- 20.03.2014, 11:08:28
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Teil 1 des "Universum History"-Zweiteilers "Heiliger Krieg"
"Das Schwert des Propheten" am 21. März in ORF 2
Utl.: "Das Schwert des Propheten" am 21. März in ORF 2 =
Wien (OTS) - Immer wieder sieht sich die muslimische Welt pauschal
mit dem Vorwurf konfrontiert, die Verbreitung des Islam sei von
Anfang an eine Geschichte der Gewalt gewesen. "Universum History"
geht am Freitag, dem 21. März 2014, um 22.45 Uhr in ORF 2 in der
Dokumentation "Heiliger Krieg: Das Schwert des Propheten" der Frage
auf den Grund, ob die rasche Ausbreitung des Islam weit über die
arabische Welt hinaus tatsächlich nur dem militärischen Erfolg seiner
Glaubensbrüder zu verdanken ist. Mit aufwendigen Spielszenen und
Interviews mit international anerkannten Wissenschaftlern
rekonstruiert der Film von Christian Twente und Martin Carazo Mendez
(Bearbeitung: Rosemarie Pagani-Trautner) die schicksalhafte Zeit des
Aufeinanderprallens von Orient und Okzident.
Im Ersten Weltkrieg versuchten zwei christliche Monarchen, der
deutsche Kaiser Wilhelm II. und der Habsburger-Kaiser Franz Joseph
I., muslimische Verbündete zu gewinnen. Diesen gemeinsamen Kampf
zwischen Christen und Muslimen gegen die christlichen Nationen
Frankreich, England und Russland dokumentiert "Universum History" in
"Heiliger Krieg: Dschihad für den Kaiser" am Freitag, dem 28. März,
um 22.40 Uhr in ORF 2.
Heiliger Krieg: Teil 1 - "Das Schwert des Propheten"
Beginn des 7. Jahrhunderts: Mohammed, ein Kaufmann aus Mekka, beginnt
seine neue Lehre der Hingabe an Gott - den Islam - zu verkündigten.
Zunächst verlässt er sich ausschließlich auf die Überzeugungskraft
seiner Worte. Nach der Flucht Mohammeds und seiner Anhänger von Mekka
nach Medina - der Beginn der islamischen Zeitrechnung - ändern sich
auch die Mittel der Glaubensverbreitung. "Mit Feuer und Schwert" soll
der Islam nun in die Welt hinausgetragen werden. Innerhalb weniger
Jahrzehnte gelingt es den Muslimen, die arabische Halbinsel zu
unterwerfen. Das persische Sassaniden-Reich wird islamisch und das
Byzantinische Reich verliert seine Macht über Syrien, Palästina und
Ägypten. Nach der Landung an der Südküste Spaniens dauert es acht
Jahre, bis die islamischen Mauren tief nach Europa vordringen. Ende
732 erreicht ein Beutezug der Mauren sogar die Grenzen des
Frankenreichs. Dem Herrscher über das Frankenreich, Karl Martell,
gelingt es gemeinsam mit seinen Verbündeten, den Vorstoß der Mauren
zu stoppen.
Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden
monotheistischen Religionen einzuordnen und richtig zu
interpretieren, ist trotz des zeitlichen Abstandes schwer: Fest steht
lediglich, dass das Kräftemessen zwischen Christentum und Islam nicht
ausschließlich auf einen Krieg im Namen des Glaubens reduziert werden
kann. Es ging also nicht nur um die Verbreitung der Botschaft des
jeweiligen Religionsführers, sondern auch um weltlichen Ruhm, um
reiche Kriegsbeute und territoriale Vorherrschaft. Unbestritten ist
auch, dass das Aufeinandertreffen von christlicher und islamischer
Welt einen regen geistes- und naturwissenschaftlichen Austausch zur
Folge gehabt hat.
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