Bader: Fragwürdiger Schlingerkurs von Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek

Zahlreiche Entscheidungen im Bildungsbereich sorgen derzeit für Kopfschütteln

St. Pölten (OTS/NÖI) - "Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek fährt derzeit einen fragwürdigen Schlingerkurs in wichtigen Fragen im Bildungsbereich. Zahlreiche ihrer jüngsten Entscheidungen sorgen für Kopfschütteln. Wie sie auf aktuelle Probleme reagiert zeigt, dass ihr offenbar Leadership und Ressortverantwortung fehlen. Wir fordern die SP-Unterrichtsministerin daher auf, ihre Entscheidungen zu überdenken und zielführende Lösungen im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler zu finden und damit das österreichische Bildungssystem langfristig für Herausforderungen fit zu machen", erklärt VP-Landtagsabgeordneter Karl Bader.

"So führt die panische Absage der Teilnahme an den PISA-Testungen aufgrund fehlender Datensicherheit im Bildungsinstitut BIFIE, neben erheblichen finanziellen Einbußen durch bereits erstellte Materialien, zu einer Unterbrechung der Ergebniserhebung und verhindert somit eine weiterführende Vergleichbarkeit der erhobenen Daten, da Österreich als einziges OECD-Land nicht an den PISA-Testungen teilnehmen würde. Ihr Verhalten ist vergleichbar mit einem Autokonzern, der wegen einer Rückholaktion seine Forschungs- & Entwicklungsabteilung schließt und sich so die Zukunft abschneidet", hält der VP-Landtagsabgeordnete fest.

"Das Aussetzen von unabhängigen Testungen ist auch für die Neue Mittelschule, die mit dem Schuljahr 2012/13 ohne bundesweite Evaluierung ins Regelschulwesen übernommen wurde, bedenklich. Hier war Niederösterreich vorbildlich und das einzige Bundesland, das die Neue NÖ Mittelschule von Anfang an wissenschaftlich begleiten ließ. Jetzt können wir die ersten Schlüsse ziehen, wie erfolgreich oder nicht die NNöM wichtige Bildungsziele verfolgt. Im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler aber auch der Pädagoginnen und Pädagogen wäre eine bundesweite Evaluierung notwendig", ist Bader sicher.

"Auch im Umgang mit der Zentralmatura, die leider auch vom Datenproblem im BIFIE betroffen ist, hat Heinisch-Hosek eine unglückliche Rolle gespielt. Durch ihr unüberlegtes und überstürztes Vorgehen verhindert sie einen reibungslosen Ablauf der Abschlussprüfungen. Die daraus resultierende Verunsicherung und Unklarheit stellt für viele Schülerinnen und Schüler, zusätzlich zur angespannten Lebenssituation kurz vor der wichtigsten Prüfung in ihrer Schullaufbahn, eine große Belastung dar. Hier erwarte ich mir mehr Verständnis für die Betroffenen und weniger stures Vorgehen durch die Ministerin", so Bader.

"So wie Heinisch-Hosek agiert, kann man keine erfolgversprechende Bildungspolitik im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler sowie Pädagoginnen und Pädagogen machen. Statt sich hinter einem Datenleck zu verstecken, sollte sie sich aus der Deckung wagen und auch das 'Liebkind' ihrer Vorgängerin, die Neue Mittelschule, einer ordentlichen Evaluierung unterziehen. Nur so kann man die richtigen und wirksamen Maßnahmen für die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen setzen", so der Landtagsabgeorndete.

Rückfragen & Kontakt:

Volkspartei Niederösterreich, Presse
Mag.(FH) Martin Brandl
Tel.: 02742/9020 DW 1400 Mob: 0664/1464897
martin.brandl@vpnoe.at
www.vpnoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV0001