- 07.03.2014, 15:13:03
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ORF III am Wochenende: Auftakt zur Mozart-Trilogie mit "Le nozze di Figaro", dirigiert von Nikolaus Harnoncourt
Außerdem: Start der siebenteiligen Doku-Reihe "Naziverbrechern auf der Spur" am "zeit.geschichte"-Samstagabend
Utl.: Außerdem: Start der siebenteiligen Doku-Reihe "Naziverbrechern
auf der Spur" am "zeit.geschichte"-Samstagabend =
Wien (OTS) - Zwei gänzlich unterschiedliche, spannende Programmabende
präsentiert ORF III am Wochenende: Der "zeit.geschichte"-Samstag am
8. März 2014 ist "Naziverbrechern auf der Spur", während der
"Erlebnis Bühne"-Sonntag mit "Le nozze di Figaro" den Auftakt zur
derzeit vom Theater an der Wien aufgeführten Mozart-Da-Ponte-Trilogie
unter Nikolaus Harnoncourt bildet.
An drei aufeinanderfolgenden "zeit.geschichte"-Samstagen präsentiert
ORF III ab 8. März die Reihe "Naziverbrechern auf der Spur".
Insgesamt sieben Dokumentationen beleuchten das Schicksal bekannter
Nationalsozialisten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Am
kommenden Samstag zeigen die ersten drei Teile die Jagd auf vier der
wohl bekanntesten Nazi-Verbrecher: "Josef Mengele. Der Todesengel von
Auschwitz" (20.15 Uhr), "Hermann Göring. Das Musterbeispiel" (21.05
Uhr) und "Klaus Barbie und John Demjanjuk. Späte Justiz" (22.00 Uhr).
Weiter geht es am Samstag, dem 15. März, mit Heinrich Himmler, Albert
Speer und den noch unbekannten Mördern hinter der "Operation Loyton",
sowie am Samstag, dem 22. März, mit Adolf Eichmann.
Am Sonntag, dem 9. März, startet ORF III den lange erwarteten
dreiteiligen Mozart-Da-Ponte-Zyklus unter der musikalischen Leitung
von Nikolaus Harnoncourt, der insgesamt zwei Mal im März im Theater
an der Wien konzertant aufgeführt wird. Der österreichische
Stardirigent bringt die drei Opern "Le nozze di Figaro", "Don
Giovanni" und "Così fan tutte", alle drei in Zusammenarbeit mit dem
kongenialen Librettisten Lorenzo Da Ponte entstanden, musikalisch
möglichst originalgetreu, gemäß der historischen Darbietungspraxis,
zur Aufführung - und ORF III strahlt alle drei Werke noch im März im
Hauptabend aus. Am 9. März beleuchtet um 19.45 Uhr "Erlebnis Bühne"
zunächst mit einem Künstlerporträt "Mozart und Da Ponte" die
Zusammenarbeit der beiden Musikgrößen. Danach folgt um 20.15 Uhr mit
"Le nozze di Figaro" das erste Resultat dieses fruchtbaren
künstlerischen Aufeinandertreffens - mit Bo Skovhus, Christine
Schäfer, Ildikó Raimondi, Mari Eriksmoen, Andrè Schuen, Elisabeth
Kulman, Mika Kares und Mauro Peter. "KulturWerk" widmet sich um 23.30
Uhr der vielseitigen Mezzosopranistin, Intendantin und Regisseurin
Brigitte Fassbaender, die in unzähligen "Nozze"-Inszenierungen die
Rolle des Cherubino geradezu geprägt hat.
Die Sendungen im Detail:
Samstag, 8. März: "Naziverbrechern auf der Spur": Josef Mengele,
Hermann Göring, Klaus Barbie und John Demjanjuk
In sieben Teilen befasst sich die Doku-Reihe "Naziverbrechern auf der
Spur" mit bekannten Akteuren und Operationen des NS-Regimes. Wer
waren die Drahtzieher im "Dritten Reich" - und was wurde nach dem
Ende des Zweiten Weltkriegs aus ihnen?
Um 20.15 Uhr steht die Jagd auf jenen KZ-Arzt im Mittelpunkt, der für
über 400.000 Todesopfer in Auschwitz verantwortlich gemacht wird:
"Josef Mengele. Der Todesengel von Auschwitz". Als KZ-Arzt war er für
seine sadistischen Experimente an Insassen bekannt. Nach dem Krieg
floh Mengele nach Südamerika. Simon Wiesenthal widmete sein Leben der
Jagd nach ihm. Mengele erlitt schließlich 1979 einen Schlaganfall und
starb, doch sein Leben war geprägt von der unerbittlichen Jagd durch
seine Verfolger. Am 6. Juni 1985 wurde seine Leiche in Brasilien
exhumiert.
