- 12.03.2014, 11:30:31
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Verleihung des 13. Ö3-Verkehrsawards mit einem Jubiläum: 20 Jahre Ö3ver
Ö3ver des Jahres kommt aus der Steiermark
Utl.: Ö3ver des Jahres kommt aus der Steiermark =
Wien (OTS) - Bei der heutigen Verleihung zum 13. Ö3-Verkehrsaward
wurde ein Jubiläum gefeiert: 20 Jahre Ö3ver. Waren es im
Gründungsjahr 1994 nur ein paar hundert Ö3verinnen und Ö3ver, so sind
es heute schon 31.000. In Summe sind sie pro Jahr 300 Millionen
Kilometer kreuz und quer durch Österreich unterwegs. Bei der
Verleihung zum Ö3-Verkehrsaward von Hitradio Ö3 und dem
Innenministerium wurden neben den Ö3vern zusätzlich auch noch all
jene ausgezeichnet, die täglich einen Beitrag zur Verkehrssicherheit
auf Österreichs Straßen leisten: Polizei, Rettung, Feuerwehr,
Straßenmeistereien und Öffentlicher Verkehr. Der Titel "Ö3ver des
Jahres" ging heuer an Dr. Paul Feichtinger aus Graz.
Seit 36 Jahren liefert der Ö3-Verkehrsservice erfolgreich den
Überblick über Österreichs Straßen. 1.200.000 - so viele
Verkehrsmeldungen gehen jährlich "on air". Täglich gibt es rund um
die Uhr 48 Fixeinstiege mit einem Gesamtüberblick zur vollen und zur
halben Stunde, in dringenden Fällen (etwa bei Geisterfahrern)
informiert Ö3 auch zwischendurch. 24 Stunden am Tag - rund um die
Uhr, das ganze Jahr, informiert Ö3 über die aktuelle
Verkehrssituation in Österreich und im benachbarten Ausland. Nur die
enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ermöglicht dabei ein hohes
Ausmaß an Verkehrssicherheit.
Seit 2002 wird der Ö3-Verkehrsaward in sechs Kategorien verliehen.
Überreicht wurden die Auszeichnungen heute von Innenministerin Mag.a
Johanna Mikl-Leitner, ORF-Radiodirektor Mag. Karl Amon und
Ö3-Senderchef Georg Spatt.
"Der Ö3-Verkehrsaward ist ein Zeichen der Anerkennung und
Wertschätzung für all jene, die sich ehrenamtlich oder berufsbedingt
für die Sicherheit auf Österreichs Straßen einsetzen. Die
Ö3-Verkehrsredaktion, die Blaulichtorganisationen, der Öffentliche
Verkehr, die Straßenmeisterei und die Ö3verinnen und Ö3ver leisten
durch ihr perfektes Zusammenspiel einen wichtigen Beitrag, um
Österreichs Straßen noch sicherer zu machen", sagte Innenministerin
Mag.a Johanna Mikl-Leitner.
"Verlässliche Verkehrsinformation ist nicht nur eine Kernaufgabe von
Ö3, sondern eines der relevantesten Programmelemente für die
Ö3-Hörerinnen und Ö3-Hörer. Polizei, Rettung, Feuerwehr,
Straßenmeistereien, Öffentlicher Verkehr und die Ö3verinnen und Ö3ver
kooperieren seit vielen Jahren mit Ö3. Sie alle haben ein Ziel: mehr
Sicherheit und Zuverlässigkeit auf Österreichs Straßen.", führt
ORF-Radiodirektor Mag. Karl Amon weiter aus.
Ö3-Senderchef Georg Spatt ergänzte: "Jede Verkehrsmeldung ist ein
kleines Mosaiksteinchen in dem großen Bild, das Verkehrssicherheit
heißt. Jährlich bitten wir die "Helden der Straße" vor den Vorhang
und zeichnen all jene aus, die mithelfen, verlässliche, genaue und
aktuelle Verkehrsinformation auf Sendung zu bringen. Der
Ö3-Verkehrsaward ist so etwas wie der Oscar für ehrenamtliche
Verkehrsinformation in Österreich. Stolz sind wir auf die gute
Zusammenarbeit mit den Blaulichtorganisationen, Straßenmeistereien
und dem Öffentlichen Verkehr. Heuer - zum Jubiläum - gebührt unser
Dank vor allem den rund 31.000 Ö3verinnen und Ö3vern. Ihnen entgeht
keine Verkehrsbehinderung und dies garantiert uns ein Optimum an
Verkehrssicherheit im 'schnellsten Verkehrsservice Österreichs'."
