Mittelstands- und Lobbying-Barometer 2014: Mittelstand hat kein Vertrauen in die Regierung

Wien (OTS) -

  • 51 % der Österreicher sprechen Regierung Misstrauen bei Mittelstand-Unterstützung aus
  • Bevölkerung traut den KMU "Rettung" aus der Krise zu
  • Wähler sehen Demokratie als "Lobbykratie"

Das repräsentative Mittelstands- und Lobbying-Barometer 2014 - zum 6. Mal vom Gallup Institut im Auftrag von Mag. Wolfgang Lusak, Mittelstandsexperte und Lobby-Coach, durchgeführt, zeigt auf, dass 51 % der Österreicher der Regierung bezüglich deren Unterstützung für den Mittelstand das Misstrauen aussprechen "Die Regierungsparteien müssen zur Kenntnis nehmen, dass Lippenbekenntnisse und Alibi-Handlungen für kleine und mittelständische Unternehmen durchschaut werden," resümiert Wolfgang Lusak und ergänzt: "Wenn die Regierung das nicht ändert, dann werden bald Oppositionspolitiker die Lücke in der Unterstützung füllen, den Regierungsparteien die absolute Mehrheit abnehmen und eine neue Lobbying-Landschaft schaffen."

74 % der Österreicher sehen Politiker und Regierung als "Lobbying-Profiteure"

Das erstaunlichste Ergebnis des Lobbying-Barometers: Politiker und Regierung werden von 74 % der Österreicher als "Sieger" unter den Lobbying-Profiteuren gesehen. Dahinter liegen die bisher führenden Konzerne (68 %) und die globale Finanzwirtschaft (48 %). Den Platz 4 teilen sich mit 29 % die Beamten und die KMU. Der Mittelstand, den KMU verwandt, liegt konstant bei 17 %. Das Schlusslicht bilden NPOs, Sozialorganisationen, Bürgerinitiativen und die sozial Schwachen.

Politik und Regierung sind Nutznießer des Lobbyings

Die Studie zeigt klar auf, dass Politik und Regierung von der österreichischen Bevölkerung eindeutig als jene Gruppen gesehen werden, die den größten Nutzen aus Lobbying-Aktivitäten ziehen. Für Lusak kein Wunder: "Die meisten Nationalratabgeordneten kommen aus Gewerkschaften, der Beamtenschaft und Kammern. Nur 6 % aus Gewerbe und Industrie." Er folgert daraus, dass die Wähler damit die Demokratie als "Lobbykratie" sehen.

Vertrauen in KMU und Mittelstand stetig im Wachsen

Das Vertrauen der Bevölkerung in KMU und mittelständische Betriebe ist laut Studie seit 2010 beständig im Wachsen: Bei KMU von 32 % auf 42 % und beim Mittelstand von 23 % auf 34 %. Bei Regierung, Politikern und Parteien hat das Vertrauen im selben Zeitraum abgenommen - von 40 % auf 34 %. Das "Krisenretter"-Image der Konzerne ist mit 24 % gleichbleibend schwach. Gesunken sind auch die Werte bei der globalen Finanzwirtschaft (17 %) und der EU (12 %). Abgeschlagen die NPO sowie Verwaltung/Beamte mit je ca. 10 %. Wolfgang Lusak sieht daher die KMU und den Mittelstand als "die klare Nummer 1 unter den Krisenrettern".

WKO an der Spitze der Mittelstands-Interessensvertretungen

Nach der Mittelstands-Interessensvertretung befragt, nennt die Mehrheit eindeutig die Wirtschaftkammer Österreich (WKO) als die Nummer 1. Damit gelingt der WKO nach zwei Jahren des Absinkens wieder ein Aufschwung. Ebenfalls im Zunehmen: der Wirtschaftsbund mit 35 % und der Österreichische Gewerbeverein mit 27 %. Deutlich rückläufig sind die Industriellenvereinigung mit 19 % (2012: 29 %) und das WdF-Wirtschaftsforum der Führungskräfte mit 9 % (2012: 19 %). Die Grüne Wirtschaft kommt auf 11 % und der Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender auf 12 %. Lusak kommentiert dies mit: "Aus meiner Sicht hat die Diskussion über GmbH Light und Gewinnfreibetrag der Wirtschaftskammer und dem Wirtschaftsbund neues Ansehen verschafft."

Lusak empfiehlt Mittelstands-Plattform und Staatssekretariat im Wirtschaftsministerium

Um KMU und den Mittelstand zu stärken und sie bei der Krisenbewältigung zu unterstützen, kann sich Wolfgang Lusak die Installierung einer eigenen Mittelstands-Plattform in der Wirtschaftskammer sowie ein Staatssekretariat im Wirtschaftsministerium als Lösung vorstellen. In diesen sollten die Belange der KMU und des Mittelstands angeführt, koordiniert und dokumentiert werden.

Weiterführende Informationen auf http://www.lobbydermitte.at:
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Mag. Wolfgang Lusak
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