- 15.03.2014, 13:00:31
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Heinisch-Hosek in ÖSTERREICH: "Tut mir auch leid, dass wir nicht an PISA teilnehmen können"
Die Bildungsministerin im großen "ÖSTERREICH am SONNTAG"-Interview über das Datenleck, die PISA-Tests und die Bundespräsidenten-Wahl
Utl.: Die Bildungsministerin im großen "ÖSTERREICH am
SONNTAG"-Interview über das Datenleck, die PISA-Tests und die
Bundespräsidenten-Wahl =
Wien (OTS) - Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) äußert
sich im großen "ÖSTERREICH am SONNTAG"-Interview erstmals ausführlich
zur aktuellen Debatte um das Datenleck und den Test-Stopp bei PISA &
Co. "Mir tut es auch leid, dass wir an PISA nicht teilnehmen können
und diese Zwangspause machen", so Heinisch-Hosek. Allerdings gebe es
keine weiteren Tests, "solange keine Datensicherheit herrscht". "Nach
all dem, was wir bis jetzt wissen, sieht es so aus, als ob es sich um
einen kriminellen Akt handelt. Nicht um einen Hack oder ein Leck.
Sondern dass offenbar jemand, eine Person, quasi mit einem Schlüssel
ausgestattet, die Türe zu den Daten geöffnet hat. Ich werde sicher
nicht den Fehler machen, weitere Testungen zuzulassen, bis hier nicht
geklärt ist, wer dahintersteckt", erklärt die Bildungsministerin.
Heinisch-Hosek kündigt an, dass "2017 wieder mit Vortestungen" für
PISA begonnen werden wird.
Bei ihren weiteren Plänen im Bildungsbereich will sie auf den
Koalitionspartner keine besondere Rücksicht nehmen: "Im
Regierungsprogramm steht, dass wir bis zur dritten Klasse Volksschule
jede Schule autonom entscheiden lassen, ob sie zur Benotung mit
Ziffern auch eine verbale Beurteilung stellt oder die Ziffernnoten
ersetzt. Vom Generalsekretär der ÖVP kam ja sofort ein Nein zum Aus
für Noten. Aber das steht im Regierungsprogramm, und das wird
umgesetzt. Und wir sind dabei, in den Oberstufen der AHS und in den
berufsbildenden Schulen das Wiederholen von ganzen Klassen
abzuschaffen."
Bei der kommenden Bundespräsidenten-Wahl tritt Heinisch-Hosek für
eine Frau als Kandidatin ein und bringt Nationalratspräsidentin
Barbara Prammer ins Spiel: "Ich möchte sagen, dass es in Österreich
eine Nationalratspräsidentin gibt, die ich sehr schätze. Es gibt also
Einserfrauen, die sich für das Amt finden würden und das auch machen
würden. Man muss hier sehr sorgsam damit umgehen, wer nominiert wird.
Ich bin hier jedenfalls auf der Seite der Frauen."
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