Erol Holawatsch: "Öffentliche Unternehmen nutzen Leiharbeiter aus"

ÖAAB-FCG-Kritik: Unverantwortliches Sparen auf dem Rücken der Arbeitnehmer

Wien (OTS/ÖAAB-FCG) - Dass Leiharbeit künftig nur noch für Auftragsspitzen sowie nur bis zum Höchstausmaß von 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes und maximal für ein Jahr gestattet werden soll, das ist eine der wichtigsten Forderungen der ÖAAB-FCG-Fraktion in der AK-Wien.

Man will damit verhindern, dass ausschließlich die Arbeitnehmer das Risiko für jede Auftragsschwankung oder Produktionsverzögerung in einem Betrieb tragen müssen. Dennoch sind derzeit in der Industrie und im Bau derartige Leiharbeits-Verhältnisse häufig anzutreffen. Aber nicht nur hier!

Erol Holawatsch: "Dass ausgerechnet öffentliche Dienstgeber und staatliche oder halbstaatliche Betriebe diese Praktiken offensiv ausnutzen, ist eine Ungeheuerlichkeit. Diese Betriebe sollten Vorbilder für die gesamte heimische Wirtschaft sein und dürften sich nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer gesundsparen." Erst kürzlich flog im AKH eine derartige Praktik auf, als man 350 Reinigungskräfte und Pflegehelfer einer Leiharbeitsfirma vor die Türe setzte. 1000 weitere sollen demnächst folgen. Der Grund: Ein anderer Betrieb hatte die Ausschreibung gewonnen, weil er mit noch billigeren Arbeitskräften angeboten hatte. Auch beim Bau des Korarmtunnels in Kärnten beschäftigt die ÖBB fast ausschließlich polnische Arbeiter einer Leiharbeitsfirma, obwohl in Kärnten die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schnellen. ÖAAB-FCG-Chefin Gabriele Tamandl: "Bezahlt man die Leiharbeiter aus Polen etwa nicht nach dem in Österreich gültigen Kollektivvertrag?"

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