Grundsatzeinigung zur Ländlichen Entwicklung: Investförderung startet in Kürze

Bauernbundpräsidium und Landesagrar-Referenten stellen gemeinsam mit Bundesminister Rupprechter die Weichen für die nationale Umsetzung der Agrarreform

Wien (OTS) - Beim heutigen erweiterten Bauernbundpräsidium wurde eine Grundsatzeinigung über die Ausgestaltung der nationalen Maßnahmen zur Agrarreform erzielt. An der Sitzung haben neben den Bauernbundobleuten auch die Kammerpräsidenten und die Landesagrar-Referenten teilgenommen.

Damit können bereits ab kommender Woche wieder Anträge für Investitionsförderungen gestellt werden. Das ist mit der EU-Kommission abgestimmt.

Die Länder bekommen die Möglichkeit im Bereich der Ländlichen Entwicklung in Form von Top-Ups zu den nationalen Maßnahmen zusätzliche Anreize zu schaffen und damit mögliche Härten für die bäuerlichen Familien abzufedern.

2015 werden die Auswirkungen der Agrarreform evaluiert. Ein Verlustkorridor für die Zahlungen der 1. und 2. Säule soll negative Auswirkungen für die Bauern begrenzen.

Bundesminister Andrä Rupprechter: "Mit dieser Grundsatzeinigung bieten wir den Bäuerinnen und Bauern für die nächsten sieben Jahre die Sicherheit, dass sie weiterhin den Weg der nachhaltigen, produzierenden Landwirtschaft gehen können. Ihre vielfältigen Leistungen werden sich damit weiterhin lohnen. Unsere Betriebe müssen profitabel wirtschaften können und ihre Leistungen angemessen honoriert werden. Die Länder Top-Ups eröffnen Chancen für die Regionen, eigene Impulse zu setzen und die Zukunft der Landwirtschaft und des Ländlichen Raums aktiv mitzugestalten."

Bauernbund-Präsident Jakob Auer zeigt sich zufrieden mit der heutigen Bauernbund-Einigung: "Für mich ist es ein positiver Tag, weil junge und investitionsfreudige Landwirte jetzt mit dem frischen Geld der Investförderung losstarten können. Damit erfüllt der Bauernbund ein ganz zentrales Wahlversprechen. Die Lücke, die sich kurzfristig im Investitionsprogramm aufgetan hat, wird geschlossen. Höfe, die modernisieren und investieren wollen, müssen wir in ihrem Investitionsbedarf unterstützen", kommentiert Auer. Er rechnet damit, dass in den kommenden zwei Jahren rund 5,5 Mrd. Euro von der Landwirtschaft investiert werden.

Für die weiteren Verhandlungen um die nationale Ausgestaltung der Agrarreform ist der Bauernbund-Präsident optimistisch: "Wir haben heute versucht, das Bestmögliche zu erreichen", zeigt sich Auer zufrieden, dass die strategische Ausrichtung für die kommende Finanzperiode abgesichert werden konnte.

Auch der Minister ist zuversichtlich, dass bereits in den nächsten Wochen alle Details des Pakets präsentiert werden können. Mit der im Regierungsprogramm festgelegten Kofinanzierung 50:50 sei trotz der angespannten Budgetsituation die Zukunft der heimischen Bauern abgesichert. Rupprechter: "Das Programm unterstützt nicht nur die Bauern, sondern den gesamten Ländlichen Raum, zum Beispiel über Leader und die Förderungen für Projekte im Bereich sozialer Dienstleistungen."

Für den Präsidenten der LK Österreich, Hermann Schultes, ist die heutige Entscheidung die Basis, um den Bauern regional wirksame Programme anbieten zu können. "Sie sind geeignet, die speziellen Chancen der Regionen in den Markt zu bringen und die benachteiligten Gebiete in der Produktion zu halten. Die biologische Landwirtschaft wird durch eine neue qualitative Ausrichtung gestärkt."

Andreas Liegenfeld, Vorsitzender der Landesagrarreferenten, betont:
"Zentral bei dem Paket ist vor allem die Stärkung des Ländlichen Raumes über den Hebel der Investförderung, der Dorferneuerung oder über Leader." Insgesamt seien die Programme der Ländlichen Entwicklungen ein "Konjunkturmotor für Länder und Gemeinden". Nicht von ungefähr habe es unter den Landesräten, die das Paket vorbereitet und heute mitverhandelt haben, "einen konstruktiven Geist gegeben, der zu dieser grundsätzlichen Einigung geführt hat."

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