• 09.03.2014, 14:03:51
  • /
  • OTS0043 OTW0043

Landau mahnt Politik zu Ausbau der Hospizarbeit

Caritas-Präsident: Regierungsprogramm bald umsetzen und Finanzierung der Hospiz- und Palliativarbeit absichern

Utl.: Caritas-Präsident: Regierungsprogramm bald umsetzen und
Finanzierung der Hospiz- und Palliativarbeit absichern =

Wien, 09.03.14 (KAP) Caritas-Präsident Michael Landau hat zu
verstärktem Augenmerk auf die Hospizarbeit und zu deren gemeinsamer
und gesicherter Finanzierung aufgerufen. "Es darf nicht am Geld
scheitern, dass Menschen am Ende ihres Lebens jene Betreuung und
Begleitung erhalten, die sie brauchen", appellierte Landau am
Sonntag gegenüber "Kathpress" an Bund, Länder, Gemeinden und
Sozialversicherungen. Anlass gab der Todestag von Kardinal Franz
König, der sich am 13. März zum zehnten Mal jährt.

Zu einer Kultur des Lebens gehöre auch eine Kultur des Sterbens und
der Solidarität mit den Sterbenden, betonte Landau. Kardinal Franz
König habe sich immer wieder für den Ausbau der Hospizarbeit und der
Sterbebegleitung stark gemacht. "Menschen sollen an der Hand eines
anderen Menschen sterben und nicht durch die Hand eines anderen
Menschen, so sein Credo. Ich halte das für einen bleibenden Auftrag
auch für die Zukunft", so der Caritas-Präsident.

Das Regierungsprogramm fordere eine gesicherte Verfügbarkeit von
mobiler und stationärer Hospiz- und Palliativbetreuung, auch für
Kinder, erinnerte Landau. Den Bekenntnissen müssten jetzt Taten
folgen. "Denn nach wie vor fühlt sich niemand wirklich für Hospiz-
und Palliativarbeit zuständig: Die Sozialversicherungen finanzieren
nach Gutdünken, und die Gelder des Pflegefonds werden nicht für
Hospiz- und Palliative Care genützt."

Landau und Kardinal König haben bereits im Mai 2001 durch ein
gemeinsames Schreiben die Parlamentarische Enquete "Solidarität mit
unseren Sterbenden - Aspekte einer humanen Sterbebegleitung in
Österreich" angeregt. Diese führte im Dezember 2001 zu einem
einstimmigen Parlamentsbeschluss sowie auch zur einstimmigen
Verabschiedung eines Zehn-Punkte-Programms für die Hospiz- und
Palliativbetreuung in Österreich über alle Parteigrenzen hinweg.

Die Caritas ist in Österreich seit mehr als 20 Jahren in der
Hospizarbeit aktiv und hat im Vorjahr gemeinsam mit der Caritas
Socialis und dem Verein MOKI (Mobile Kinderkrankenpflege Wien) das
Mobile Kinderhospiz MOMO gegründet. Ziel war es, eine Lücke in der
Hospiz- und Palliativversorgung von schwerst- und lebensverkürzend
erkrankten Kindern und Jugendlichen zu schließen.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) per/

nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KAT

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel