"Keine billige Wahlwerbung mit Zeitarbeitern, Frau Kollegin Tamandl"

Wien (OTS) - Fachgruppenobmann der Gewerblichen Dienstleister in der Wirtschaftskammer Wien, KommR Gerhard Flenreiss kritisiert Aussagen von NAbg. Gabriele Tamandl zum Thema Zeitarbeit. "Zeitarbeit schafft Arbeit - gerade in schwierigen Arbeitsmarktzeiten sollte man flexible Lösungen unterstützen, statt sie zu kritisieren", so Flenreiss.

Zeitarbeit schafft Arbeit - Obergrenzen kontraproduktiv

Die in einem Interview von der Spitzenkandidatin der Fraktion ÖAAB geforderten Obergrenzen und zeitlichen Beschränkungen von Zeitarbeit in Unternehmen sind nicht zeitgemäß, kritisiert Flenreiss und die Berufsgruppe der Personaldienstleister in der Wirtschaftskammer Wien. "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müsste es ein Anliegen aller Arbeitnehmervertreter sein, Arbeit zu schaffen. Zeitarbeit ist die Brücke in den Arbeitsmarkt und für viele Menschen der einzig mögliche Schritt zurück ins Berufsleben", so Flenreiss und weist in diesem Zusammenhang auch auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktservice Wien hin (AMS). "41% aller Zeitarbeiter kommen aus der Arbeitslosigkeit, aber nur 14% aller vom AMS vermittelten Personen kehren wieder in die Arbeitslosigkeit zurück. Das zeigt:
Zeitarbeit ist eine Alternative zur Arbeitslosigkeit. Zeitarbeit wirkt", so der Fachgruppenobmann.

75.000 Zeitarbeiter in Österreich, 18.100 in Wien

Flenreiss weist außerdem auf den wirtschaftlichen Impact von Zeitarbeit hin: 75.000 Zeitarbeitsnehmer gibt es in Österreich - rund 18.100 Personen sind es alleine in Wien. "Es sollte doch im Interesse des ÖAAB sein, diese große Personengruppe zu stärken und nicht in die Arbeitslosigkeit zu schicken", so Flenreiss. Klar weist er im Namen der Berufsgruppe auch darauf hin, dass Zeitarbeiter in unterschiedlichsten Branchen und Berufen tätig sind und damit die Wiener Wirtschaft stärken.

Unsichere Auftragslagen machen es für Unternehmen oft schwer, fixe Arbeitsplätze zu schaffen. "Viele Exportbranchen könnten nicht so wettbewerbsfähig sein, wenn es nicht die Möglichkeit der Zeitarbeit gäbe und damit die Flexibilität, auf Schwankungen am Markt zu reagieren!", so Flenreiss und zeigt auf, dass eine Beschränkung auf 10% Zeitarbeit in Unternehmen, wie von Tamandl gefordert, eine fahrlässige Gefährdung von Export- und vielen weiteren Branchen ist.

Gerade in Zeiten des Wahlkampfes: Einigkeit im Sinne der Arbeitnehmer!

Flenreiss fordert Tamandl auf, Wahlkampfmeter nicht auf dem Rücken der 18.100 Zeitarbeiter in Wien zu machen: "Beschäftigung ist kostbar. Für Menschen, für die Wirtschaft, für Dich und mich. Wir sollten alle an einem Strang ziehen und Arbeit schaffen, nicht sie einschränken!", so Flenreiss abschließend.

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