Tamandl: "Für rote Mehrheit ist Frauenförderung nur ein Lippenbekenntnis."

ÖAAB-FCG-Kritik zum "Equal Pay Day": Karenzzeiten werden in Kollektivverträgen vielfach ignoriert / FSG schmetterte Frauenförderung für bessere Frauen-Pension ab!

Wien (OTS/ÖAAB-FCG) - Der morgige "Equal Pay Day" dient dem Ziel, für gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn zu bekommen. Der Grund: Immer noch gibt es eine Einkommensschere zwischen Männern und Frauen. Die Erwerbseinkommen der Frauen liegen deutlich unter denen ihrer männlichen Kollegen. Und das nicht nur wegen Teilzeitjobs oder minderer Beschäftigungen. Die Vorsitzende der ÖAAB-FCG-Fraktion Gabriele Tamandl: "Eine unserer wesentlichen Forderungen gilt der Einkommensgerechtigkeit für Männer und Frauen bei gleicher oder ähnlicher Arbeit."
Dass dies immer noch nicht der Fall ist, liegt etwa auch in der Tatsache, dass in vielen Kollektivverträgen - also im ureigenen Bereich der Mitwirkung der Gewerkschaften - immer noch auf Karenzzeiten von Frauen keine Rücksicht genommen wird. Tamandl: "Das gilt für Gehaltsvorrückungen, Entgeltfortzahlungen im Krankenstand, Kündigungsfristen, für Urlaubsausmaß und Abfertigung." Dass bei Männern Zeiten des Militär- oder Zivildienstes sehr wohl angerechnet werden, würde die Ungerechtigkeit sogar noch unterstreichen.
Dass die im AK-Wahlkampf vom FSG-Kandidaten Rudi Kaske fast schon penetrant zitierte "Gerechtigkeit" in der roten Fraktion aber noch immer keinen Einzug gehalten hat, zeigte erst kürzlich die Ablehnung des ÖAAB-FCG-Antrages auf volle Anrechnung der Kindererziehungszeiten auf die Pension. Er wurde durch die absolute rote Mehrheit in der AK-Wien einfach und frauenfeindlich abgeschmettert. Gabriele Tamandl: "Ein neuerlicher Beweis, dass Frauenförderung beim FSG nur ein Lippenbekenntnis ist."
Dass die Schlechterstellung durch die Nichtanrechnung von Karenzzeiten im gesamten Berufsleben nicht mehr aufgeholt werden kann, ist mit ein Grund, warum Frauen immer noch ein geringeres Einkommen als Männer haben und auch in der Pension benachteiligt sind.
Für die Männer und Frauen der ÖAAB-FCG-Fraktion ist die gerechtere Bewertung von Arbeit eine Grundsatzforderung, die schnellstens auch im Regierungsprogramm umgesetzt werden soll, wie Tamandl abschließend festhält.

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