Um 21.05 Uhr zeigt ORF III in "Hermann Göring. Das Musterbeispiel"
das Ende des ehemaligen Oberbefehlshabers der deutschen Luftwaffe.
Von Hitler selbst zum Nachfolger auserkoren, war der Morphiumsüchtige
verantwortlich für die sogenannte "Endlösung" - die Vernichtung der
Juden. Am Ende des Zweiten Weltkrieges nahmen ihn die Alliierten
gefangen. Göring wurde schließlich bei den Nürnberger Prozessen
angeklagt und zum Tode verurteilt.
Wie lange sich die Suche nach Naziverbrechern hinzog, beweist die
Dokumentation "Klaus Barbie und John Demjanjuk. Späte Justiz" um
22.00 Uhr. 1987 war ein bedeutendes Jahr für die Nazijäger. Es gelang
ihnen, die beiden Kriegsverbrecher Klaus Barbie und John Demjanjuk
für ihre Taten während des Zweiten Weltkrieges zur Rechenschaft zu
ziehen. Barbie, wegen seiner grausamen Folter- und Mordmethoden
bekannt als der "Schlächter von Lyon", war nach Kriegsende mit Hilfe
der USA nach Südamerika geflohen, wo er jahrelang von bolivianischen
Diktatoren geschützt wurde. John Demjanjuk war 1951 in die
Vereinigten Staaten ausgewandert, wo ihn schließlich jüdische
Überlebende aus Treblinka als "Iwan den Schrecklichen"
identifizierten.
Sonntag, 9. März: "Le nozze di Figaro" als Auftakt der von Nikolaus
Harnoncourt dirigierten Mozart-Trilogie aus dem Theater an der Wien
Wenn diesen März das Theater an der Wien zur großartig besetzten
konzertanten Mozart-Trilogie unter der musikalischen Leitung des
österreichischen Stardirigenten Nikolaus Harnoncourt lädt, ist es ORF
III ein ganz besonderes Anliegen, dieses musikalische Juwel allen
Österreicherinnen und Österreicherinnen zugänglich zu machen. An drei
Sonntagen, dem 9., 23. und 30. März, zeigt ORF III daher die
Opern-Trias "Le nozze di Figaro", "Don Giovanni" und "Così fan tutte"
jeweils im Hauptabend um 20.15 Uhr. Begleitet wird dieser einmalige
Opernevent von einem umfassenden Rahmenprogramm.
Am 9. März um 19.45 Uhr stimmt ORF III mit einer Dokumentation von
Georg Madeja auf die Operntrias ein: In "Mozart und Da Ponte" steht
die Zusammenarbeit der beiden Künstler im Mittelpunkt, aus der alle
drei Opern dieses Schwerpunkts innerhalb von nur vier Jahren
hervorgegangen sind. Ausgehend von der venezianischen Heimat Da
Pontes und seinem Exil im friulanischen Görz folgt der Film dem
Librettisten nach Wien, dem Ort der glückhaften Begegnung mit dem
Komponisten W. A. Mozart. Salzburg und Prag sind weitere gemeinsame
Stationen.
Im Anschluss, um 20.15 Uhr, präsentiert ORF III dann "Le nozze di
Figaro". Im Vorfeld bittet Barbara Rett Bo Skovhus und Christine
Schäfer zum Interview und offenbart einen Blick hinter die Kulissen.
In "Le nozze di Figaro" werden die aus der Liebe resultierenden
Konflikte praktisch aller handelnden Figuren zu einem Verwirrspiel,
in dem die sozialen Strukturen vom Gärtner bis zum Grafen eine
konfliktreiche Rolle spielen. Die soziale Brisanz von Beaumarchais'
Vorlage wurde jedoch radikal eliminiert. Es singen Bo Skovhus (Conte
di Almaviva), Christine Schäfer (Contessa di Almaviva), Ildikó
Raimondi (Marcellina), Mari Eriksmoen (Susanna), Andrè Schuen
(Figaro), Elisabeth Kulman (Cherubino), Mika Kares (Bartolo) und
Mauro Peter (Basilio, Don Curzio).
Um 23.30 Uhr ist Brigitte Fassbaender bei Barbara Rett im
"KulturWerk" zu Gast. Fassbaender hat den Cherubino aus "Le nozze di
Figaro" nicht nur unzählige Male gespielt - sie hat die Rolle
geradezu definiert. Im Interview mit Barbara Rett spricht eine der
größten Mozart-Interpretinnen über ihre "Sehnsucht nach Vollendung",
das lästige Abnehmen für die Hosenrollen und die Kunst, zum richtigen
Zeitpunkt aufzuhören.
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