Bundesminister Rupprechter: Forschungsprojekt für Bienengesund-heit gestartet

Wintersterblichkeit und Ursachenforschung zu Völker- und Bienenverlusten im Fokus

Wien (OTS) - In Österreich gibt es rund 25.000 Imker mit in Summe rund 377.000 Bienenvölkern. "Gesunde, leistungsfähige Bienen sind sowohl für die Imkerei als auch für die Landwirtschaft unverzichtbar", unterstreicht Bundesminister Rupprechter im Rahmen der Präsentation des Forschungsprojektes "Zukunft Biene -Grundlagenforschungsprojekt zur Förderung des Bienenschutzes und der Bienengesundheit" heute in Wien.

Unter der Leitung von Univ. Prof. Karl Crailsheim von der Universität Graz und seinem Forscherteam wird gemeinsam mit den WissenschafterInnen des Wegenerzentrums in Graz, und der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) den komplexen Fragestellungen nach Bienenschädigungen und deren Ursachen nachgegangen. Es sollen Maßnahmen auf allen Einflussebenen konzipiert werden. Das Forschungsprojekt wird Augenmerk auf die unterschiedlichen Problemfelder der Bienengesundheit legen: Wintersterblichkeit, epidemiologische Unter-suchungen zur Wintersterblichkeit, Ursachenforschung zu Völker-und Bienenverlusten, individuelle Schadtoleranz und Trachtpflanzendiversität. Darüber hinaus wird internationale Systemerkundung und internationaler Informationsaustausch betrieben. "Wir dürfen uns nicht, wie in der Vergangenheit, auf einzelne Probleme konzentrieren, sondern müssen die Verantwortung für die Gemeinschaft in den Vordergrund stellen", betont Rupprechter. Das Zustandekommen dieses Forschungsprojektes sei bereits ein gutes Beispiel von gemeinschaftlichem Handeln im Interesse unserer Bienen.

"Unser Institut beschäftigt sich seit mehr als einem halben Jahrhundert mit dem Verhalten, der Physiologie und der Gesundheit der Honigbiene. Das Institut wird nun im Rahmen eines Projektes den breiten Bogen von offenen Forschungsfragen zur Zukunft der Biene untersuchen. Die Ergebnisse sollen Grundlage für eine weitere Verbesserung der Situation der Honigbiene sein und eine wissenschaftliche Grundlage für weitere Diskussionen darstellen", erklärt Univ.Prof. Karl Crailsheim vom Institut für Zoologie der Karl-Franzens-Universität Graz.
"Die Imkerinnen und Imker Österreichs sorgen mit Ihren Honigbienen neben der Produktion hochwertiger Bienenprodukte für die Bestäubung der Wildpflanzen und vieler landwirtschaftlicher Kulturpflanzen. Damit die Honigbiene diese unersetzbare Ökosystemleistung auch zukünftig der Gesellschaft gratis zur Verfügung stellen kann, ist eine bienenfreundliche Kulturlandschaft Voraussetzung", erläutert Christian Boigenzahn von "Biene Österreich".
Das Forschungsprojekt, das 2017 abgeschlossen sein soll, wird vom BMLFUW, den Bundesländern und "Biene Österreich" finanziert und kostet inklusive Eigenleistung der Auftragnehmer rund 2,4 Millionen Euro.

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