Bures: Offensive für schnelle Netze - "Breitbandatlas" geht online, "Planungsleitfaden Breitband" veröffentlicht

Alle Informationen auf www.breitbandbuero.at und www.breitbandatlas.info

Wien (OTS/BMVIT) - Infrastrukturministerin Doris Bures bekräftigt das Ziel der Breitbandstrategie: Bis 2020 sollen für österreichische Haushalte und Unternehmen flächendeckend ultraschnelle Verbindungen von mindestens 100 Mbit/s verfügbar sein. Für Bures geht es darum, allen Menschen in Österreich, unabhängig von Wohnort, Alter oder Einkommen, Zugang zu schnellem Internet zu ermöglichen. Mit der Digitalen Offensive will Bures die digitale Kluft schließen und die Infrastruktur für das enorme Wachstum der Datenmengen fit machen. Alle eineinhalb Jahre verdoppelt sich die Menge der Information, die über Festnetz oder mobil übertragen wird. Die Ministerin stellt dazu zwei neue Produkte des BMVIT-Breitbandbüros vor. Der "Breitbandatlas" ist seit heute online und der "Planungsleitfaden Breitband" wird heute veröffentlicht. Beides findet man auf www.breitbandbuero.at. ****

Unter www.breitbandatlas.info zeigt der neue "Breitbandatlas" für jeden Punkt bzw. jede Adresse in Österreich, welche Bandbreiten im Festnetz verfügbar sind und welche Anbieter von Telekommunikationsdiensten es im ausgewählten Bereich gibt.

Mit dem "Planungsleitfaden Breitband" legt das BMVIT eine technische Anleitung vor, die gezielt für die Anforderungen von Gemeinden, Bauträgern und Planungsbüros erstellt wurde und zeigt, wie man Breitband am besten und effizientesten, nach dem aktuellen Stand der Technik, plant und errichtet. Denn wenn man Telekommunikations-Leerrohr-Infrastruktur gemeinsam mit anderen Netzerneuerungen (z.B. Kanal, Wasser oder Fernwärme) plant und errichtet, kann man beim Rollout sehr viel Geld sparen.

Branchengespräche starten im Frühjahr

Im Frühjahr wird Bures Branchen-VertreterInnen (Unternehmen, Interessenverbände, wissenschaftlichen ExpertInnen) zu Gesprächen einladen, um gemeinsam mit ihnen die Prioritäten und die Zeitpläne der Breitbandoffensive zu entwickeln.

Bures will die Investitionen in die Infrastruktur für Hochleistungsbreitband forcieren. Sie bekräftigt ihr Bekenntnis, dass die Erlöse des BMVIT aus der Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen für eine Digitale Offensive verwendet werden. Derzeit sei allerdings noch der Ausgang der höchstgerichtlichen Verfahren abzuwarten. Was die Verhandlungen mit dem Finanzminister betrifft, ist die Ministerin zuversichtlich, weil sich die Regierung in ihrem Programm ausdrücklich auf eine Breitbandoffensive festgelegt hat. "Hochleistungsbreitband ist die Infrastruktur der Informationsgesellschaft. Es ist für den Wirtschaftsstandort und die Bevölkerung genauso wichtig wie Straßen, Schienen und Energienetze", betont die Ministerin. "Die Modernisierung des Landes hängt unmittelbar mit leistungsfähigen Datennetzen zusammen. Daher müssen wir in kommenden Jahren den Schwerpunkt auf den Ausbau der Breitbandinfrastruktur setzen."

Neben der Förderung für den Ausbau von Hochleistungsbreitband und der besseren Koordinierung durch das Breitbandbüro ist Forschung und Entwicklung der dritte Ansatzpunkt für die Digitale Offensive des BMVIT. Schon heute investiert das Technologieministerium 80 Millionen Euro für Technologieförderung im Bereich IKT. Diese Mittel sollen mit einem Teil der Versteigerungserlöse noch aufgestockt werden. Bures:
"Vom Start-up bis zum Hightech-Unternehmen - das BMVIT unterstützt Technologie aus Österreich."

Hintergrund: Österreich überdurchschnittlich bei Basisbreitband und NGA, Aufholbedarf bei Glasfaser

Beim Zugang zu Basisbreitband (bis zu 2 Mbit/s) liegt Österreich (99%) leicht über dem EU-Durchschnitt (95,5%) und noch vor Deutschland (96%); die führenden Länder Europas wie Belgien und die Niederlande weisen eine flächendeckende Versorgung (100%) auf. (Q:
European Scoreboard, EU-Kommission, Werte für 2012)

Bei den Next-Generation-Netzen (NGA) mit Download-Raten von mindestens 30 Mbit/s liegt Österreich (Verfügbarkeit für 69,5% der Haushalte) zwar über dem EU-Schnitt (53,8%) und knapp vor Deutschland (66%), aber deutlich hinter den führenden europäischen Staaten (96%) wie Niederlande, Belgien oder Malta. (Q: European Scoreboard, EU-Kommission, Werte für 2012)

Einen deutlichen Rückstand gibt es im Bereich der ultraschnellen Hochleistungszugänge (Glasfaser, FTTH/B). In den asiatischen Ländern Japan und Südkorea ist Glasfaser die Standardtechnologie (annähernd 70% Breitbandanschlüsse sind Glasfaser), auch in Schweden (35,9%), der Slowakei (31%) und auch in Slowenien (19%) und Tschechien (17,8%) schreitet die Anbindung mit Glasfaser schnell voran. Länder mit einer guten Kupfer-Versorgung (VDSL) wie eben Österreich (1,6%) und Deutschland (0,82%) hinken hier deutlich hinterher. (Q: OECD, 2013)

Bei der durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit liegt Österreich mit 9,3 Mbit/s im weltweiten Ranking auf Platz 11 und unter den europäischen Staaten auf Rang 7. (Q: Amkai State of the Internet Report 2013, Daten aus 3Q/2013) (Schluss)

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Mag.a Marianne Lackner, Pressesprecherin
Tel.: +43 (0) 1 711 6265-8121
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