• 11.03.2014, 11:50:59
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Würdigung Adolf Frohners anlässlich seines 80. Geburtstages

Adolf Frohner

Krems (OTS) - Das besondere Jubiläum des im Jahr 2007 früh
verstorbenen Künstlers Adolf Frohner - er wäre am 12. März 80 Jahre
alt geworden - nehmen das Forum Frohner und das Essl Museum zum
Anlass, ihn mit zwei Ausstellungen zu würdigen. Ist die Ausstellung
im Essl Museum retrospektiv angelegt, fokussiert das Forum Frohner
auf den Beginn seines künstlerischen Schaffens im Feld des Wiener
Aktionismus. Die beiden Ausstellungen, die sich zusammen als
Retrospektive verstehen, erfolgen in Zusammenarbeit mit der Adolf
Frohner gemeinnützigen Privatstiftung, die auch den Band 1 des
Werkverzeichnisses zum plastischen Werk im Zuge der Ausstellungen
präsentieren wird.

Adolf Frohner gehörte einer künstlerischen Generation an, deren
Leben und Werk mit den Aufbruchsjahren nach der Zäsur des Zweiten
Weltkrieges verknüpft ist. Die legendäre Aktion "Die Blutorgel" von
1962, bei der sich Adolf Frohner, Hermann Nitsch und Otto Muehl für
drei Tage in einem Atelierkeller in der Perinetgasse einmauern
ließen, steht für die Geburtsstunde des Wiener Aktionismus, der als
Aufschrei einer jungen Künstlergeneration gegen die verkrusteten
gesellschaftspolitischen Strukturen gilt. Zwar positionierte sich
Adolf Frohner mit dieser Aktion im Zentrum des Wiener Aktionismus,
distanzierte sich jedoch rasch wieder von der Idee des Agierens vor
Publikum. Die kritische Haltung und Auseinandersetzung gegenüber
gesellschaftlichen Konventionen bestimmte aber auch weiterhin sein
künstlerisches Schaffen.

Über die abstrahierte Zeichnung fand Adolf Frohner Ende der
1960er-Jahre zu seinem zentralen Thema: der Figur. Seine
Menschenbilder - Darstellungen von deformierten, geschundenen Körpern
sowie schonungslose Inszenierungen des Weiblichen - zeigen Tabuthemen
auf und thematisieren Verdrängungs- und Wahrnehmungsmuster. Frohner
verwendete dabei verschiedene Techniken: Grafik, Malerei, Collage,
Fotografie und Plastik treten in seinem Werk in ein spannungsreiches
Wechselspiel.

Ab den 1980er-Jahren überwog die Malerei, doch blieben
medienüberschreitende Akzente weiterhin wesentlich. Existentielle
Fragestellungen des Menschseins wurden über mythologische Inhalte und
tradierte Ikonografien abgehandelt und machten Frohner in den letzten
beiden Schaffensjahrzehnten zu einem großen Erzähler und Analytiker
des Unbewussten. Adolf Frohner gilt als einer der wichtigsten
österreichischen Künstler nach 1945 und wirkte auch als Lehrer an der
Hochschule für angewandte Kunst Wien prägend.

"Blutorgel. Adolf Frohners Anfänge im Wiener Aktionismus" im Forum
Frohner (07/09/2014 - 05/04/2015)

Unter folgendem Link stehen Pressetext/-bilder in druckfähiger
Qualität zum Download zur Verfügung:
https://celum.noeku.at/pindownload/login.do?pin=1NV25

"Adolf Frohner. Fünf Jahrzehnte Malerei, Grafik, Objekt" im Essl
Museum (05/09/2014 - 06/01/2015)

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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