• 19.03.2014, 12:19:41
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  • OTS0164 OTW0164

Das ärztliche Gespräch ist durch nichts zu ersetzen

Die Politik ist für Probleme beim Mammascreening verantwortlich, nicht die Ärzteschaft

Utl.: Die Politik ist für Probleme beim Mammascreening
verantwortlich, nicht die Ärzteschaft =

Wien (OTS) - "Wir sind nicht verwundert, dass das
Mammografie-Screening-Programm so wenig Resonanz erfährt", meint Dr.
Christoph Reisner, MSc, Präsident der NÖ Ärztekammer. "Wenn ich als
Patient einen "Werbebrief" einer anonymen Institution bekommen würde,
dann würde mich dieser bei gesundheitlichen Fragen sicherlich nicht
so ansprechen, wie der direkte Kontakt zur Ärztin bzw. zum Arzt
meines Vertrauens." Aus den Erfahrungen mit der Vorsorgeuntersuchung
hätte man schon viel lernen können. "Mit einer anonymen Massensendung
ohne Bezug auf die individuellen Bedürfnisse und Probleme erreicht
man einfach die Zielgruppe nicht."

Entbehrlich ist aus seiner Sicht jedoch der übliche Aufschrei des
so genannten Patientenanwalts, der in diesem Zusammenhang wieder
einmal reflexartig die Ärzteschaft für etwas verantwortlich macht,
was ausschließlich durch Politikversagen zustande gekommen ist. "Das
ärztliche Gespräch ist durch nichts zu ersetzen, dass sollte einem
Patientenanwalt auch bekannt sein. Wenn jedoch die Meinung der
Ärztinnen und Ärzte bei immer mehr "Reformen" nicht gefragt ist und
daher auch nicht einfließt, braucht man sich auch nicht zu wundern,
wenn immer weniger so funktioniert, wie es sich die Verantwortlichen
vorstellen", so der Ärztekammerpräsident. "Daher, Herr Dr. Bachinger:
Wenden Sie sich als offizieller Patientenvertreter bei bestehenden
Missständen bitte an diejenigen, welche diese verursacht haben. Und
nicht pauschal an die ebenfalls von den Missständen betroffene
Ärzteschaft!"

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AEN

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