Landesregierung beschließt Förderpaket für Forschungsland: Tirol schafft Zukunft für seine NachwuchswissenschaftlerInnen

Innsbruck (OTS) - Ein Zukunftspaket hat die Landesregierung heute, Dienstag, auf Antrag von LH Günther Platter und Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg für den Forschungsstandort Tirol beschlossen. "Schon heuer werden die Mittel des Tiroler Wissenschaftsfonds von bisher 800.000 auf insgesamt vier Millionen Euro jährlich verfünffacht", berichtet LH Platter. "Rund drei Millionen Euro Forschungsgelder davon fließen in die heute beschlossene Kooperation des Landes mit dem Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) des Bundes, der Tiroler Projekte über das bisherige Maß hinaus mitfinanzieren wird", ergänzt LR Tilg. Daraus ergibt sich für das Forschungsland Tirol ein Gesamtfördervolumen des Landes und Bundes von bis zu maximal sieben Millionen Euro jährlich durch Aufstockung dieser Landesmittel aus Mitteln der Nationalstiftung.

Wissenschaftskarriere in Tirol möglich machen

Für LH Platter ist das bestens angelegtes Geld, um einem "Brain-Drain" im Sinne der Abwanderung von Intelligenz entgegenzuwirken: "Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden in ihren Karrieren in Tirol unterstützt, das stärkt die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes und somit seine Zukunftsfähigkeit nachhaltig." LR Tilg weiter: "Heute hat die Landesregierung eine österreichweit einzigartige Entscheidung zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der wissenschaftlichen Forschung in Tirol getroffen sowie für die jüngeren Forscherinnen und Forscher eine echte Perspektive in Tirol geschaffen."

Wissenschaftlicher Beirat entscheidet

Ein wissenschaftlicher Beirat unter der Präsidentschaft des Landeshauptmannes wird entscheiden, welche Projekte unterstützt werden. Diesem Gremium gehören auch LHStv Ingrid Felipe und Wissenschaftslandesrat Tilg als Vorsitzender an. Ebenso sind darin Tilmann Märk, Rektor der Universität Innsbruck, sowie Helga Fritsch als Rektorin der Medizinischen Universität Innsbruck vertreten. Weitere Mitglieder sind MED-EL-Unternehmerin Ingeborg Hochmair-Desoyer, Christian Keuschnigg, Direktor des Instituts für Höhere Studien (IHS) in Wien, und Bernhard Tschofen, Anthropologie-Professor der Universität Zürich. Es ist auch gelungen, renommierte Forscherpersönlichkeiten als Ersatzmitglieder für den wissenschaftlichen Beirat zu gewinnen: Friedrich Roithmayr, Vizerektor der Universität Linz, Heidi Möller, Psychologie-Professorin der Universität Kassel und Oswald Panagl, früherer Linguistik-Professor der Universität Salzburg. Beiratsmitglied LHStvin Felipe: "Ich freue mich sehr, dass die Tiroler Forschungslandschaft so bunter und reicher wird, denn ein zweites Standbein neben dem Tourismus ist wichtig für den heimischen Arbeitsmarkt und für die Tiroler Natur."

Die internationale Begutachtung der eingereichten Forschungsanträge, der Abschluss der Förderverträge und die Abrechnung der Forschungsprojekte erfolgen durch den FWF und nach den Richtlinien des FWF, was für das Land eine Verwaltungsvereinfachung bedeutet. Die Auswahl der vom FWF für förderwürdig eingestuften Projekte (A-Projekte: Exzellent und sehr gut begutachtete Projekte, B-Projekte: sehr gut begutachtete Projekte) zur Förderung im Rahmen dieses Förderpaktes erfolgt durch den wissenschaftlichen Beirat. Die Kofinanzierungen des Landes werden in Übereinstimmung mit dem Fördertransparenzgesetz im Jahresbericht des FWF veröffentlicht.

Weitere Statements:

Alan Scott, FWF-Vizepräsident: "Wenn der FWF ins Spiel kommt, geht es zunächst um Qualität in der Forschung. Es geht aber auch um Standortpolitik: Gemeinsam können wir den besten Köpfen vor Ort eine Perspektive bieten und neue Talente anziehen, um hier Innovationen voranzutreiben."

Dorothea Sturn, FWF-Geschäftsführerin: "Wir freuen uns sehr, dass wir im Zusammenwirken von Land Tirol und FWF einen beispielgebenden Mehrwert erzielen können. Mit den Qualitätssignalen des FWF kann die Landesregierung gezielt die Tiroler Forschungsstrategie stärken und der FWF sieht sein Ziel, mehr hochkarätige Forschung auf den Weg zu bringen, erreicht."

Tilmann Märk, Rektor Universität Innsbruck: "Um es mit einem Exzellenzfeld der Universität Innsbruck zu sagen: Der neue Tiroler Wissenschaftsfonds ist ein Quantensprung in der Tiroler Forschungsförderung. Mit dieser Aufstockung bekräftigt das Land Tirol einmal mehr den hohen Stellenwert, den die universitäre Forschung für die nachhaltige Entwicklung der Region einnimmt."

Helga Fritsch, Rektorin Medizinische Universität Innsbruck: "Mit dieser großzügigen Erweiterung unterstützt das Land den wissenschaftlichen Nachwuchs und auch junge forschende Ärztinnen und Ärzte. Diese Mittel erweitern die Rahmenbedingungen an der Medizinischen Universität, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu zu motivieren, in Tirol ihre wissenschaftliche Karriere fortzusetzen."

Fact-Box: Tiroler Wissenschaftsfonds

Der seit 2004 bestehende Wissenschaftsfonds des Landes wird 2014 von 800.000 Euro auf vier Millionen Euro jährliches Fördervolumen aufgestockt. Im vergangen Jahr wurden aus diesem Fonds 66 NachwuchswissenschaftlerInnen aller Disziplinen in ihrer Forschungsarbeit an den heimischen Hochschulen unterstützt.

2014 schließt das Land eine Kooperationsvereinbarung mit dem FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) des Bundes ab, was bis zu maximal sieben Millionen Euro Unterstützung für NachwuchswissenschaftlerInnen in Tirol durch Landes- und Bundesmittel bedeutet.

Diese Förderung geschieht zusätzlich zum schon bisherigen Engagement des FWF, dessen Fördermittel in Tirol im Jahr 2012 23 Millionen Euro ausmachten.

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Mag. Robert Schwarz
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