ARBÖ: Stinkefinger im Straßenverkehr kein Kavaliersdelikt

Beschimpfungen und ähnliches können vor Gericht enden

Wien (OTS) - "Da hat mir der doch glatt so reingeschnitten, dass ich eine Vollbremsung hinlegen musste - da blieb mir nichts anderes übrig, als meinen Unmut kund zu tun und ihm den Mittelfinger zu zeigen", so ein entrüstetes ARBÖ-Mitglied bei der Rechtsberatung. Geendet hat der Fall mit einer Anzeige wegen Beleidigung. Stinkefinger oder ähnliches im Straßenverkehr sollten daher nicht zur Gewohnheit werden, rät der ARBÖ.

Im Klartext heißt es: "Wenn man andere Menschen öffentlich beschimpft, verspottet am Körper misshandelt oder mit einer körperlichen Misshandlung droht, macht sich nach §115 StGB Beleidigung strafbar", so ARBÖ-Rechtsexpertin Mag. Christine Krandl. Das kann mit einer Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen oder gar mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Monaten enden! "Dabei ist es schwer, Ausreden zu finden, im Einzelfall wird der Richter entscheiden, ob die Tat entschuldigt ist, das ist der Fall, wenn man sich nur durch Entrüstung über das Verhalten eines anderen dazu hinreißen lässt, ihn in einer den Umständen nach entschuldbaren Weise zu beschimpfen, zu misshandeln oder mit Misshandlungen zu bedrohen und wenn die Entrüstung, insbesondere auch im Hinblick auf die seit ihrem Anlass verstrichene Zeit, allgemein begreiflich ist", so Krandl. Der ARBÖ empfiehlt daher allen Autofahrerinnen und Autofahrern einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht bei jeder Gelegenheit derartige "Komplimente" zu verteilen.

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