Christian Ragger: Bei Koralmtunnelbau läuft einiges schief

Arbeitslose Kärntner werden abgewiesen, weil Polen zu Billigpreis beschäftigt werden

Klagenfurt (OTS) - Auf höchst fragwürdige Vorgänge beim Bau des Koralmtunnels weist der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger hin. "Arbeitslose Kärntner Bauarbeiter müssen es hinnehmen, dass sie abgewiesen werden und an ihrer statt polnische Arbeiter einer Leiharbeitsfirma zum Billigpreis beschäftigt werden". Ragger fordert dringend eine Überprüfung dieser Missstände. "Da läuft etwas katastrophal schief." Die ausschreibenden Stellen der ÖBB haben es zugelassen bzw. sogar gefördert, dass eine Subvergabe an eine Leiharbeitsfirma erfolgt ist, welche polnische Bauarbeiter zu der größten Baustelle Kärntens vermittelt. "Arbeitslose Kärntner, die sich um einen Job bewerben, haben gar keine Chance. Es wird ihnen gleich mitgeteilt, dass nur Polen zum Zug kommen", kritisiert Ragger.

Er verweist auch auf eine entsprechende Information der Gewerkschaft, der zufolge bei einer Kontrolle beim Koralmtunnel 242 Arbeitnehmer in Österreich registriert wurden und zusätzliche 199 Arbeitnehmer aus Polen, welche in Österreich keine Steuern und Abgaben leisten.

Ragger fordert eine rasche Überprüfung durch die Finanzpolizei. Er fragt: "Gibt es hier Lohndumping? Werden Polen zu nicht standardmäßigen sozialen Bedingungen beschäftigt? Wenn die vorgeschrieben finanziellen und sozialen Kriterien eingehalten werden, kann es nicht sein, dass arbeitslose heimische Bauarbeiter abgewiesen werden".

Unter einem freiheitlichen Landeshauptmann wären solche Zustände undenkbar gewesen. Ragger fordert LH Peter Kaiser und die zuständige Ministerin Doris Bures auf, hier zu handeln. "Schafft Bedingungen, dass auch arbeitslose heimische Bauarbeiter eine Chance beim Bau des Koralmtunnels bekommen. Klärt auf, warum die ÖBB Firmen als Subunternehmer zulassen, die nur Polen aufnehmen und womöglich aufgrund von Sozialdumping, unangemessen hohe Gewinne bei dem größten öffentlichen Bauprojekt machen!"

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