Volkshilfe zum 8. März: "Kampftag, nicht nur Festtag"

Frauenspezifische Volkshilfe-Projekte im In- und Ausland stärken Frauenrechte weltweit

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März weist Volkshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer darauf hin, dass die Forderungen, die Frauen seit dem 1. Internationalen Frauentag im Jahr 1911 erheben, immer noch dieselben sind: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, das Recht auf den eigenen Körper, gerechte Teilhabe von Frauen in allen Lebensbereichen, eine Welt ohne Rollenzwänge und Gewaltverhältnisse."

"Weltweit leisten Frauen zwei Drittel der produktiven und reproduktiven Arbeit, die Hälfte davon völlig unbezahlt. Lediglich ein Zehntel des weltweiten Einkommens erhalten Frauen, gar nur ein Hundertstel des Besitzes gehört Frauen. Der Internationale Frauentag ist deshalb immer noch ein Kampftag, nicht nur ein Festtag" erklärt Volkshilfe Bundesgeschäftsführer Mag. Erich Fenninger.

Frauen stärken

Die Volkshilfe tritt auf internationaler und österreichischer Ebene politisch und gesellschaftlich für die Verbesserung der Situation von Frauen ein. Durch verschiedene Projekte im In- und Ausland stärkt die Volkshilfe Frauen ökonomisch, hilft bei der Verbesserung ihrer Situation und unterstützt sie, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten.

International

"In unserer internationalen Arbeit ist die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen zentral. Gleichstellung von Frauen und Empowerment sind wichtige Schlüssel zur Beseitigung von Armut. Wir setzen deshalb Maßnahmen, um Frauen eine bessere Bildung, einen fairen Zugang zu Ressourcen und politischer Mitbestimmung zu ermöglichen", sagt Mag.a Heide Mitsche, Leiterin der Internationalen Abteilung der Volkshilfe.

und in Österreich

"Aber auch hierzulande gibt es immer noch viel zu tun. Die Lohnschere ist noch lange nicht geschlossen. Frauen verdienen weniger als Männer, haben mehr Teilzeitjobs, übernehmen den Großteil der Kinderbetreuung und der Pflege von Angehörigen und sind im Alter öfter von Armut betroffen. Alleinlebende Pensionistinnen gehören zu den am stärksten armutsgefährdeten Gruppen", ergänzt Mag.a Verena Fabris, Sozialexpertin der Volkshilfe.

mit zahlreichen Volkshilfe-Projekten

Mitsche und Fabris freuen sich, dass in vielen Projekten der Volkshilfe Frauen im Mittelpunkt stehen. Die Volkshilfe trägt so dazu bei, Benachteiligungen zu beseitigen und Erfolge von Frauen zu ermöglichen: Im Rahmen von SEED, das im Jänner 2014 startete, werden Frauen in Albanien, Serbien und Kosovo durch Ausbildung, Beratung und Trainings auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. Im Projekt "THARA - e Romengo than", das am 1. Februar in Wien startete, finden Romnija in frauenspezifischen Workshops eine berufliche Zukunft. In der Frauennotschlafstelle in Kärnten haben Frauen seit Dezember des Vorjahres einen Raum, um sich finanziell und psychisch zu stabilisieren und eine Perspektive - unabhängig von Zweckgemeinschaften - zu entwickeln.

für eine gerechtere Welt

"Die Volkshilfe tritt für eine Welt ein, in der Frauen und Männer gleichgestellt sind und alle Menschen dieselben Chancen haben, unabhängig von Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung, Religion oder Herkunft. Dazu muss die Welt gerechter werden. Denn - wie schon Johanna Dohnal, die große österreichische Kämpferin für Frauenrechte vor 30 Jahren sagte: ,Der Boden, auf dem sexuelle Ausbeutung und Versklavung von Frauen gedeihen, ist die rechtliche und ökonomische Benachteiligung von Frauen`", so Fenninger und Weidenholzer abschließend.

Alle frauenspezifischen Projekte der Volkshilfe finden Sie unter:
www.volkshilfe.at/frauenrechte

Rückfragen & Kontakt:

Volkshilfe Österreich
Mag. (FH) Margit Kubala
Tel.: +43 (0) 676 83 402 214
margit.kubala@volkshilfe.at
www.volkshilfe.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VHO0001