- 03.03.2014, 10:15:50
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Gaby Tamandl: "Arbeitslosigkeit wird Staatsfeind Nummer 1"
ÖAAB-FCG Obfrau fordert rasche Reform des AMS: "Ausreden und Vorstellungskurse bringen den Menschen keine Arbeit!"
Utl.: ÖAAB-FCG Obfrau fordert rasche Reform des AMS: "Ausreden und
Vorstellungskurse bringen den Menschen keine Arbeit!" =
Wien (OTS/ÖAAB-FCG) - Ende Februar 2014 waren in Österreich 356.745
Personen arbeitslos. Das bedeutet eine weitere Zunahme gegenüber dem
Vorjahr um 9,3 Prozent. Inklusive der Schulungsteilnahmen beträgt die
Zahl der Arbeitssuchenden in Österreich aktuell 440.843.
"Trotz steigender Rekord-Arbeitslosigkeit legen die politisch
Verantwortlichen aber nach wie vor ihre Hände in den Schoß und
verhindern etwa längst notwenige Reformen beim AMS", kritisiert
ÖAAB-FCG-Obfrau Gabriele Tamandl. Mit Wegschauen oder mit
Beschwichtigungsreden könne man die Probleme auf dem Arbeitsmarkt
jedenfalls nicht lösen. Dass die Beschäftigung steige und Österreich
im internationalen Vergleich noch relativ gut dasteht, werde weiter
als Ausrede benutzt, um nichts gegen die Rekordarbeitslosigkeit
unternehmen zu müssen. Tamandl, die ÖAAB-Spitzenkandidatin bei der
beginnenden AK-Wahl, fordert nun Sofortaßnahmen, um die
Arbeitslosigkeit rasch und nachhaltig bekämpfen zu können.
Das Beispiel des Wiener Arbeitnehmerinnen Förderungsfonds (WAFF)
beweise augenscheinlich, dass es wirksame Maßnahmen zur Senkung der
Arbeitslosigkeit gibt. So bekommen derzeit 1.300 Arbeitssuchende in
Wien über den WAFF eine gezielte Ausbildung und eine fixe Jobzusage
im Gesundheits- und Pflegebereich sowie bei den Wiener Linien.
Weniger rosig sieht es allerdings beim Arbeitsmarktservice selbst
aus. Tamandl: "Beim AMS stehen die Arbeitslosen seit Monaten
Schlange. Sie werden hier aber lediglich verwaltet und mit teuren
Vorstellungskursen monatelang hingehalten statt mit einem Job
versorgt." Gleichzeitig würden im AMS, wie ein aktueller
KURIER-Bericht aufzeige, Schwindlern und Betrügen monatelang eine
Arbeitslosenunterstützung gewährt oder 62-Jährige wenige Monate vor
ihrer Pension auf sündteure Sprachkurse geschickt.
Tamandl: "Das Zuschauen der Verantwortlichen muss ein Ende haben. Es
muss mehr kontrolliert und Missbrauch abgeschafft werden, um jenen
Arbeitnehmern, die es auch verdienen, wirksamer unter die Arme
greifen zu können."
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