Thomas Ruthner, Leiter der Ö3-Verkehrsredaktion, präsentierte im
Rahmen der Veranstaltung Details zur neuen Ö3ver App. Mit ein paar
wenigen Klicks können Ö3verinnen und Ö3ver in Kürze mit ihrem
Smartphone direkt eine Meldung an die Verkehrsredaktion schicken. Bei
Ö3 werden diese Meldungen automatisiert selektiert und in den
Meldungsbestand eingearbeitet.
Der "13. Ö3-Verkehrsaward" - die Preisträger
Kategorie: Ö3ver des Jahres
Preisträger: Dr. Paul Feichtinger aus Graz (Steiermark)
4. September, kurz nach 18.30 Uhr: Der Abendverkehr hat sich bereits
beruhigt, plötzlich kommt der Verkehr im Wechselabschnitt auf der A2
Richtung Wien zum Stillstand. Erstmelder ist ein Ö3ver, der nicht nur
den Stau meldet - sondern auch seine Hilfe anbietet.
Die Ö3-Verkehrsredaktion nimmt sofort Kontakt mit dem
Landespolizeikommando Steiermark auf und erfährt: Nach ersten
Informationen ist ein Unfall mit einem PKW passiert, es gibt mehrere
Verletzte. Auch ist ein Rettungshubschrauber angefordert, die A2 ist
seit wenigen Minuten gesperrt.
Als die Beamten an der Unfallstelle per Funk vom Arzt im Stau
erfahren, setzen sie sich sofort mit dem Ö3ver, Doktor Feichtinger,
in Verbindung und ersuchen diesen, durch die Rettungsgasse nach vor
zur Unfallstelle zu fahren. Dr. Feichtinger trifft als erster Arzt an
der Unfallstelle auf mehrere beteiligte Personen und diagnostiziert
glücklicherweise vergleichsweise harmlose Verletzungen. Dr.
Feichtinger versorgt Schnittwunden und andere leichtere Blessuren.
Der Rettungshubschrauber kann auf Anraten des Arztes abbestellt
werden. Aber auch bei lebensbedrohlichen Verletzungen wäre Dr.
Feichtinger nur wenige Minuten nach dem Unfall zur Stelle gewesen und
hätte möglicherweise Leben retten können. Ein Beispiel für das
ausgezeichnete Zusammenspiel zwischen einem besonders engagierten
Ö3ver, der Polizei und der Ö3-Verkehrsredaktion.
Kategorie: Polizei
Preisträger: Wiener Verkehrsleitzentrale und die MOT - die
motorisierte Verkehrsgruppe
Sie tragen zwar schon lange keine grauen Uniformen und weißen Mützen
mehr, der Name ist aber geblieben: Die Weißen Mäuse. Ob Sperrkreise
bei Alarmfahndungen, Eskorte bei Staatsbesuchen, Begleitung von
Demonstrationen, Veranstaltungen wie der Wienmarathon und vor allem
bei Unfällen - sie sind meistens die Ersten vor Ort: Die "Weißen
Mäuse" - die Wiener Motorradpolizei.
Bei 12.000 Einsätzen pro Jahr sind 120 speziell geschulte Beamte mit
ihren Zweirädern in der Bundeshauptstadt unterwegs. Mit insgesamt 47
Blaulichtmotorrädern und Zivilstreifenmaschinen sind sie schnell zur
Stelle. Zuverlässig melden die Beamten der MOT - der motorisierten
Verkehrsgruppe - jede Behinderung an die Verkehrsleitzentrale - und
somit auch an die Ö3-Verkehrsredaktion.
Für dieses Engagement geht der Ö3 - Verkehrsaward in der Kategorie
Polizei an die Wiener Verkehrsleitzentrale und die MOT - die
motorisierte Verkehrsgruppe.
Kategorie: Rettung
Preisträger: Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Burgenland
18. Jänner 2013: Schneechaos im Burgenland. Orkanartige Stürme und
Schneeverwehungen legen den Verkehr auf der B50 lahm. Zwischen
Eisenstadt und Schützen stecken dutzende Autofahrer bis zu fünf
Stunden lang in den meterhohen Schneemassen fest, darunter ein Bus
mit Schulkindern.
Das Rote Kreuz Burgenland handelt sofort und versorgt die
Eingeschlossenen mit Decken und heißem Tee. Am 16. März 2013 ziehen
heftige Winterstürme durch unser Nachbarland Ungarn. Auf der
Autobahn zwischen Nickelsdorf und Budapest sind 10.000 Menschen in
ihren Fahrzeugen gefangen. Das Rote Kreuz organisiert einen
Hilfskonvoi. An vorderster Front dabei sind ein
Kriseninterventionsteam und 45 Mitarbeiter der Bezirksleitstellen
Eisenstadt, Neusiedl, Mattersburg und Oberpullendorf. Durch den
sofortigen grenzüberschreitenden Einsatz können alle Eingeschlossenen
gerettet werden.
