- 07.03.2014, 11:50:40
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WKÖ-Hochhauser zum Frauentag: Chancen und Wahlfreiheit statt Zwangsbeglückung
Die richtigen Rahmenbedingungen für Karriereplanung schaffen
Utl.: Die richtigen Rahmenbedingungen für Karriereplanung schaffen =
Wien (OTS/PWK137) - "Wenn der Frauentag schon traditionell zum
Anlass genommen wird, um Zwangsmaßnahmen für die Wirtschaft zu
fordern, so geht das völlig am Ziel vorbei", betont die
Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Anna Maria
Hochhauser, in Bezug auf wiederholte Forderungen nach einer fixen
Frauenquote.
Denn neben einem Bewusstseinswandel und der Notwendigkeit, noch
mehr Frauen Mut zur Karriere zu machen, gehe es vor allem um die
richtigen Rahmenbedingungen. "Zwangsmaßnahmen wie Quoten bei der
Besetzung der Führungsgremien privater Unternehmen sind hingegen
nicht nur ungerechtfertigte Eingriffe. Sie gehen auch völlig ins
Leere, solange den Frauen nicht alle Chancen und Wahlfreiheiten für
ihre Karriere- und Lebensplanung geboten werden", bringt es
Hochhauser auf den Punkt.
Frauen: Schlüsselkräfte der Zukunft
"Die Wirtschaft will und kann auf die Talente und Fähigkeiten von
Frauen nicht verzichten. Nicht zuletzt durch den immer schärfer
werdenden Fachkräftemangel zählen Frauen zu den
Schlüsselarbeitskräften der Zukunft. Deshalb setzt die Wirtschaft auf
aktive Unterstützung, um mehr Frauen in Beschäftigung und vor allem
in die Chefetagen zu bringen", unterstreicht Hochhauser und verweist
in diesem Zusammenhang auf das erfolgreiche Führungskräfte-Programm
"Zukunft.Frauen", das Wirtschaftsministerium, WKÖ und
Industriellenvereinigung bereits zum siebenten Mal durchgeführt
haben.
Rahmenbedingungen verbessern - Wahlfreiheit schaffen
"Die Politik sollte den Frauentag zum Anlass nehmen, um wirksame
Maßnahmen zu treffen, welche die Rahmenbedingungen für die
Vereinbarkeit von Beruf und Karriere verbessern", betont die
WKÖ-Generalsekretärin und verweist auf die Forderung der Wirtschaft
nach einem Ausbau von qualitativ hochwertigen
Kinderbetreuungsmöglichkeiten - vor allem für Kinder unter 3 Jahren.
Hochhauser: "Das Kinderbetreuungsangebot muss flexibler gestaltet und
flächendeckend ausgebaut werden. Zudem fordern wir eine Ausweitung
der steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuung, um Eltern spürbar
zu entlasten".
Ebenfalls ein wichtiger Ansatzpunkt ist die Berufswahl: Mädchen
sollen gezielt ermutigt werden, auch traditionell männerdominierte
Berufe zu ergreifen, etwa in technischen Bereichen.
Hochhauser abschließend: "Wir brauchen ein Bündel an Maßnahmen,
das Optionen aufzeigt und verschiedene Karrierewege öffnet. Nur so
können Frauen ihre Lebensplanung flexibel gestalten". (PM)
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