- 07.03.2014, 11:58:08
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Internationaler Frauentag - SoHo: Gleichstellung endlich völlig umsetzen
Menclik/Traschkowitsch: "Für gesellschaftlichen Fortschritt braucht es starke Sozialdemokratie"
Utl.: Menclik/Traschkowitsch: "Für gesellschaftlichen Fortschritt
braucht es starke Sozialdemokratie" =
Wien (OTS/SK) - Der Internationale Frauentag am 8. März steht für den
Kampf für rechtliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung,
ein selbstbestimmtes Leben, das Recht auf körperliche Unversehrtheit
sowie das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. "Die Sozialdemokratie
brachte herausragende Persönlichkeiten in der Frauenbewegung hervor,
Frauen wie Rosa Jochmann, Hertha Firnberg, Johanna Dohnal. Wir werden
diese Vorkämpferinnen nie vergessen", betonen der Bundes- und Wiener
Landesvorsitzende der Sozialdemokratischen Lesben-, Schwulen-,
Bisexuellen-, Transgender- und Intersexuellen-Organisation SoHo,
Peter Traschkowitsch, und die stellvertretende Bundesvorsitzende
Michaela Menclik am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Frauen seien öfters von Altersarmut betroffen und erhalten in vielen
Bereichen noch immer weniger Geld für gleichwertige Arbeit, sagt
Menclik, und betont: "Wir müssen für Gleichstellung weiterarbeiten
und weiterkämpfen. Es kann einfach nicht sein, dass Frauen ihr ganzes
Leben arbeiten, Kinder erziehen, eventuell Verwandte pflegen und
trotzdem im Alter fürchten müssen, in die Armut abzurutschen."
Traschkowitsch ergänzt: "Am Internationalen Frauentag dürfen wir auch
nicht vergessen, dass wir die völlige Gleichstellung für
LSBTI-Personen noch nicht erreicht haben. Es kann nicht sein, dass
gesellschaftlicher Fortschritt nur von den Höchstgerichten oder den
europäischen Institutionen erstritten werden muss."
Vor einigen Tagen wurde eine erschreckende Studie der Agentur der
Europäischen Union für Grundrechte zur Gewalt an Frauen in Europa
präsentiert. Sie besagt, dass jede dritte Frau in der EU bereits
Opfer von Gewalt geworden ist. "Gewalt gibt es auch in lesbischen
Beziehungen, hier muss es künftig ein Auffangnetz geben. Daher
engagiert sich die Sozialdemokratie unter dem Motto 'Europa. Gut für
die Frauen', um die Situation von Frauen zu verbessern", erklären die
beiden SoHo-Vorsitzenden.
In Teilen der Welt scheint es, dass Menschenrechte für Frauen nicht
gelten. "Frauen haben es oftmals noch schwerer als Männer, ihre
Rechte durchzusetzen. Viele sind Opfer von sexueller Gewalt in
Kriegsgebieten, werden auf Grund ihres Geschlechts bedroht und
verfolgt oder leiden an familiärer Gewalt. Der Zugang zu einer
qualifizierten Schul- und Berufsausbildung ist ihnen oftmals
ebenfalls verschlossen", machen Menclik und Traschkowitsch
aufmerksam.
Klar ist für die SoHo-Vorsitzenden: "Für gesellschaftlichen
Fortschritt in Österreich wie Sukzessiv- und Fremdkindadoption, die
Öffnung der Ehe, rechtliche Verbesserungen für Transgender- und
intersexuelle Menschen, braucht es eine starke Sozialdemokratie." Von
Seiten der Rechtspopulisten seien derlei Fortschritte wohl kaum zu
erwarten. (Schluss) bj/mp
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