ANSCHOBER: Weiterer Anschlag auf Photovoltaik und Energiewende durch aggressiven Akt des Finanzministeriums

Mit einem Erlass vom 24. Februar diesen Jahres soll der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Sonnenstrom mit einer Abgabe von 1,5 Cent pro kWh belegt werden.

Linz (OTS) - Oberösterreichs Energie- und Umwelt-Landesrat Rudi Anschober: "Man muss sich klar vor Augen führen, dass hiermit der Ertrag einer selbsterrichteten Energieerzeugungsanlage besteuert wird. Es ist schlichtweg absurd, auf welche Ideen manche kommen, um die notwendige Energiewende zu blockieren."
Das Finanzministerium ist hierbei offenbar ein williger Erfüllungsgehilfe der BesitzstandswahrerInnen der fossilen Energien, denen jedwedes Mittel recht ist, um die erneuerbaren Energien auszubremsen.
"Anders ist dieser Vorstoß des Finanzministers nicht zu erklären. Womit müssen wir in Zukunft noch rechnen - soll vielleicht die selbst erzeugte Wärme durch Biomasse strafbesteuert werden, da man nicht auf Öl oder Gas setzt? Oder müssen wir den Marktpreis für den Ertrag des eigenen Obst- und Gemüsegartens bezahlen?", fragt sich der oö. Umwelt- und Energielandesrat, der es für unverantwortlich hält in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zukunftsträchtige Wirtschaftszweige zu blockieren.
"Wehren Sie den Anfängen, Herr Finanzminister, denn wenn diese Besteuerung von selbsterzeugter und verbrauchter Energie in Mode kommt, dann birgt dies eine große Gefahr in sich für viele Bereiche!", so Anschober, der auf eine rasche Klarstellung und vollkommene Neugestaltung dieses Erlasses durch den Finanzminister drängt, der offenbar einmal mehr Opfer der Macht seines Hauses wurde.

Als Beispiel nennt Anschober Hütten im alpinen Bereich, die nun monatlich ihre Energieabgabe benennen und abliefern sollen, was geradezu grotest anmutet angesichts der Tatsache, dass diese durch die Investition und Nutzung der Sonnenenergie aus PV-Inselanlagen oft tausende Liter an Diesel, welche mittels Helikopter in die Berge geflogen werden müssten, damit substituieren. "Dies zeigt auf eine verrückt-beeindruckende Art und Weise, wie man die Energiewende abwürgen und den Klimaschutz begraben kann", so der entsetzte Energielandesrat von Oberösterreich abschließend, der sich an die gesamte Bundesregierung wendet, um diesem Treiben ein Ende zu setzen.

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