für
Kopfschütteln. Wie sie auf aktuelle Probleme reagiert zeigt, dass ihr
offenbar Leadership und Ressortverantwortung fehlen. Wir fordern die
SP-Unterrichtsministerin daher auf, ihre Entscheidungen zu überdenken
und zielführende Lösungen im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler
zu finden und damit das österreichische Bildungssystem langfristig
für Herausforderungen fit zu machen", erklärt VP-Landtagsabgeordneter
Karl Bader.

"So führt die panische Absage der Teilnahme an den PISA-Testungen
aufgrund fehlender Datensicherheit im Bildungsinstitut BIFIE, neben
erheblichen finanziellen Einbußen durch bereits erstellte
Materialien, zu einer Unterbrechung der Ergebniserhebung und
verhindert somit eine weiterführende Vergleichbarkeit der erhobenen
Daten, da Österreich als einziges OECD-Land nicht an den
PISA-Testungen teilnehmen würde. Ihr Verhalten ist vergleichbar mit
einem Autokonzern, der wegen einer Rückholaktion seine Forschungs- &
Entwicklungsabteilung schließt und sich so die Zukunft abschneidet",
hält der VP-Landtagsabgeordnete fest.

"Das Aussetzen von unabhängigen Testungen ist auch für die Neue
Mittelschule, die mit dem Schuljahr 2012/13 ohne bundesweite
Evaluierung ins Regelschulwesen übernommen wurde, bedenklich. Hier
war Niederösterreich vorbildlich und das einzige Bundesland, das die
Neue NÖ Mittelschule von Anfang an wissenschaftlich begleiten ließ.
Jetzt können wir die ersten Schlüsse ziehen, wie erfolgreich oder
nicht die NNöM wichtige Bildungsziele verfolgt. Im Sinne unserer
Schülerinnen und Schüler aber auch der Pädagoginnen und Pädagogen
wäre eine bundesweite Evaluierung notwendig", ist Bader sicher.

"Auch im Umgang mit der Zentralmatura, die leider auch vom
Datenproblem im BIFIE betroffen ist, hat Heinisch-Hosek eine
unglückliche Rolle gespielt. Durch ihr unüberlegtes und überstürztes
Vorgehen verhindert sie einen reibungslosen Ablauf der
Abschlussprüfungen. Die daraus resultierende Verunsicherung und
Unklarheit stellt für viele Schülerinnen und Schüler, zusätzlich zur
angespannten Lebenssituation kurz vor der wichtigsten Prüfung in
ihrer Schullaufbahn, eine große Belastung dar. Hier erwarte ich mir
mehr Verständnis für die Betroffenen und weniger stures Vorgehen
durch die Ministerin", so Bader.

"So wie Heinisch-Hosek agiert, kann man keine erfolgversprechende
Bildungspolitik im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler sowie
Pädagoginnen und Pädagogen machen. Statt sich hinter einem Datenleck
zu verstecken, sollte sie sich aus der Deckung wagen und auch das
'Liebkind' ihrer Vorgängerin, die Neue Mittelschule, einer
ordentlichen Evaluierung unterziehen. Nur so kann man die richtigen
und wirksamen Maßnahmen für die Zukunft unserer Kinder und
Jugendlichen setzen", so der Landtagsabgeorndete.

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