Heinisch-Hosek in ÖSTERREICH: "Tut mir auch leid, dass wir nicht an PISA teilnehmen können"

Die Bildungsministerin im großen "ÖSTERREICH am SONNTAG"-Interview über das Datenleck, die PISA-Tests und die Bundespräsidenten-Wahl

Wien (OTS) - Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) äußert sich im großen "ÖSTERREICH am SONNTAG"-Interview erstmals ausführlich zur aktuellen Debatte um das Datenleck und den Test-Stopp bei PISA & Co. "Mir tut es auch leid, dass wir an PISA nicht teilnehmen können und diese Zwangspause machen", so Heinisch-Hosek. Allerdings gebe es keine weiteren Tests, "solange keine Datensicherheit herrscht". "Nach all dem, was wir bis jetzt wissen, sieht es so aus, als ob es sich um einen kriminellen Akt handelt. Nicht um einen Hack oder ein Leck. Sondern dass offenbar jemand, eine Person, quasi mit einem Schlüssel ausgestattet, die Türe zu den Daten geöffnet hat. Ich werde sicher nicht den Fehler machen, weitere Testungen zuzulassen, bis hier nicht geklärt ist, wer dahintersteckt", erklärt die Bildungsministerin. Heinisch-Hosek kündigt an, dass "2017 wieder mit Vortestungen" für PISA begonnen werden wird.

Bei ihren weiteren Plänen im Bildungsbereich will sie auf den Koalitionspartner keine besondere Rücksicht nehmen: "Im Regierungsprogramm steht, dass wir bis zur dritten Klasse Volksschule jede Schule autonom entscheiden lassen, ob sie zur Benotung mit Ziffern auch eine verbale Beurteilung stellt oder die Ziffernnoten ersetzt. Vom Generalsekretär der ÖVP kam ja sofort ein Nein zum Aus für Noten. Aber das steht im Regierungsprogramm, und das wird umgesetzt. Und wir sind dabei, in den Oberstufen der AHS und in den berufsbildenden Schulen das Wiederholen von ganzen Klassen abzuschaffen."

Bei der kommenden Bundespräsidenten-Wahl tritt Heinisch-Hosek für eine Frau als Kandidatin ein und bringt Nationalratspräsidentin Barbara Prammer ins Spiel: "Ich möchte sagen, dass es in Österreich eine Nationalratspräsidentin gibt, die ich sehr schätze. Es gibt also Einserfrauen, die sich für das Amt finden würden und das auch machen würden. Man muss hier sehr sorgsam damit umgehen, wer nominiert wird. Ich bin hier jedenfalls auf der Seite der Frauen."

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0001