FP-Belakowitsch-Jenewein: Ärzte brauchen geregelte Dienstzeiten

EU-Kommission will Österreich klagen

Wien (OTS/fpd) - Gemäß der EU-Arbeitszeitrichtlinie haben Arbeitnehmer aus Gesundheits- und Sicherheitsgründen Anspruch auf eine Beschränkung ihrer Arbeitszeit. Diese darf pro Siebentageszeitraum 48 Stunden (einschließlich Überstunden) nicht überschreiten. Des Weiteren steht jedem Arbeitnehmer pro Tag eine Mindestruhezeit von 11 zusammenhängenden Stunden sowie zusätzlich pro Siebentageszeitraum eine ununterbrochene Mindestruhezeit von 24 Stunden zu. "In den Österreichischen Spitälern ist die Realität allerdings eine andere. 97 Wochenstunden, wie etwa ein Prüfbericht vergangenes Jahr für das Wiener Donauspital aufdeckte, sind für das medizinische Personal keine Seltenheit", zeigt die freiheitliche Gesundheitssprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein auf, "auch die Ruhezeiten können von dem medizinischen Personal nicht eingehalten werden."

Nun steht Österreich eine Klage durch die EU-Kommission ins Haus. In einem Mahnschreiben der Kommission wird darauf hingewiesen, dass diese Dienstzeitüberschreitungen nicht sein dürfen. Österreich hat jetzt ein Monat Zeit darauf zu reagieren. "Wir wären nicht das erste Land, das mit einer Klage zu rechnen hätte. Irland, Griechenland und Italien wurden von der Kommission diesbezüglich bereits abgestraft", sagt Belakowitsch-Jenewein.

"Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass unsere Ärzte zu viel arbeiten. Für die Patienten bedeutet das, dass sie sich in die Hände übermüdeter, unausgeruhter und dadurch fehleranfälliger Mediziner begeben müssen. Das kann zu einer echten Gefahr werden", sagt die Freiheitliche und fordert abschließend: "Minister Hundstorfer muss endlich einsehen, dass weitere Einsparungen im Gesundheitswesen auf dem Rücken der Patienten verantwortungslos ist und schwere Folgen haben kann!" (Schluss)

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