Mit der Poesie von "Un Coup de dés" zog Sabine Folie 2008 in die Generali Foundation ein, nun verlässt sie sie

Wien (OTS) - Die Direktorin der Generali Foundation Sabine Folie legt nach sechs Jahren die Geschäftsführung und die künstlerische Leitung mit Ablauf dieses Monats zurück. Darauf haben sich der Konzern und die amtierende Direktorin verständigt - als Konsequenz der Übersiedlung der Sammlung Generali Foundation an das Museum der Moderne Salzburg und der damit verbundenen Neuordnung des Kunstvereins sowie des Wunsches, die Werke in einer ersten großen Sammlungsausstellung ebendort bereits im Frühjahr 2014 zu präsentieren.

Die Sammlung und das Ausstellungsprogramm der Generali Foundation sind zwischen 2008 und 2014 durch die Kunsthistorikerin und Kuratorin um bedeutsame Aspekte erweitert worden, die der Generali Foundation zu visionärer Strahlkraft verhalfen und ihr Standing in der internationalen Kunstwelt vertieften - dazu zählen u.a. die Beziehungen zwischen Sprache/Literatur und Bild, die Bearbeitung der Moderne durch die Postmoderne und Zweite Moderne, Historizität und Erinnerung, Bild- und Medienkritik.

Konkret sind 310 Werke, darunter große Installationen von Ree Morton, Anna Oppermann und Ana Torfs, und Werkkomplexe von Ian Wallace sowie 250 KünstlerInnenbücher/Editionen, beispielsweise das gesamte Druckwerk von Ernst Caramelle und Peter Downsbrough und wichtige Arbeiten von Marcel Broodthaers, in die Sammlung aufgenommen worden.

Wegweisende Ausstellungen und Publikationen der Kunsthistorikerin sind zu nennen, wie Un Coup de dés. Bild gewordene Schrift. Ein ABC der nachdenklichen Sprache (2008), Die Moderne als Ruine. Eine Archäologie der Gegenwart (2009), unExhibit (2011), dazu bedeutende Retrospektiven von Ree Morton (2008), Morgan Fisher (2011) und Ulrike Grossarth (2014).

Zuletzt erschien unter Sabine Folies Autorinnenschaft ein umfangreicher Reader zum Thema des Sammelns, Kuratierens und Ausstellens von Konzeptkunst, der das 25-jährige Jubiläum der Sammlung 2013 abschloss. In Arbeit befinden sich noch eine begleitende Monographie zur derzeitigen Retrospektive von Ulrike Grossarth sowie ein Buch der scheidenden Direktorin über ihre Sammlungsschwerpunkte während ihrer Zeit an der Generali Foundation.

Sabine Folie hat es verstanden, ein stetig wachsendes Publikum für die anspruchsvollen Programme der Generali Foundation zu gewinnen sowie vermehrt ForscherInnen und Studierende für das Studienzentrum zu interessieren, nicht zuletzt durch die im letzten Jahr neu aufgestellte Mediathek und hochkarätige Vorträge und Symposien.

Die Generali möchte Sabine Folie für die durch sie inspirierte Prägung der Sammlung sowie für ihre zukunftsweisenden Ausstellungen, die von Kennerkreisen genauso wie von einem breiteren Publikum gewürdigt wurden, größte Wertschätzung aussprechen.

Durch ihr verantwortungsbewusstes, sorgsames und kenntnisreiches Wirken im Haus in der Wiedner Hauptstraße 15 sowie die neuen Dimensionen, die sie sowohl der Sammlung als auch den von ihr initiierten ästhetischen und gesellschaftspolitischen Diskursen hinzugefügt hat, konnte die Generali Foundation weit über die Stadt Wien hinaus an ein internationales Kunstfeld anschließen.

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