- 25.02.2014, 13:42:32
- /
- OTS0191 OTW0191
70 Prozent der österreichischen Unternehmen betreiben aktive Interessenvertretung
Österreichische Führungskräfte-Lobbying-Studie zeigt, dass Lobbying und Interessenvertretung als wesentliche Unternehmensfunktion betrachtet werden
Utl.: Österreichische Führungskräfte-Lobbying-Studie zeigt, dass
Lobbying und Interessenvertretung als wesentliche
Unternehmensfunktion betrachtet werden =
Wien (OTS) - In der öffentlichen Wahrnehmung wird die Bedeutung von
Lobbying und Interessenvertretung für heimische Unternehmen häufig
unterschätzt. Dabei betreiben nahezu drei Viertel
Interessenvertretung - sei es durch eigene Mitarbeiter, durch
Verbände und Kammern oder durch externe Beratungsunternehmen. Zu
diesem Ergebnis kam eine Umfrage, die das Wirtschaftsforum der
Führungskräfte (WdF) gemeinsam mit Kovar & Partners im Februar 2014
durchführen ließ. Von den 2500 Mitgliedern des Wirtschaftsforums der
Führungskräfte, des größten unabhängigen Führungskräftenetzwerks in
Österreichs haben sich 475 Personen an der Studie beteiligt.
"Gezieltes und im Interesse des Unternehmens betriebenes Lobbying
ist für Führungskräfte kein Tabu", betont Gen.-Dir. Karl Javurek, der
Bundesvorsitzender des WdF, bei der Präsentation der
Studienergebnisse am Dienstag in Wien.
Lobbying und Interessenvertretung stellen für die meisten
Unternehmen eine wesentliche Unternehmensfunktion dar: Insgesamt 70
Prozent betreiben Interessenvertretung - 80 Prozent der
Großunternehmen und 60 Prozent der kleineren Unternehmen, nahezu alle
Unternehmen (85%) beobachten die politischen und gesellschaftlichen
Entwicklungen.
"Lobbying und Interessenvertretung sind in Österreich längst Teil
der Unternehmenspraxis geworden," betont Andreas Kovar,
Geschäftsführer von Kovar & Partners, einem der führenden
deutschsprachigen Public Affairs-Beratungsunternehmen. "In der
Wirtschaft gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und
Politik."
Doch wer betreibt für die Unternehmen Interessenvertretung? Laut
dem Ergebnis der Studie sind bei 30 Prozent der Unternehmen eigene
Mitarbeiter in diesem Bereich tätig. Rund 50 Prozent delegieren die
Vertretung ihrer Interessen an Kammern oder Verbände. 20 Prozent
bedienen sich externer Berater - wobei der Beratungsbegriff weit
gefasst ist. Es ist davon auszugehen, dass nur ein Teil davon Public
Affairs-Beratung umfasst.
Die Wichtigkeit von Interessenvertretung für ihre Unternehmen
schätzen die Befragten als hoch ein. Immerhin 20 Prozent sehen darin
eine zentrale Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Für 45 Prozent
liefert gezielte Interessenvertretung eine wichtige
Entscheidungsgrundlage, wobei die Unternehmen großen Wert auf die
Gesetzeskonformität (über 70 %) und auf die Integrität der eigenen
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (61 %) legen.
Dass Lobbying und Interessenvertretung auch weiterhin sehr große,
und sogar steigende Bedeutung haben werden, zeigen die Angaben der
befragten Führungskräfte zu den Ressourcen, die künftig dafür
aufgewendet werden sollen: 50 Prozent gaben an, dass diese gleich
bleiben werden, 40 Prozent gehen von einem Anstieg aus.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF






