- 10.03.2014, 12:25:21
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RfW-Landesobmann Dr. Erich Schoklitsch: Verstärkte Kontrollen nötig!
Arbeitslosigkeit steigt auch wegen Zunahme der Zahl an illegalen Beschäftigungsmodellen
Utl.: Arbeitslosigkeit steigt auch wegen Zunahme der Zahl an
illegalen Beschäftigungsmodellen =
Graz (OTS) - Um knapp zehn Prozent gestiegen ist die Arbeitslosigkeit
im Februar. Mit ein Grund dafür sind die "kreativen"
Beschäftigungsmodelle, mit denen manche Unternehmen agieren. Diese
nehmen es mit den gesetzlichen Regelungen dabei meist nicht so genau.
Fast 441.000 Österreicherinnen und Österreicher waren im Februar
auf Arbeitssuche - fast zehn Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
Und nun ist auch endlich die "rot" dominierte Arbeiterkammer
draufgekommen, dass die von vielen Unternehmen betriebene illegale
Beschäftigungspolitik einen wesentlichen Beitrag dazu leistet.
"Darauf weisen wir bereits seit Jahren hin", betont Dr. Erich
Schoklitsch, Landesobmann des steirischen RfW. "Die illegale
Beschäftigung schadet den reell arbeitenden Firmen in Österreich und
natürlich auch der Volkswirtschaft als Ganzes."
Vor allem am Bau werde viel Schindluder getrieben, so Schoklitsch.
"Das beginnt bei Arbeitstrupps, die am Wochenende auch bei
Großbauvorhaben auftauchen, und geht bis zu vorgeblichen
Einpersonenunternehmen, die natürlich weisungsgebunden sind und bei
denen von selbständiger Arbeit überhaupt gar keine Rede sein kann.
Gerade Großfirmen beschäftigen gerne solche
"Einpersonenunternehmen" - meist ausländischer Herkunft - als
Subunternehmer und bedienen sich dazu dienstnehmerähnlicher Verträge.
"Das ist zum einen in Österreich ungesetzlich", warnt Schoklitsch,
"außerdem schadet das den wirklich arbeitenden österreichischen
Klein- und Mittelbetrieben. Und nicht zuletzt werden damit
österreichische Mitarbeiter heimischer Firmen in die Arbeitslosigkeit
gedrängt, was einer der Gründe für die derzeit sehr hohe
Arbeitslosenquote in diesem Sektor ist."
Besonders verwerflich ist, dass diese Modelle auch bei Aufträgen
der öffentlichen Hand zum Tragen kommen. Vor allem hier sollte man
von einer ordentlichen Kontrolle aus gehen.
Verschärfte Überprüfungen und die Durchsetzung der Sanktionen bei
Vergehen seien daher unbedingt notwendig, fordert der steirische
RfW-Obmann. Nur so kann der Schaden an der heimischen Wirtschaft und
am Wirtschaftsstandort Österreich verringert werden.
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