- 05.03.2014, 11:31:24
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NÖGKK: Versorgung mit Ergotherapie in ganz Niederösterreich gesichert
Neuer Vertrag mit Ergotherapeuten: 36 Planstellen
Utl.: Neuer Vertrag mit Ergotherapeuten: 36 Planstellen =
St. Pölten (OTS) - Die NÖ Gebietskrankenkasse baut laufend die
Versorgung für die Versicherten und ihre Angehörigen aus. Mit der
Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung zwischen der NÖGKK und dem
Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreich
(Ergotherapie Austria) verbessert sich die Versorgung
Niederösterreichs mit Ergotherapie in einem hohen Ausmaß. "Es besteht
eine große Nachfrage nach ergotherapeutischer Behandlung. Wir
reagieren darauf! Aus diesem Grund sind im Vertrag 36 Planstellen
vorgesehen, die sich auf ganz Niederösterreich verteilen", sagt der
Obmann der NÖGKK, KR Gerhard Hutter, in einer Pressekonferenz am
Mittwoch in St. Pölten.
NÖGKK: Schwerpunkt Kinderergotherapie
Diese umfassende Versorgung stellt sicher, Wartezeiten auf einen
Behandlungstermin möglichst zu minimieren. "Mit diesem Modell sind
wir vom Versorgungsschlusslicht an die Spitze der Pyramide
gesprungen", sagt der NÖGKK-Obmann über die außerordentliche
Vertragslösung. "Es war uns außerdem ein großes Anliegen, einen
Schwerpunkt in der Kinderergotherapie zu setzen. Wir haben deshalb
festgeschrieben, dass 40 Prozent - also 15 Planstellen - im
Pädiatrie-Bereich liegen müssen."
Ergotherapie dient der Förderung und Wiederherstellung der
Selbstständigkeit in allen persönlichen, beruflichen und sozialen
Bereichen und wird bei Entwicklungsstörungen und verletzungsbedingten
Einschränkungen eingesetzt. Bei Kindern wird Ergotherapie zum
Beispiel zur Behandlung von Bewegungs- und Verhaltensauffälligkeiten
verordnet. Bei älteren Menschen findet die Ergotherapie u. a. auch
bei der Behandlung von Demenz ihren Einsatz. Weitere
Behandlungsschwerpunkte sind zum Beispiel Amputationen,
Schlaganfälle, Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose.
Hohe Versorgungsqualität und Mindestöffnungszeit
"Es ist jetzt wichtig, dass die Besetzung der Planstellen rasch
vollzogen wird", so der Ob-mann der NÖGKK. "Der Bundesverband der
Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreich hat zugesagt, drei
Viertel der Stellen bis Jahresende zu besetzen - selbstverständlich
auf das ganze Land verteilt." Um die Qualität der Versorgung in einem
hohen Ausmaß zu sichern, schreibt die Vereinbarung eine
Mindestöffnungszeit von 30 Wochenstunden und eine Verpflichtung zur
laufenden Fortbildung vor. Die Praxen müssen barrierefrei erreicht
werden können, darüber hinaus werden selbstverständlich Hausbesuche
vereinbart. Für eine ergotherapeutische Behandlung benötigen die
Patientinnen und Patienten eine ärztliche Überweisung sowie eine
Bewilligung durch den Ärztlichen Dienst der Krankenkasse.
Damit hat die NÖGKK - nach der Kinderpsychiatrie auf Kassekosten, dem
unlimitierten Zugang zu Kinder-Psychotherapie, dem Projekt "frühe
Hilfe" sowie dem Vertrag über logopädische Leistungen - einen
weiteren Meilenstein für die Kindergesundheit in NÖ gesetzt.
Dazu die Präsidentin von Ergotherapie Austria, Marion Hackl: "Die
sehr konstruktive Zu-sammenarbeit mit der NÖGKK hat es ermöglicht,
diesen Vertrag sehr schnell unter Dach und Fach zu bringen. Wir haben
bereits in den ersten drei Wochen der Bewerbungsfrist für
Kassenstellen rund 40 Bewerbungen erhalten, sodass eine
Flächendeckung bis Ende des Jahres auf jeden Fall gewährleistet wird.
Wir sind sehr froh, dass es für die Versicherten der NÖGKK und
speziell für die Kinder jetzt die Möglichkeit gibt, Ergotherapie auf
Krankenschein zu erhalten und dass dadurch die hohen Selbstbehalte in
der Ergotherapie in Niederösterreich der Vergangenheit angehören."
Auch Gesundheitsminister Alois Stöger unterstrich bei der
Pressekonferenz die Wichtigkeit des Vertragsabschlusses:
"Ergotherapie findet in beinahe allen medizinischen Fachdisziplinen
Anwendung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für unser
Gesundheitswesen. Die Einsatzmöglichkeiten der Ergotherapie sind
vielfältig. Während physisch, psychisch und sozial beeinträchtigten
Menschen mit unterschiedlichsten Behandlungsmethoden geholfen wird,
profitieren gesunde Menschen von ergotherapeutischen Leistungen in
den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention und Arbeitsmedizin. An
der in Niederösterreich abgeschlossenen Vereinbarung freut mich
besonders der gewählte Schwerpunkt auf die Gesundheit unserer Kinder
und Jugendlichen. Seit dem Start der österreichischen
Kindergesundheitsstrategie durch den Kindergesundheitsdialog im Jahr
2011, bauen Bund, Länder und Sozialversicherungsträger den
Leistungskatalog mit gemeinsamer Kraft konsequent aus. In diesem
Sinne ist die heute präsentierte Maßnahme Ergotherapie auf E-Card ein
großer Schritt, für den ich mich bei den Vertragspartnern, der NÖGKK
und dem Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten,
bedanken möchte und zu dem ich herzlich gratuliere."
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