- 09.03.2014, 10:11:19
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Brauner, Frauenberger: Für ein Europa, das feministisch, vielfältig und sozialdemokratisch ist!
Frauentagsfest im ega mit EU-Schwerpunkt: Frauen müssen an den Schalthebeln der EU sitzen
Utl.: Frauentagsfest im ega mit EU-Schwerpunkt: Frauen müssen an den
Schalthebeln der EU sitzen =
Wien (OTS/SPW) - Anlässlich des Internationalen Frauentages luden die
Wiener SPÖ Frauen gestern Samstag zu einem besonderen Festtag für
alle Frauen ins ega im 6. Bezirk, der heuer ganz im Zeichen der
Europawahl am 25. Mai 2014 stand. Neben einer EU-Diskussion sorgte
ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm von Kabarett über Kunst bis zu
Pop- und Elektromusik für beste Unterhaltung, die zahlreiche Gäste
bis spät in die Nacht hinein genossen. Moderiert wurde das Fest von
Mel Merio. ****
Die Vorsitzende der Wiener SPÖ Frauen, Vizebürgermeisterin Renate
Brauner betonte in ihren Begrüßungsworten, dass in Wien Frauen
überall mitreden, sei dies im Rathaus oder im Frauenzentrum.
Bezugnehmend auf die EU-Wahl betonte sie, dass diese Wahl gerade für
die Wienerinnen unendlich wichtig sei. Entscheidend sei, wer in der
EU das Sagen hat: "Die Männer, die sich für Bankenboni einsetzen oder
die sozialdemokratischen Frauen, die sich um die Bedürfnisse der
Menschen kümmern!", so Brauner. Hierbei verwies sie beispielsweise
auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa, die bekämpft werden
müsse. Zudem gehe es um Fragen, die kein europäisches Land alleine
lösen könne, wie Friedens- oder Umweltfragen. Daher stehe fest:
"Frauen müssen an den Schalthebeln der EU sitzen!", betonte Brauner.
Anschließend diskutierten Frauenstadträtin Sandra Frauenberger,
EU-Kandidatin und Leiterin des Wien-Hauses in Brüssel, Michaela Kauer
sowie die Austrian Airlines-Betriebsrätin Didem Strebinger die
Wichtigkeit von europäischer Politik für Frauen. Dabei betonte
Frauenberger das Motto des heurigen Frauentags im Rathaus: "Stark
durch Selbstbestimmung" lasse sich auch auf die europäische Politik
ummünzen. So basieren viele erfolgreiche Vorhaben auf der Europäische
Union: "Die EU ist der Motor um Diskriminierung zu verhindern und die
Gleichstellung voranzutreiben!" So könne durch EU-Vorgaben vieles
weiterentwickelt werden. Durch das "Barcelona-Ziel" werde
beispielsweise festgelegt, wie viel Kinderbetreuungseinrichtungen für
die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zur Verfügung stehen sollen.
Diese Vorgaben werden von Wien deutlich übertroffen. Durch EU-Gelder
können auch Gewaltschutzeinrichtungen gefördert werden. Bei allen
Gleichstellungsfragen gelte jedoch: "Je stärker wir
SozialdemokratInnen sind, desto mehr können wir im Sinne der Frauen
umsetzen!", so Frauenberger.
Auch können sich EU-Beschlüsse direkt auf die Lebensqualität der
WienerInnen auswirken: EU-Kandidatin Kauer unterstrich, dass
neoliberale Projekte der Konservativen, wie die Privatisierung des
Wassers oder die Zerschlagung von staatseigenen Verkehrsunternehmen
durch eine starke Sozialdemokratie erfolgreich verhindert werden
konnten. Frauenpolitisch brisant sei, dass "konservative Kräfte unter
dem Deckmantel der Krise versuchen, Frauenrechte zu untergraben".
Daher sei es von enormer Bedeutung, die politischen Konstellationen
am 25. Mai zu verändern.
Wichtigste Maßnahme auf europäischer Ebene ist für AUA-Betriebsrätin
Strebinger die Umsetzung einer gesetzlichen Frauenquote. Denn aus
eigener Erfahrung weiß sie, dass "ohne Verpflichtungen keine
qualifizierten Frauen aufsteigen werden". Auch verdienen Frauen in
Europa im Durchschnitt noch immer weniger als Männer, daher seien
europaweite Maßnahmen notwendig.
Für Kauer stehe fest, dass es nur mit der Sozialdemokratie viele
weibliche Abgeordnete im EU-Parlament geben kann sowie eine eigene
EU-Kommissarin für Frauenrechte und Gleichstellung mit
Durchgriffsrechten. Nur so können Gleichstellungsziele auf allen
Ebenen festgeschrieben werden. "In der Europäischen Union kann nur so
viel Gerechtigkeit und Soziales verwirklicht werden, wie wir Frauen
am 25. Mai auch hineinwählen! Denn frauengerechten Prioritäten fehlen
deshalb, weil wertkonservative Männer dies verhindern! Deshalb müssen
wir am 25. Mai ein Europa wählen, das feministisch, vielfältig und
sozialdemokratisch ist!", schloss Frauenberger.
Nach einem Kabarettauftritt von Andrea Händler und Eva Billisich
eröffnete Vizebürgermeisterin Renate Brauner eine Vernissage der
Künstlerinnen Andrea Becker-Aschauer und Christiane Urban. Weitere
Höhepunkte waren die Musikacts des Abends: Susana Sawoff, Violetta
Parisini, Fatima Spar & The Freedom Fries sowie pop:sch sorgten mit
geballter Frauenpower für begeisterte ZuhörerInnen bis in die frühen
Morgenstunden. (Schluss) nk
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