- 18.03.2014, 12:50:43
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Tamandl: "Für rote Mehrheit ist Frauenförderung nur ein Lippenbekenntnis."
ÖAAB-FCG-Kritik zum "Equal Pay Day": Karenzzeiten werden in Kollektivverträgen vielfach ignoriert / FSG schmetterte Frauenförderung für bessere Frauen-Pension ab!
Utl.: ÖAAB-FCG-Kritik zum "Equal Pay Day": Karenzzeiten werden in
Kollektivverträgen vielfach ignoriert / FSG schmetterte
Frauenförderung für bessere Frauen-Pension ab! =
Wien (OTS/ÖAAB-FCG) - Der morgige "Equal Pay Day" dient dem Ziel, für
gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn zu bekommen. Der Grund: Immer
noch gibt es eine Einkommensschere zwischen Männern und Frauen. Die
Erwerbseinkommen der Frauen liegen deutlich unter denen ihrer
männlichen Kollegen. Und das nicht nur wegen Teilzeitjobs oder
minderer Beschäftigungen. Die Vorsitzende der ÖAAB-FCG-Fraktion
Gabriele Tamandl: "Eine unserer wesentlichen Forderungen gilt der
Einkommensgerechtigkeit für Männer und Frauen bei gleicher oder
ähnlicher Arbeit."
Dass dies immer noch nicht der Fall ist, liegt etwa auch in der
Tatsache, dass in vielen Kollektivverträgen - also im ureigenen
Bereich der Mitwirkung der Gewerkschaften - immer noch auf
Karenzzeiten von Frauen keine Rücksicht genommen wird. Tamandl: "Das
gilt für Gehaltsvorrückungen, Entgeltfortzahlungen im Krankenstand,
Kündigungsfristen, für Urlaubsausmaß und Abfertigung." Dass bei
Männern Zeiten des Militär- oder Zivildienstes sehr wohl angerechnet
werden, würde die Ungerechtigkeit sogar noch unterstreichen.
Dass die im AK-Wahlkampf vom FSG-Kandidaten Rudi Kaske fast schon
penetrant zitierte "Gerechtigkeit" in der roten Fraktion aber noch
immer keinen Einzug gehalten hat, zeigte erst kürzlich die Ablehnung
des ÖAAB-FCG-Antrages auf volle Anrechnung der
Kindererziehungszeiten auf die Pension. Er wurde durch die absolute
rote Mehrheit in der AK-Wien einfach und frauenfeindlich
abgeschmettert. Gabriele Tamandl: "Ein neuerlicher Beweis, dass
Frauenförderung beim FSG nur ein Lippenbekenntnis ist."
Dass die Schlechterstellung durch die Nichtanrechnung von
Karenzzeiten im gesamten Berufsleben nicht mehr aufgeholt werden
kann, ist mit ein Grund, warum Frauen immer noch ein geringeres
Einkommen als Männer haben und auch in der Pension benachteiligt
sind.
Für die Männer und Frauen der ÖAAB-FCG-Fraktion ist die gerechtere
Bewertung von Arbeit eine Grundsatzforderung, die schnellstens auch
im Regierungsprogramm umgesetzt werden soll, wie Tamandl abschließend
festhält.
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