Für diese engagierten Einsätze geht der Ö3-Verkehrsaward in der
Kategorie "Rettung" an das Österreichische Rote Kreuz, Landesverband
Burgenland.
Kategorie: Feuerwehr
Preisträger: Freiwillige Feuerwehr Amstetten (Niederösterreich)
Blitzeis am 26. März 2013 - eine Massenkarambolage auf spiegelglatter
Fahrbahn um 17.30 Uhr auf der A1 zwischen St. Pölten-Süd und
Loosdorf. 30 Fahrzeuge sind ineinander verkeilt, dutzende Personen
sind verletzt - auf der Westautobahn bei St. Pölten herrscht Chaos.
Aus allen Richtungen strömen Einsatzkräfte zur Unfallstelle, so auch
die Freiwillige Feuerwehr Amstetten, ausgerüstet mit einem 70 Tonnen
schweren Kranfahrzeug. Die Bergung der Unfallfahrzeuge dauert bis in
die frühen Morgenstunden. Das Team von Feuerwehrkommandant Armin
Blutsch hält die Ö3-Verkehrsredaktion und damit tausende
Autofahrerinnen und Autofahrer auf der Westautobahn während der
gesamten Bergungsarbeiten am Laufenden.
Der Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie Feuerwehr geht an die
Freiwillige Feuerwehr Amstetten.
Kategorie: Öffentlicher Verkehr
Preisträger: ÖBB-Kommunikation West (Tirol und Vorarlberg)
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 11. Oktober 2013 werden
viele in Tirol von einem frühen und vor allem heftigen Wintereinbruch
überrascht. Ein halber Meter Neuschnee in Kombination mit dem
Frühverkehr bleibt auch für die Bahnfahrer nicht ohne Folgen.
Hunderte Bäume stürzen unter der tonnenschweren Schneelast um,
blockieren Bahngleise und kappen Stromleitungen. In 40.000 Haushalten
bleibt es dunkel, auf der Westbahn- und der Brennerstrecke der ÖBB
stehen die Züge still. Besonders kritisch wirken sich die
beschädigten Oberleitungen im Raum Innsbruck aus, denn hier befindet
sich das Drehkreuz für die wichtigen Zugverbindungen nach Italien,
Deutschland und in die Schweiz.
Schon kurz nach 9 Uhr gelingt es den Technikern der ÖBB einen Teil
der Westbahnstrecke wieder zu elektrifizieren. Gerade solche Tage
zeigen, wie wichtig es ist, auch die Benützer der öffentlichen
Verkehrsmittel halbstündig im Ö3-Verkehrsservice zu informieren.
Erst durch die ÖBB-Kommunikation West gelingt es, bei Problemen im
Schienennetz die teilweise komplexen und technischen Zusammenhänge so
zu übersetzen, dass sich daraus eine serviceorientierte
Verkehrsinformation ergibt.
Der Ö3 Verkehrsaward in der Kategorie Öffentlicher Verkehr geht daher
an die ÖBB-Kommunikation West.
Kategorie: Straßenmeistereien
Preisträger: ASFINAG (Kärnten/Salzburg)
Einsatzkräfte üben Jahr für Jahr Unfallsituationen, um im Ernstfall
darauf vorbereitet zu sein.
Es gibt jedoch Unfälle, die kann man nicht simulieren - wie jener am
9. Dezember 2013 in Kärnten auf der Karawankenautobahn. Der Anhänger
eines 38 Tonnen schweren Sattelschleppers steht schräg auf der
Autobahnbrücke. Die Reste des völlig zerstörten Zugfahrzeugs hängen
über dem Abgrund - dieses Bild bietet sich an diesem kalten
Dezembermorgen kurz nach 4 Uhr Früh den Einsatzkräften nach dem
Karawankentunnel. Durch die Wucht des Aufpralls werden auch die
Stahlbetonträger beim Tunnelportal schwer beschädigt. Statiker werden
gerufen, um die Tragfähigkeit zu überprüfen. Die Autobahn bleibt 11
Stunden lang gesperrt.
Hannes Zausnig informiert Ö3 nicht nur über die äußerst schwierige
Bergung des LKW, sondern auch laufend über die Prüfergebnisse der
Statiker - wie auch über die Dauer der Sperre.
Den Verkehrsaward in der Kategorie Straßenmeisterei erhält die
Asfinag-Regionalleitung Kärnten-Salzburg.
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