- 12.03.2014, 10:08:08
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Erol Holawatsch: "Öffentliche Unternehmen nutzen Leiharbeiter aus"
ÖAAB-FCG-Kritik: Unverantwortliches Sparen auf dem Rücken der Arbeitnehmer
Utl.: ÖAAB-FCG-Kritik: Unverantwortliches Sparen auf dem Rücken der
Arbeitnehmer =
Wien (OTS/ÖAAB-FCG) - Dass Leiharbeit künftig nur noch für
Auftragsspitzen sowie nur bis zum Höchstausmaß von 10 Prozent der
Beschäftigten eines Betriebes und maximal für ein Jahr gestattet
werden soll, das ist eine der wichtigsten Forderungen der
ÖAAB-FCG-Fraktion in der AK-Wien.
Man will damit verhindern, dass ausschließlich die Arbeitnehmer das
Risiko für jede Auftragsschwankung oder Produktionsverzögerung in
einem Betrieb tragen müssen. Dennoch sind derzeit in der Industrie
und im Bau derartige Leiharbeits-Verhältnisse häufig anzutreffen.
Aber nicht nur hier!
Erol Holawatsch: "Dass ausgerechnet öffentliche Dienstgeber und
staatliche oder halbstaatliche Betriebe diese Praktiken offensiv
ausnutzen, ist eine Ungeheuerlichkeit. Diese Betriebe sollten
Vorbilder für die gesamte heimische Wirtschaft sein und dürften sich
nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer gesundsparen." Erst kürzlich
flog im AKH eine derartige Praktik auf, als man 350 Reinigungskräfte
und Pflegehelfer einer Leiharbeitsfirma vor die Türe setzte. 1000
weitere sollen demnächst folgen. Der Grund: Ein anderer Betrieb hatte
die Ausschreibung gewonnen, weil er mit noch billigeren
Arbeitskräften angeboten hatte. Auch beim Bau des Korarmtunnels in
Kärnten beschäftigt die ÖBB fast ausschließlich polnische Arbeiter
einer Leiharbeitsfirma, obwohl in Kärnten die Arbeitslosenzahlen in
die Höhe schnellen. ÖAAB-FCG-Chefin Gabriele Tamandl: "Bezahlt man
die Leiharbeiter aus Polen etwa nicht nach dem in Österreich gültigen
Kollektivvertrag?"
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