- 13.03.2014, 13:46:40
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Rund 140 Millionen Euro für Bahn-Infrastruktur in NÖ
LH Pröll: "Größtes Interesse, Attraktivität des Öffentlichen Verkehrs weiter zu erhöhen"
Utl.: LH Pröll: "Größtes Interesse, Attraktivität des Öffentlichen
Verkehrs weiter zu erhöhen" =
St. Pölten (OTS/NLK) - Rund 140 Millionen Euro werden in den weiteren
Ausbau der Bahn-Infrastruktur in Niederösterreich investiert. So
sollen 16 Bahnhöfe modernisiert, das Park and Ride - Angebot
erweitert und Regionalbahnstrecken attraktiviert werden. Eine
entsprechende Vereinbarung haben heute Landeshauptmann Dr. Erwin
Pröll, Bundesministerin Doris Bures, ÖBB-Vorstandsvorsitzender Mag.
Christian Kern und Landesrat Mag. Karl Wilfing im NÖ Landhaus in St.
Pölten unterzeichnet.
Bereits im Februar 2009 haben sich Bund und Land auf ein
Investitionspaket von insgesamt 120 Millionen Euro zur Umgestaltung
von 18 Bahnhöfen in Niederösterreich geeinigt. Von diesen 18
Bahnhöfen seien mittlerweile 13 modernisiert worden, die restlichen
fünf würden noch heuer fertiggestellt werden, informierte
Landeshauptmann Pröll zunächst.
Nun sei es darum gegangen, "frühzeitig den nächsten Schritt zu
planen", so Pröll: "Darum erfolgt heute der Start für ein weiteres
Investitionsprogramm." Demnach werden bis zum Jahr 2018 an weiteren
16 Bahnhöfen in Niederösterreich bauliche Maßnahmen vorgenommen:
Hollabrunn, Klosterneuburg-Kierling, Unter-Kritzendorf, Amstetten,
Gmünd, Scheibbs, Hadersdorf, Pöchlarn, St. Andrä-Wördern, Waidhofen
an der Ybbs, Bruck, Leobersdorf, Neunkirchen, Fischamend, Tulln und
Spillern.
Im Bereich der Park and Ride-Stellplätze gibt es derzeit rund
30.000 Pkw- und 23.000 Zweirad-Stellplätze in Niederösterreich, bis
2017 sollen an 29 Bahnhöfen neue Stellplätze hinzukommen. Die
Gesamtkosten dafür betragen rund 36 Millionen Euro, davon werden 13,6
Millionen Euro durch das Land Niederösterreich getragen. Zur
Attraktivierung der Regionalbahnstrecken werde eine Arbeitsgruppe
eingerichtet, die für die Erlauftalbahn, die Traisentalbahn, die
Kamptalbahn und die Puchberger Bahn Angebotskonzepte, etwa im Blick
auf Taktintervalle und Beschleunigung des Bahnverkehrs, erarbeiten
soll.
"Wir haben größtes Interesse daran, dass im Sinne unserer
Pendlerinnen und Pendler die Attraktivität des Öffentlichen Verkehrs
erhöht wird", betonte Landeshauptmann Pröll: "Denn dort, wo das
Angebot stimmt, dort sind auch die Menschen bereit, das Angebot
anzunehmen." Das zeige sich auch daran, dass der Anteil der Pendler
im VOR in den letzten zehn Jahren um 30 Prozent gestiegen sei, so
Pröll.
Das Gesamtpaket in Summe von rund 140 Millionen Euro sei aber auch
ein wichtiger "wirtschaftspolitischer Faktor", der Aufträge für die
regionale Wirtschaft bringe, betonte der Landeshauptmann, der das
zwischen Bund und Land vereinbarte Paket auch als "positives Beispiel
dafür, wie sinnvoll der Föderalismus ist", bezeichnete. Darüber
hinaus sei dieses Investitionspaket "der beste Beweis dafür, dass das
Geld der Steuerzahler in ihrem Interesse gut investiert wird".
Das gemeinsame Ziel sei, "noch mehr Menschen auf die Bahn zu
bringen und sie sicher und umweltfreundlich zu transportieren",
meinte Bundesministerin Bures in ihrer Stellungnahme. Das heute
unterzeichnete Investitionspaket umfasse "Maßnahmen, die dazu führen,
die Bahn noch attraktiver zu machen", so Bures, die diesbezüglich
betonte: "Ein sehr hohes Investitionsvolumen aus den
Konjunkturpaketen fließt nach Niederösterreich."
"Niederösterreich ist das Bahnland Nummer eins in Österreich",
sagte ÖBB-Vorstandsvorsitzender Kern in seiner Stellungnahme: "Es ist
unsere Verpflichtung, diesen Status weiter auszubauen." Darum werde
man "die Qualitätsoffensive vehement fortsetzen" und wolle "den
Kundenkomfort weiter verbessern, die Sicherheit und die
Streckenqualität weiter verbessern und noch mehr Umsteiger gewinnen",
so Kern.
Niederösterreich biete pro Jahr 24,5 Millionen Zugkilometer und 45
Millionen Buskilometer, darüber hinaus gebe es mehr Park and
Ride-Stellplätze als in allen anderen Bundesländern zusammen,
informierte Landesrat Wilfing. Ab dem nächsten Jahr werden 35 neue
Triebgarnituren in Niederösterreich zum Einsatz kommen, berichtete
er.
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