- 06.03.2014, 10:00:22
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Accenture-Umfrage zum Internationalen Frauentag
Frauen sind selbstbewusst im Job, glauben aber nicht an gesellschaftlichen Wandel

Utl.: Frauen sind selbstbewusst im Job, glauben aber nicht an
gesellschaftlichen Wandel =
Wien (OTS) - Mit viel Selbstbewusstsein treiben Frauen in Österreich
ihre Karriere voran, auch wenn sie dabei nach wie vor auf Barrieren
stoßen. Mehr als die Hälfte der berufstätigen Frauen schätzen sich
selbst als erfolgreich im Beruf ein (52 Prozent) und sehen auch für
die Zukunft gute Karrierechancen (50 Prozent). Das zeigt sich noch
stärker bei den Gehaltsverhandlungen mit dem Arbeitgeber: Deutlich
mehr Frauen forderten aktiv ein höheres Gehalt, nämlich 50 Prozent -
im Vorjahr lag die Zahl noch bei 30 Prozent -, nach einer Beförderung
fragten immerhin 26 Prozent (im Vorjahr nur 14 Prozent). Damit
verringern sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern weiter:
54 Prozent der Männer fragten bei ihrem Arbeitgeber nach einer
Gehaltserhöhung und 36 Prozent nach einer Beförderung. Das zeigen die
diesjährigen Ergebnisse der internationalen Frauenstudie des
Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcingdienstleisters
Accenture.
Trotz dieser optimistischen Einschätzung der eigenen Karriere
begegnen viele Frauen aber noch immer Hürden auf ihrem Weg zum
beruflichen Erfolg. Einerseits fehlt es an flexiblen
Arbeitszeitmodellen, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten
sind. Dieses Problem wird sich nach Einschätzung der befragten Frauen
sogar noch ver-schärfen: 36 Prozent glauben, dass es in Zukunft
schwieriger werden wird, Beruf und Privatleben miteinander in
Einklang zu bringen. Männer sind noch pessimistischer: 40 Prozent der
Befragten gaben an, dass eine gute Work-Life-Balance schwieriger zu
erreichen sein werde.
Anderseits fehlt der Glaube an den gesellschaftlichen Wandel bei
den weiblichen Befragten. Trotz der jüngsten Diskussionen um die
Frauenquote sind Frauen weiterhin skeptisch, dass die Dominanz von
Männern im Top-Management gebrochen werden kann. Nur knapp ein
Viertel (24 Prozent) glaubt, dass Männer und Frauen bis zum Ende des
Jahrzehnts gleichermaßen in Führungspositionen vertreten sein werden.
Männer trauen den Frauen jedoch mehr zu: 42 Prozent gaben an, dass
beide Geschlechter in Führungspositionen gleich stark vertreten sein
werden.
"Frauen wollen heute genau wie ihre männlichen Kollegen Karriere
machen. Umgekehrt steigt bei Männern die Priorität der Familie", sagt
Franzeska Papargyrop-oulou, Senior Managerin und Leiterin der Women
Initiative bei Accenture in Öster-reich. "Wir sehen auch, dass Frauen
heute systematischer ihre Karriere planen und sich gezielt bestimmte
Fähigkeiten aneignen und Netzwerke aufbauen, von denen sie
langfristig profitieren. Andererseits wollen vor allem jüngere
männliche Kollegen ihre Rolle als Väter stärker wahrnehmen und in
Elternzeit gehen. Für Unternehmen bleibt also noch viel zu tun. Es
gilt, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das den Bedürfnissen von Frauen
- und familienbewussten Männern - gerecht wird, und die Karriere von
Frauen weiter gezielt zu fördern", sagt Franzeska Papargyropoulou
weiter.
Dazu gehören etwa flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit
von zu Hause zu arbeiten, aber auch die aktive Förderung von
weiblichen Mitarbeitern im Unterneh-men: Sie reicht von Seminaren für
angehende weibliche Führungskräfte, über klare Regeln für
Beförderungen bis zu Fortbildungen für männliche Führungskräfte, die
sich über eventuelle Vorurteile bewusst werden sollen. Die Studie
verdeutlich die Notwendigkeit solcher Maßnahmen, denn viele Frauen
können ihre Stärken im Beruf noch nicht voll ausspielen: 54 Prozent
gaben an, für ihren jetzigen Job überqualifiziert zu sein.
"Wenn wir Frauen in ihrem beruflichen Aufstieg fördern wollen,
reicht es aber nicht allein, entsprechende Maßnahmen im Unternehmen
zu ergreifen. Wichtig ist, dass Unternehmen auch nach außen hin klare
Zeichen setzen. Veränderungen in der Gesellschaft erreichen wir als
Unternehmen nur, wenn wir den Dialog mit Akteuren in Wirtschaft,
Politik und Zivilgesellschaft suchen", so Franzeska Papargyropoulou.
Über die Studie:
Unter dem Titel "Knowing and Growing Your Career Capital" hat
Accenture 4.100 berufstätige Frauen und Män-ner aus mittelgroßen bis
großen Unternehmen in 32 Ländern befragt, darunter 100 aus
Österreich. Accenture führt die Umfrage jährlich durch und
veröffentlicht die Ergebnisse zum Internationalen Frauentag. Weitere
Informationen unter www.accenture.com/iwd2014
Über Accenture:
Accenture ist ein weltweit agierender Managementberatungs-,
Technologie- und Outsourcing-Dienstleister mit rund 281.000
Mitarbeitern, die für Kunden in über 120 Ländern tätig sind. Als
Partner für große Business-Transformationen bringt das Unternehmen
umfassende Projekterfahrung, fundierte Fähigkeiten über alle Branchen
und Unternehmensbereiche hinweg und Wissen aus qualifizierten
Analysen der weltweit erfolgreichsten Unternehmen in eine
partnerschaftliche Zusammenarbeit mit seinen Kunden ein. Accenture
erwirtschaftete im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August 2013) einen
Umsatz von 28,6 Mrd. US-Dollar. Die Internetadresse lautet
www.accenture.at
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