• 05.03.2014, 15:31:58
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Tamandl: "Leiharbeit darf kein Ausweg auf dem Arbeitsmarkt werden!"

ÖAAB-FCG-Kritik an den Beschwichtigungen der Wirtschaftskammer zum heißen Wahlkampfthema Leiharbeit

Utl.: ÖAAB-FCG-Kritik an den Beschwichtigungen der Wirtschaftskammer
zum heißen Wahlkampfthema Leiharbeit =

Wien (OTS/ÖAAB-FCG) - Alles andere als hilfreich für Arbeitnehmer ist
die Kritik des Fachgruppenobmannes Gerhard Flenreiss (Gewerbliche
Dienstleister der Wirtschaftskammer-Wien) an den Aussagen der
ÖAAB-FCG-Obfrau Gabriele Tamandl über Leiharbeit. Tamandl hatte
gefordert, dass derartige Beschäftigungen künftig nur für
Auftragsspitzen und nur im Höchstausmaß von 10 Prozent der
Beschäftigten eines Betriebes für maximal für ein Jahr gestattet
werden soll. Tamandl: "Die Flenreiss-Meinung, dass Zeitarbeit
Arbeitsplätze schaffe, ist ein absolutes Märchen!" Das beweise die
aktuelle Situation im Wiener AKH, wo derzeit 350 Leiharbeiter
gekündigt werden. Rund 1000 sollen in den nächsten Monaten folgen.
Tamandl: "Dass ein Spital Reinigungskräfte und Pflegehelfer
benötigt, ist offenkundig. Also sollte man sie auch anstellen und
korrekt entlohnen. Weil man das nicht gemacht hat, haben sich bisher
Leiharbeitsfirmen goldene Nasen verdienen, wie in Rechnungshof- und
Kontrollamtberichten auch nachzulesen ist."
Und auch die Flenreiss-Aussage über das angebliche Beschäftigungsplus
für heimische Arbeitnehmer stimme nicht, wie Tamandl versichert. So
seien etwa auf der ÖBB-Baustelle Koralmtunnel fast ausschließlich
polnische Leiharbeiter beschäftigt. Arbeitslose Österreicher würden
von der Leiharbeitsfirma gar nicht beschäftigt, weil sie angeblich zu
teuer sind. Gabriele Tamandl: "Bezahlt man die Leiharbeiter aus Polen
etwa nicht nach dem Kollektivvertrag? Herr Flenreiss, können Sie das
den heimischen Arbeitnehmern erklären?"
Die, laut Flenreiss, angeblich so "gute Zusammenarbeit mit dem
Arbeitsmarktservice Wien" ist für Tamandl nur noch der letzte Beweis,
dass man im AMS nicht wirklich Arbeit vermittelt sondern das Heer von
400.000 heimischen Arbeitslosen nur verwaltet!, wie Tamandl ihre
Kritik am AMS einmal mehr unterstreicht.

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