- 13.03.2014, 17:20:01
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IMP präsentiert Wachstumsstudie im management club

Wien (OTS) - Wie funktioniert Wachstum und welche Logiken stecken
dahinter? IMP (Innovative Management Partner) untersuchte in
Kooperation mit der Industriellenvereinigung und dem management club
die Wachstumsraten von Unternehmen in Deutschland, Österreich und der
Schweiz. Die Studie über Wachstumserfolge, -bremsen und -dynamiken
wurde am 11. März 2014 präsentiert.
"Wachstum wird weitgehend außerhalb Europas stattfinden und die
Bedeutung, die Europa in diesem weltweiten Wirtschaftssystem hat,
wird massiv zurückgehen", so Alexander Kausl, Mitverfasser der
Studie. 2011 hat Europa 17 Prozent des globalen BIP gestellt, im Jahr
2060 werden es nur mehr 9 Prozent sein - Unterschiedliche globale
Rahmenbedingungen reduzieren die Wettbewerbsfähigkeit Europas. Kausl
sieht für Europa die einzige Chance in der Innovation. Doch auch die
Innovationskraft Europas und der Industrie gerät zusehends unter
Druck: "Wenn man die neu entstehenden Märkte betrachtet, reicht es
nicht zu sagen, dass wir innovativ sind", so Kausl. Müssen
Unternehmen die Qualität laufend verbessern und gleichzeitig den
Preis senken, bringt sie das in eine Abwärtsspirale, aus der man mit
Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen allein nicht mehr
rauskommt.
Die Studie untersuchte, was erfolgreiche Unternehmen anders machen
und welche Faktoren zu Wachstumsbremsen werden. In Österreich
stagnieren bzw. schrumpfen bereits 23 Prozent der Unternehmen, 50
Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie bis zu fünf Prozent
wachsen - Wenn also Wachstum stattfindet, dann nicht mehr im großen
Ausmaß, das geschieht in den Schwellenländern. Strategisch am
bedeutsamsten ist für österreichische Unternehmen nach wie vor
Wachstum im Kernmarkt.
Generell setzen Top-Performer signifikant stärker auf den Eintritt
in neue Problemlösungsfelder auf Basis von bestehenden Kompetenzen
und haben weit größere Innovationsraten als der Durchschnitt. Bei den
sogenannten Hidden Champions, den heimlichen Weltmarktführern, tragen
neue Produkte (die jünger als fünf Jahre sind) zu 75 bis 80 Prozent
zum Gesamtumsatz bei. Über die letzten 20 Jahre hat sich aber auch
das Innovationsverhalten verändert: Waren in den 1990er Jahren noch
60 Prozent sogenannte echte Produktinnovationen und 40 Prozent
leichte Weiterentwicklungen von bestehenden Punkten, so hat sich
heute dieses Verhältnis genau umgekehrt.
Allerdings werden Produkte oft auch "over-engineered" und einfache
Lösungen dadurch übersehen. Durch den Druck, sich schneller und
besser weiterzuentwickeln als die Konkurrenz, öffnet sich der Markt
für andere Teilnehmer, die ein ähnliches Produkt mit geringerer
Qualität oder weniger Funktionen, anbietet. Genau das ist aber auch
die Chance für kleinere Unternehmen, die sich auf spezielle
Kundenanforderungen in einer Nische konzentrieren und in diese
frühzeitig investieren.
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