- 27.02.2014, 12:02:53
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ERRATUM OTS 0083 von 10:54 hat zu lauten: AKNÖ-Wieser: Arbeiten wie im Hamsterrad - alarmierend viele psychische Krankheitsfälle
Zu viele gehen krank zur Arbeit - zu oft drohen Kündigungen im Krankenstand
Utl.: Zu viele gehen krank zur Arbeit - zu oft drohen Kündigungen im
Krankenstand =
Wien (OTS/AKNÖ) - Der aktuelle Krankenstandsreport des WIFO zeigt
deutlich: Das Arbeitstempo hat in vielen Berufen die Grenze erreicht.
Die Krankenstände wegen psychischer Ursachen hat sich in den
vergangenen 20 Jahren fast verdreifacht. AKNÖ-Präsident Markus
Wieser: "Die Alarmzeichen sind nicht mehr zu überhören und zu
übersehen. Die Unternehmen müssen endlich die Notbremse ziehen und
mehr in gesunde Arbeitsplätze investieren. Das Hamsterrad ist für
viele nicht mehr zu schaffen."
Aus der WIFO-Studie zu Art und Dauer der Krankenstände geht auch
hervor, dass die Zahl der Arbeitsunfälle und der körperlichen
Verletzungen ständig zurückgeht. Markus Wieser: "Hier zeigen sich
Licht und Schatten. Die Industrie- und Bauarbeitsplätze sind dank des
Einsatzes von Arbeitsinspektorat und der
Sicherheitsvertrauenspersonen sicherer geworden."
Auch die Dauer der durchschnittlichen Krankenstände geht langsam aber
stetig zurück. Das Bild bleibt aber zwiespältig: Niederösterreich und
Wien führen die Hitliste mit 14,6 beziehungsweise 13,4
Krankenstandstagen an. Darüber hinaus zeigt der Arbeitsklimaindex der
AK Oberösterreich, dass rund 40 Prozent der ArbeitnehmerInnen krank
oder nicht auskuriert zur Arbeit gehen. Ein gesünderes Umfeld finden
offenbar die SalzburgerInnen vor, die nur 10 Tage pro Jahr krank
sind.
Hohe Loyalität der ArbeitnehmerInnen bleibt oft unbedankt
Präsident Wieser: "Generell bleibt die Verbundenheit zu den
Unternehmen allzu oft unbedankt. Im Gegenteil, Kündigungen während
eines Krankenstandes, vor notwendigen Operationen oder vor ärztlich
verordneten Kuraufenthalten sind leider alltäglich, zeigen die Zahlen
in der AK-Beratung ."
Mängel im Report: Kein Einblick in Diagnosen und Altersgruppen
AKNÖ-Gesundheitsexperte Dr. Bernhard Rupp, MBA sieht in der
jährlichen WIFO-Studie noch Lücken: "Es fehlen Verknüpfungen von
Krankheitsdiagnosen nach Altersgruppen. So kann nicht erforscht
werden, welche Krankheiten sich im Laufe eines Arbeitslebens
verstärken, welche gleich bleiben und welche erfolgreich therapiert
werden konnten." Diese Daten wären wichtig, um krankmachende zu
altersgerechten Arbeitsplätzen adaptieren zu können. Bernhard Rupp:
"Wenn wir den Zugang zur Pension erschweren und gleichzeitig wollen,
dass ältere ArbeitnehmerInnen länger im Beruf bleiben, dann brauchen
wir ein besseres Bild der Krankmacher."
Rückfragen:
Dr. Bernhard Rupp, MBA, Leiter der Abteilung Gesundheitswesen der
AKNÖ, Tel. 05-7171-1272
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