• 14.03.2014, 11:14:58
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Behindertenverbände wollen Selbstvertreter im ORF-Publikumsrat

Präsident Voget fordert klares Bekenntnis zur UN-Konvention

Utl.: Präsident Voget fordert klares Bekenntnis zur UN-Konvention =

Wien (OTS) - Am Montag endet die Nominierungsfrist für den
ORF-Publikumsrat. Die ÖAR, Dachverband der Behindertenverbände mit
72 Mitgliedsvereinen, die mehr als 400.000 Menschen repräsentieren,
wird fristgerecht einen Vorschlag an das Bundeskanzleramt
übermitteln: "Ich gehe davon aus", so ÖZIV Präsident Dr. Klaus Voget,
"dass sich die Zuständigen dort ihrer Verantwortung bewusst sind und
diesmal die SelbstvertreterInnen zum Zug kommen. Alles andere wäre
ein klarer Verstoß gegen die UN-Konvention über die Rechte von
Menschen mit Behinderungen!"

"Die Interessen der älteren Generation werden in diesem Gremium
auch durch ältere Menschen vertreten, die der jungen Menschen durch
junge. Also ist es doch auch völlig klar, dass die Anliegen
behinderter Menschen von SelbstvertreterInnen transportiert werden
sollen", wundert sich Voget, der gleichzeitig auch Präsident der ÖAR
ist, dass derzeit zwei nicht-behinderte Personen diese Aufgabe im
ORF-Publikumsrat wahrnehmen. "Das muss sich in der nächsten
Funktionsperiode ändern!" macht Voget klar und nennt auch einen
Kandidaten, der aus seiner Sicht für diese Aufgabe besonders
prädestiniert ist: "Der Journalist und Rollstuhlbenutzer Mag. Manfred
Fischer ist seit Jahren ein engagierter Kämpfer für die Rechte
behinderter Menschen. Eine nicht diskriminierende Sprache und
Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen ist ihm ein
besonderes Anliegen." Er ist deshalb auch in der
Journalistenausbildung tätig und unter anderem Mitglied in der Jury
des ÖZIV Medienpreises.

"Wir anerkennen die Bemühungen des ORF, Sendungen durch
Untertitelung, akustische Bildbeschreibung und den Einsatz von
Gebärdendolmetschern auch für behinderte Menschen nutzbar zu machen",
so der ÖZIV Präsident. Aber bei der Berichterstattung über und vor
allem von Menschen mit Behinderungen gäbe es noch großen
Aufholbedarf: "Das Behindertensportmagazin 'Ohne Grenzen' ist hier
zweifellos ein großer Fortschritt, eine sehr gut gemachte Sendung mit
sehr engagiertem Team. Aber wir wünschen uns im Sinne der Inklusion
ganz klar auch behinderte MitarbeiterInnen in anderen Sendungen des
ORF. Warum soll zum Beispiel nicht eine Rollstuhlbenutzerin die ZIB
moderieren?" regt Voget an.

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