Gaby Tamandl: "Arbeitslosigkeit wird Staatsfeind Nummer 1"

ÖAAB-FCG Obfrau fordert rasche Reform des AMS: "Ausreden und Vorstellungskurse bringen den Menschen keine Arbeit!"

Wien (OTS/ÖAAB-FCG) - Ende Februar 2014 waren in Österreich 356.745 Personen arbeitslos. Das bedeutet eine weitere Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 9,3 Prozent. Inklusive der Schulungsteilnahmen beträgt die Zahl der Arbeitssuchenden in Österreich aktuell 440.843.
"Trotz steigender Rekord-Arbeitslosigkeit legen die politisch Verantwortlichen aber nach wie vor ihre Hände in den Schoß und verhindern etwa längst notwenige Reformen beim AMS", kritisiert ÖAAB-FCG-Obfrau Gabriele Tamandl. Mit Wegschauen oder mit Beschwichtigungsreden könne man die Probleme auf dem Arbeitsmarkt jedenfalls nicht lösen. Dass die Beschäftigung steige und Österreich im internationalen Vergleich noch relativ gut dasteht, werde weiter als Ausrede benutzt, um nichts gegen die Rekordarbeitslosigkeit unternehmen zu müssen. Tamandl, die ÖAAB-Spitzenkandidatin bei der beginnenden AK-Wahl, fordert nun Sofortaßnahmen, um die Arbeitslosigkeit rasch und nachhaltig bekämpfen zu können.
Das Beispiel des Wiener Arbeitnehmerinnen Förderungsfonds (WAFF) beweise augenscheinlich, dass es wirksame Maßnahmen zur Senkung der Arbeitslosigkeit gibt. So bekommen derzeit 1.300 Arbeitssuchende in Wien über den WAFF eine gezielte Ausbildung und eine fixe Jobzusage im Gesundheits- und Pflegebereich sowie bei den Wiener Linien. Weniger rosig sieht es allerdings beim Arbeitsmarktservice selbst aus. Tamandl: "Beim AMS stehen die Arbeitslosen seit Monaten Schlange. Sie werden hier aber lediglich verwaltet und mit teuren Vorstellungskursen monatelang hingehalten statt mit einem Job versorgt." Gleichzeitig würden im AMS, wie ein aktueller KURIER-Bericht aufzeige, Schwindlern und Betrügen monatelang eine Arbeitslosenunterstützung gewährt oder 62-Jährige wenige Monate vor ihrer Pension auf sündteure Sprachkurse geschickt.
Tamandl: "Das Zuschauen der Verantwortlichen muss ein Ende haben. Es muss mehr kontrolliert und Missbrauch abgeschafft werden, um jenen Arbeitnehmern, die es auch verdienen, wirksamer unter die Arme greifen zu können."

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