NÖGKK: Versorgung mit Ergotherapie in ganz Niederösterreich gesichert

Neuer Vertrag mit Ergotherapeuten: 36 Planstellen

St. Pölten (OTS) - Die NÖ Gebietskrankenkasse baut laufend die Versorgung für die Versicherten und ihre Angehörigen aus. Mit der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung zwischen der NÖGKK und dem Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreich (Ergotherapie Austria) verbessert sich die Versorgung Niederösterreichs mit Ergotherapie in einem hohen Ausmaß. "Es besteht eine große Nachfrage nach ergotherapeutischer Behandlung. Wir reagieren darauf! Aus diesem Grund sind im Vertrag 36 Planstellen vorgesehen, die sich auf ganz Niederösterreich verteilen", sagt der Obmann der NÖGKK, KR Gerhard Hutter, in einer Pressekonferenz am Mittwoch in St. Pölten.

NÖGKK: Schwerpunkt Kinderergotherapie

Diese umfassende Versorgung stellt sicher, Wartezeiten auf einen Behandlungstermin möglichst zu minimieren. "Mit diesem Modell sind wir vom Versorgungsschlusslicht an die Spitze der Pyramide gesprungen", sagt der NÖGKK-Obmann über die außerordentliche Vertragslösung. "Es war uns außerdem ein großes Anliegen, einen Schwerpunkt in der Kinderergotherapie zu setzen. Wir haben deshalb festgeschrieben, dass 40 Prozent - also 15 Planstellen - im Pädiatrie-Bereich liegen müssen."
Ergotherapie dient der Förderung und Wiederherstellung der Selbstständigkeit in allen persönlichen, beruflichen und sozialen Bereichen und wird bei Entwicklungsstörungen und verletzungsbedingten Einschränkungen eingesetzt. Bei Kindern wird Ergotherapie zum Beispiel zur Behandlung von Bewegungs- und Verhaltensauffälligkeiten verordnet. Bei älteren Menschen findet die Ergotherapie u. a. auch bei der Behandlung von Demenz ihren Einsatz. Weitere Behandlungsschwerpunkte sind zum Beispiel Amputationen, Schlaganfälle, Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose.

Hohe Versorgungsqualität und Mindestöffnungszeit

"Es ist jetzt wichtig, dass die Besetzung der Planstellen rasch vollzogen wird", so der Ob-mann der NÖGKK. "Der Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreich hat zugesagt, drei Viertel der Stellen bis Jahresende zu besetzen - selbstverständlich auf das ganze Land verteilt." Um die Qualität der Versorgung in einem hohen Ausmaß zu sichern, schreibt die Vereinbarung eine Mindestöffnungszeit von 30 Wochenstunden und eine Verpflichtung zur laufenden Fortbildung vor. Die Praxen müssen barrierefrei erreicht werden können, darüber hinaus werden selbstverständlich Hausbesuche vereinbart. Für eine ergotherapeutische Behandlung benötigen die Patientinnen und Patienten eine ärztliche Überweisung sowie eine Bewilligung durch den Ärztlichen Dienst der Krankenkasse.
Damit hat die NÖGKK - nach der Kinderpsychiatrie auf Kassekosten, dem unlimitierten Zugang zu Kinder-Psychotherapie, dem Projekt "frühe Hilfe" sowie dem Vertrag über logopädische Leistungen - einen weiteren Meilenstein für die Kindergesundheit in NÖ gesetzt.

Dazu die Präsidentin von Ergotherapie Austria, Marion Hackl: "Die sehr konstruktive Zu-sammenarbeit mit der NÖGKK hat es ermöglicht, diesen Vertrag sehr schnell unter Dach und Fach zu bringen. Wir haben bereits in den ersten drei Wochen der Bewerbungsfrist für Kassenstellen rund 40 Bewerbungen erhalten, sodass eine Flächendeckung bis Ende des Jahres auf jeden Fall gewährleistet wird. Wir sind sehr froh, dass es für die Versicherten der NÖGKK und speziell für die Kinder jetzt die Möglichkeit gibt, Ergotherapie auf Krankenschein zu erhalten und dass dadurch die hohen Selbstbehalte in der Ergotherapie in Niederösterreich der Vergangenheit angehören."

Auch Gesundheitsminister Alois Stöger unterstrich bei der Pressekonferenz die Wichtigkeit des Vertragsabschlusses:
"Ergotherapie findet in beinahe allen medizinischen Fachdisziplinen Anwendung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für unser Gesundheitswesen. Die Einsatzmöglichkeiten der Ergotherapie sind vielfältig. Während physisch, psychisch und sozial beeinträchtigten Menschen mit unterschiedlichsten Behandlungsmethoden geholfen wird, profitieren gesunde Menschen von ergotherapeutischen Leistungen in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention und Arbeitsmedizin. An der in Niederösterreich abgeschlossenen Vereinbarung freut mich besonders der gewählte Schwerpunkt auf die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen. Seit dem Start der österreichischen Kindergesundheitsstrategie durch den Kindergesundheitsdialog im Jahr 2011, bauen Bund, Länder und Sozialversicherungsträger den Leistungskatalog mit gemeinsamer Kraft konsequent aus. In diesem Sinne ist die heute präsentierte Maßnahme Ergotherapie auf E-Card ein großer Schritt, für den ich mich bei den Vertragspartnern, der NÖGKK und dem Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten, bedanken möchte und zu dem ich herzlich gratuliere."

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