• 18.03.2014, 14:20:09
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Landesregierung beschließt Förderpaket für Forschungsland: Tirol schafft Zukunft für seine NachwuchswissenschaftlerInnen

Innsbruck (OTS) - Ein Zukunftspaket hat die Landesregierung heute,
Dienstag, auf Antrag von LH Günther Platter und
Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg für den Forschungsstandort Tirol
beschlossen. "Schon heuer werden die Mittel des Tiroler
Wissenschaftsfonds von bisher 800.000 auf insgesamt vier Millionen
Euro jährlich verfünffacht", berichtet LH Platter. "Rund drei
Millionen Euro Forschungsgelder davon fließen in die heute
beschlossene Kooperation des Landes mit dem Fonds zur Förderung der
wissenschaftlichen Forschung (FWF) des Bundes, der Tiroler Projekte
über das bisherige Maß hinaus mitfinanzieren wird", ergänzt LR Tilg.
Daraus ergibt sich für das Forschungsland Tirol ein
Gesamtfördervolumen des Landes und Bundes von bis zu maximal sieben
Millionen Euro jährlich durch Aufstockung dieser Landesmittel aus
Mitteln der Nationalstiftung.

Wissenschaftskarriere in Tirol möglich machen

Für LH Platter ist das bestens angelegtes Geld, um einem
"Brain-Drain" im Sinne der Abwanderung von Intelligenz
entgegenzuwirken: "Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
werden in ihren Karrieren in Tirol unterstützt, das stärkt die
wissenschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes und somit seine
Zukunftsfähigkeit nachhaltig." LR Tilg weiter: "Heute hat die
Landesregierung eine österreichweit einzigartige Entscheidung zur
Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der
wissenschaftlichen Forschung in Tirol getroffen sowie für die
jüngeren Forscherinnen und Forscher eine echte Perspektive in Tirol
geschaffen."

Wissenschaftlicher Beirat entscheidet

Ein wissenschaftlicher Beirat unter der Präsidentschaft des
Landeshauptmannes wird entscheiden, welche Projekte unterstützt
werden. Diesem Gremium gehören auch LHStv Ingrid Felipe und
Wissenschaftslandesrat Tilg als Vorsitzender an. Ebenso sind darin
Tilmann Märk, Rektor der Universität Innsbruck, sowie Helga Fritsch
als Rektorin der Medizinischen Universität Innsbruck vertreten.
Weitere Mitglieder sind MED-EL-Unternehmerin Ingeborg
Hochmair-Desoyer, Christian Keuschnigg, Direktor des Instituts für
Höhere Studien (IHS) in Wien, und Bernhard Tschofen,
Anthropologie-Professor der Universität Zürich. Es ist auch gelungen,
renommierte Forscherpersönlichkeiten als Ersatzmitglieder für den
wissenschaftlichen Beirat zu gewinnen: Friedrich Roithmayr,
Vizerektor der Universität Linz, Heidi Möller,
Psychologie-Professorin der Universität Kassel und Oswald Panagl,
früherer Linguistik-Professor der Universität Salzburg.
Beiratsmitglied LHStvin Felipe: "Ich freue mich sehr, dass die
Tiroler Forschungslandschaft so bunter und reicher wird, denn ein
zweites Standbein neben dem Tourismus ist wichtig für den heimischen
Arbeitsmarkt und für die Tiroler Natur."

Die internationale Begutachtung der eingereichten
Forschungsanträge, der Abschluss der Förderverträge und die
Abrechnung der Forschungsprojekte erfolgen durch den FWF und nach den
Richtlinien des FWF, was für das Land eine Verwaltungsvereinfachung
bedeutet. Die Auswahl der vom FWF für förderwürdig eingestuften
Projekte (A-Projekte: Exzellent und sehr gut begutachtete Projekte,
B-Projekte: sehr gut begutachtete Projekte) zur Förderung im Rahmen
dieses Förderpaktes erfolgt durch den wissenschaftlichen Beirat. Die
Kofinanzierungen des Landes werden in Übereinstimmung mit dem
Fördertransparenzgesetz im Jahresbericht des FWF veröffentlicht.

Weitere Statements:

Alan Scott, FWF-Vizepräsident: "Wenn der FWF ins Spiel kommt, geht
es zunächst um Qualität in der Forschung. Es geht aber auch um
Standortpolitik: Gemeinsam können wir den besten Köpfen vor Ort eine
Perspektive bieten und neue Talente anziehen, um hier Innovationen
voranzutreiben."

Dorothea Sturn, FWF-Geschäftsführerin: "Wir freuen uns sehr, dass
wir im Zusammenwirken von Land Tirol und FWF einen beispielgebenden
Mehrwert erzielen können. Mit den Qualitätssignalen des FWF kann die
Landesregierung gezielt die Tiroler Forschungsstrategie stärken und
der FWF sieht sein Ziel, mehr hochkarätige Forschung auf den Weg zu
bringen, erreicht."

Tilmann Märk, Rektor Universität Innsbruck: "Um es mit einem
Exzellenzfeld der Universität Innsbruck zu sagen: Der neue Tiroler
Wissenschaftsfonds ist ein Quantensprung in der Tiroler
Forschungsförderung. Mit dieser Aufstockung bekräftigt das Land Tirol
einmal mehr den hohen Stellenwert, den die universitäre Forschung für
die nachhaltige Entwicklung der Region einnimmt."

Helga Fritsch, Rektorin Medizinische Universität Innsbruck: "Mit
dieser großzügigen Erweiterung unterstützt das Land den
wissenschaftlichen Nachwuchs und auch junge forschende Ärztinnen und
Ärzte. Diese Mittel erweitern die Rahmenbedingungen an der
Medizinischen Universität, um junge Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler dazu zu motivieren, in Tirol ihre wissenschaftliche
Karriere fortzusetzen."

Fact-Box: Tiroler Wissenschaftsfonds

Der seit 2004 bestehende Wissenschaftsfonds des Landes wird 2014
von 800.000 Euro auf vier Millionen Euro jährliches Fördervolumen
aufgestockt. Im vergangen Jahr wurden aus diesem Fonds 66
NachwuchswissenschaftlerInnen aller Disziplinen in ihrer
Forschungsarbeit an den heimischen Hochschulen unterstützt.

2014 schließt das Land eine Kooperationsvereinbarung mit dem FWF
(Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) des Bundes ab,
was bis zu maximal sieben Millionen Euro Unterstützung für
NachwuchswissenschaftlerInnen in Tirol durch Landes- und Bundesmittel
bedeutet.

Diese Förderung geschieht zusätzlich zum schon bisherigen
Engagement des FWF, dessen Fördermittel in Tirol im Jahr 2012 23
Millionen Euro ausmachten.

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