Tamandl: "Leiharbeit darf kein Ausweg auf dem Arbeitsmarkt werden!"

ÖAAB-FCG-Kritik an den Beschwichtigungen der Wirtschaftskammer zum heißen Wahlkampfthema Leiharbeit

Wien (OTS/ÖAAB-FCG) - Alles andere als hilfreich für Arbeitnehmer ist die Kritik des Fachgruppenobmannes Gerhard Flenreiss (Gewerbliche Dienstleister der Wirtschaftskammer-Wien) an den Aussagen der ÖAAB-FCG-Obfrau Gabriele Tamandl über Leiharbeit. Tamandl hatte gefordert, dass derartige Beschäftigungen künftig nur für Auftragsspitzen und nur im Höchstausmaß von 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes für maximal für ein Jahr gestattet werden soll. Tamandl: "Die Flenreiss-Meinung, dass Zeitarbeit Arbeitsplätze schaffe, ist ein absolutes Märchen!" Das beweise die aktuelle Situation im Wiener AKH, wo derzeit 350 Leiharbeiter gekündigt werden. Rund 1000 sollen in den nächsten Monaten folgen. Tamandl: "Dass ein Spital Reinigungskräfte und Pflegehelfer benötigt, ist offenkundig. Also sollte man sie auch anstellen und korrekt entlohnen. Weil man das nicht gemacht hat, haben sich bisher Leiharbeitsfirmen goldene Nasen verdienen, wie in Rechnungshof- und Kontrollamtberichten auch nachzulesen ist."
Und auch die Flenreiss-Aussage über das angebliche Beschäftigungsplus für heimische Arbeitnehmer stimme nicht, wie Tamandl versichert. So seien etwa auf der ÖBB-Baustelle Koralmtunnel fast ausschließlich polnische Leiharbeiter beschäftigt. Arbeitslose Österreicher würden von der Leiharbeitsfirma gar nicht beschäftigt, weil sie angeblich zu teuer sind. Gabriele Tamandl: "Bezahlt man die Leiharbeiter aus Polen etwa nicht nach dem Kollektivvertrag? Herr Flenreiss, können Sie das den heimischen Arbeitnehmern erklären?"
Die, laut Flenreiss, angeblich so "gute Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktservice Wien" ist für Tamandl nur noch der letzte Beweis, dass man im AMS nicht wirklich Arbeit vermittelt sondern das Heer von 400.000 heimischen Arbeitslosen nur verwaltet!, wie Tamandl ihre Kritik am AMS einmal mehr unterstreicht.

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