- 20.03.2014, 07:00:31
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Telekom-Affäre: Gutachten enthüllt Schmiergeldzahlungen
Ex-Telekomchef Rudi Fischer soll über Briefkastenfirmen des Lobbyisten Hochegger von Lieferanten kassiert haben.
Utl.: Ex-Telekomchef Rudi Fischer soll über Briefkastenfirmen des
Lobbyisten Hochegger von Lieferanten kassiert haben. =
Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner
heute erscheinenden Ausgabe neue Ermittlungsakten aus der
Telekomaffäre. Es geht dabei um Zahlungen des Telekom-Lieferanten
Huawei, die über ein aus der Buwog-Affäre bekanntes Firmenkonstrukt
liefen. Rund die Hälfte des Geldes soll letztlich beim damaligen
Telekom-Chef Rudolf Fischer gelandet sein.
Die Firma Huawei Limited schloss demnach einen Vertrag mit der
zypriotischen Firma Astropolis, die dem damals für die Telekom
tätigen Lobbyisten Peter Hochegger zuzurechnen ist. Für alle
Einkäufe, die die Telekom bei Huawei tätigte, flossen zehn Prozent
der Summe an die Astropolis. Von dort flossen im konkret aufgerollten
Fall laut Sachverständigengutachten 77 Prozent der Summe weiter an
die ebenfalls aus der Buwog-Affäre bekannte Firma Omega LCC. Vom
Konto der Omega LCC bei der Hypo Investmentbank Liechtenstein wurden
dann 173.900 Euro bar behoben und am selben Tag in selber Höhe auf
das Konto der Whitestone Holdings Limited einbezahlt.
Wirtschaftlich berechtigter der auf St. Vincent und den Grenadinen
gegründeten Whitestone Holdings Limited ist wiederum der damalige
Telekom-Vorstand Rudolf Fischer. Im vorliegenden Fall landeten laut
Gutachten knapp 50 Prozent der von Huawei bezahlten Summe letztlich
bei Fischer.
Aus NEWS vorliegenden Schreiben von Fischers Liechtensteiner
Anwälten geht zudem hervor, dass bei der Whitestone in Summe ein
Vermögen von fünf Millionen Euro "entstanden" ist. Allerdings
argumentieren Fischers Anwälte, dass das Geld aus früheren und
legalen Tätigkeiten Fischers stamme.
Im Juni 2010 wurden die Vermögenswerte der Whitestone an eine
Crane S.A. übertragen, deren Vermögenswerte dann an die EFG Bank in
Singapur überwiesen wurden. In einem internen Bankbericht heißt es
dazu, dass der Kunde Rudolf Fischer "mehr Vertrauen in das
Bankgeheimnis von Singapur" habe.
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