- 12.03.2014, 10:20:53
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ANSCHOBER: Weiterer Anschlag auf Photovoltaik und Energiewende durch aggressiven Akt des Finanzministeriums
Mit einem Erlass vom 24. Februar diesen Jahres soll der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Sonnenstrom mit einer Abgabe von 1,5 Cent pro kWh belegt werden.
Utl.: Mit einem Erlass vom 24. Februar diesen Jahres soll der
Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Sonnenstrom mit einer
Abgabe von 1,5 Cent pro kWh belegt werden. =
Linz (OTS) - Oberösterreichs Energie- und Umwelt-Landesrat Rudi
Anschober: "Man muss sich klar vor Augen führen, dass hiermit der
Ertrag einer selbsterrichteten Energieerzeugungsanlage besteuert
wird. Es ist schlichtweg absurd, auf welche Ideen manche kommen, um
die notwendige Energiewende zu blockieren."
Das Finanzministerium ist hierbei offenbar ein williger
Erfüllungsgehilfe der BesitzstandswahrerInnen der fossilen Energien,
denen jedwedes Mittel recht ist, um die erneuerbaren Energien
auszubremsen.
"Anders ist dieser Vorstoß des Finanzministers nicht zu erklären.
Womit müssen wir in Zukunft noch rechnen - soll vielleicht die selbst
erzeugte Wärme durch Biomasse strafbesteuert werden, da man nicht auf
Öl oder Gas setzt? Oder müssen wir den Marktpreis für den Ertrag des
eigenen Obst- und Gemüsegartens bezahlen?", fragt sich der oö.
Umwelt- und Energielandesrat, der es für unverantwortlich hält in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten zukunftsträchtige Wirtschaftszweige
zu blockieren.
"Wehren Sie den Anfängen, Herr Finanzminister, denn wenn diese
Besteuerung von selbsterzeugter und verbrauchter Energie in Mode
kommt, dann birgt dies eine große Gefahr in sich für viele
Bereiche!", so Anschober, der auf eine rasche Klarstellung und
vollkommene Neugestaltung dieses Erlasses durch den Finanzminister
drängt, der offenbar einmal mehr Opfer der Macht seines Hauses wurde.
Als Beispiel nennt Anschober Hütten im alpinen Bereich, die nun
monatlich ihre Energieabgabe benennen und abliefern sollen, was
geradezu grotest anmutet angesichts der Tatsache, dass diese durch
die Investition und Nutzung der Sonnenenergie aus PV-Inselanlagen oft
tausende Liter an Diesel, welche mittels Helikopter in die Berge
geflogen werden müssten, damit substituieren. "Dies zeigt auf eine
verrückt-beeindruckende Art und Weise, wie man die Energiewende
abwürgen und den Klimaschutz begraben kann", so der entsetzte
Energielandesrat von Oberösterreich abschließend, der sich an die
gesamte Bundesregierung wendet, um diesem Treiben ein Ende zu setzen.
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