- 07.03.2014, 10:30:32
- /
- OTS0080 OTW0080
Bundesheer: 10 Jahre unfallfreies Fliegen
"Sicherer Flugbetrieb durch Zusammenspiel verschiedener Bausteine"
Utl.: "Sicherer Flugbetrieb durch Zusammenspiel verschiedener
Bausteine" =
Wien (OTS/BMLVS) - 2013 flogen die 180 Pilotinnen und Piloten der
Luftstreitkräfte des Österreichischen Bundesheeres knapp 16.000
Flugstunden. Zum zehnten Mal in Folge gibt es keine Totalschäden von
Luftfahrzeugen. Seit bereits 13 Jahren sind keine Todesfälle mit
einem der knapp 130 Luftfahrzeuge des Bundesheeres zu verzeichnen.
Moderne Technologie, professionelle Ausbildung und
Flugsicherheitsoffiziere tragen zum unfallfreien Fliegen bei.
"Flugsicherheit ist das professionelle Zusammenspiel vieler
Komponenten in verschiedenen Bereichen", sagt Generalleutnant Karl
Schmidseder, Leiter der Einsatzsektion im Bundesministerium für
Landesverteidigung und Sport. Er übergab am Donnerstag, den 6. März
2014, eine Urkunde für "Unfallfreies Fliegen" im Jahr 2013 an die
zuständigen Verbände und Kommanden des Bundesheeres. "Flugsicherheit
erfordert immer eine kompetente Mannschaft und effizientes Training",
so Schmidseder.
Diese Mannschaft gliedert sich unter anderem in 180 Pilotinnen und
Piloten und etwa 1.100 Flugtechniker. Rund 20 der Pilotinnen und
Piloten sind auch im Flugsicherheitsdienst tätig. In jeder der elf
Fliegerstaffeln gibt es einen Flugsicherheitsbeauftragten. Sie sind
für die Flugunfallverhinderung verantwortlich und überprüfen
Vorschriften und Richtlinien, um mögliche Vorkommnisse bereits vor
dem Abflug abzuwehren. Flugsicherheitsoffiziere sind in den
"fliegenden Verbänden" (Kommando Luftunterstützung und Kommando
Luftraumüberwachung) des Bundesheeres tätig. Sie erstellen
Einsatzpläne für Flugnotfälle und beurteilen Risiken in der Luft
sowie am Boden. Ihr Spezialgebiet ist die Flugunfallaufklärung. Die
Fachdienstleitung hat die Abteilung Militärluftfahrt im
Verteidigungsministerium inne.
Die professionelle Ausbildung des Flugpersonals findet auf
internationalem Niveau statt. Die rund 20 Mitarbeiter in der
Flugsicherheit werden in den USA und in Deutschland speziell
ausgebildet. Auch die Pilotenausbildung wurde in den letzten zehn
Jahren nach internationalem Vorbild reformiert. Die Basisausbildung
dauert jeweils etwa ein Jahr, die Ausbildung zum Einsatzpiloten je
nach Flugzeugtyp weitere zwei bis vier Jahre. Verändert hat sich vor
allem das Auswahlverfahren. Um zum Piloten beim Bundesheer
ausgebildet zu werden, brauchen alle Bewerber dieselben
Grundvoraussetzungen. Die Testung erfolgt nach hohen internationalen
Standards vor allem in den Bereichen Reaktion und Ausdauer. Erst im
Laufe der Ausbildung erfolgt die Spezialisierung. Je nach Typ und
Interesse werden die Piloten dort eingesetzt, wo sie am besten
geeignet sind. In ihrem Berufsalltag werden sie ständig fortgebildet.
Darüber hinaus erfolgt jährlich eine
Fliegertauglichkeitsuntersuchung.
Im Flugbetrieb hat sich auch im technischen Bereich einiges geändert.
Beinahe für jedes Luftfahrzeug gibt es nun Simulatoren. Regelmäßig
finden "technische Upgrades" statt, damit die Leistungsfähigkeit und
Sicherheit beim Fliegen erhalten bzw. gesteigert werden. Unter
anderem wurde die Bordausrüstung im Hubschrauber des Typs Agusta Bell
212 erneuert. Außerdem sind die Pilotinnen und Piloten mit
Nachtsichtbrillen ausgestattet worden. Damit kann die
Einsatzbereitschaft und Flugsicherheit bei Nacht und schlechter Sicht
erhöht werden.
Seit 1960 leisteten die Pilotinnen und Piloten des Bundesheeres mehr
als eine Million Flugstunden. Diese setzen sich aus Ausbildungsflügen
zum Einsatzpiloten, dem Training als Einsatzpilot, der
Einsatzvorbereitung und den Einsätzen selbst zusammen. Die
Einsatzgebiete der Luftstreitkräfte sind die Luftraumüberwachung,
Rettungs- und Assistenzeinsätze sowie Transporte im In- und Ausland.
Das Bundesheer betreibt eine Flotte von Abfangjägern, Transport- und
Schulfliegern sowie Hubschraubern. Sie überwachen, sichern und
verteidigen den österreichischen Luftraum und helfen, wo immer sie
gebraucht werden.
Fotos finden Sie auf www.bundesheer.at.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLA






