- 03.03.2014, 10:52:43
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ANSCHOBER: Wer sich gegen verbindliche EU-Ziele für Ökoenergie stellt, öffnet die Tür für den Ausbau von Temelin
Linz (OTS) - Morgen wird beim EU-Ministerrat über die Klima- und
Energieziele der EU diskutiert, die beim Ratsgipfel der EU am 20. und
21.März als Kurs bis 2030 festgelegt werden sollen.
Anschober: "Verbindliche Ziele für die Absenkung der CO2-Emissionen,
den Ausbau der Ökoenergie und die Steigerung der Energieffizienz sind
besonders wichtig, damit europaweit ein klarer Kurs gegangen werden
kann. Das schafft Beschäftigung, stärkt den Klimaschutz und wirkt als
Barriere gegen den Ausbau der Atomenergie." Anschober fordert
verbindliche Ziele, wie sie vom Europaparlament jüngst mehrheitlich
vorgeschlagen wurden: 40 : 30 : 40. Also 40 Prozent weniger CO2 bis
2030, 30 Prozent Erneuerbare Energie und 40 Prozent mehr
Energieeffifzienz.
Anschober: "Kommt kein Ziel für Ökoenergie zustande bzw. wäre dies
für die einzelnen Mitgliedstaaten nicht verbindlich, dann würde dies
das Comeback der Atomenergie massiv unterstützen. Es ist kein Zufall,
dass sich die Atomlobby in Großbritannien, Frankreich und Tschechien
besonders heftig gegen verbindliche Ziele für den Ausbau von
Ökoenergie wehrt. Viele Experten Tschechiens sehen bei verbindlichen
EU-Zielen die Ausbaupläne für Temelin als endgültig gescheitert, da
in diesem Fall die Finanzen gebunden und der Energieausbau auf
Erneuerbare konzentriert werden müsste. Wer also morgen bzw. beim
Ratsgipfel am 20.März gegen verbindliche Ziele für Ökoenergie stimmt,
öffnet die Tür für eine Renaissance der Atomenergie und den Ausbau
von Temelin."
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