• 25.02.2014, 09:00:33
  • /
  • OTS0020 OTW0020

BSA-Mailath zu Mitterlehner: Forderung nach weiteren Zugangsbeschränkungen "ungerechtfertigt"

Wien (OTS) - Irritiert zeigt sich BSA-Präsident Andreas
Mailath-Pokorny über die Ankündigung von Wissenschaftsminister
Reinhold Mitterlehner, die Studienplätze etwa des Jus-Studiums
beschränken zu wollen: "Dieser Vorschlag dient nur dazu, den freien
Hochschulzugang weiter auszuhöhlen und zusätzliche Präzedenzfälle zu
schaffen. Würde es wie behauptet darum gehen, Kosten zu sparen, wäre
eine Beschränkung des Jus-Studiums eine denkbar ungeeignete Maßnahme,
da der Aufwand für die Betreuung der Studierenden verhältnismäßig
gering ist."

Mailath führt weiter aus: "Es gibt keine Labore zu finanzieren,
wenig technische Infrastruktur ist notwendig - Tatsächlich ist Jus
ein klassisches Beispiel für eine Studienrichtung, die sich sogar als
Fernstudium eignet und auch als solches angeboten wird. Daher ist
offensichtlich, dass Mitterlehners Vorschlag nur dem Zweck dient,
Zugangsbeschränkungen zur universitären Normalität zu machen."

Florian Horn, Vorsitzender der neuBASIS (Junge im BSA), ergänzt:
"Das Jus-Studium ist als Grundausbildung etwa für zukünftige
RichterInnen, StaatsanwältInnen und RechtsanwältInnen von besonderer
gesellschaftspolitischer Bedeutung. Wir lehnen jegliche
Zugangsbeschränkung ab - eine Beschränkung des Jus-Studiums wäre
insbesondere problematisch, da wir wissen, dass Zugangsbeschränkungen
vor allem Menschen aus sozial schwachen Schichten treffen und deren
Zugang zu diesen für eine Demokratie zentralen Berufen massiv
eingeschränkt wäre. Das würde bedeuten, dass vorhandene
Ungleichheiten verfestigt und verstärkt würden."

BSA-Generalsekretärin Olivia Weiss betont weiter: "Wer an der
Bildung spart, spart an unserer Zukunft. Wir müssen alles tun, um
junge Menschen zu motivieren, ein Studium zu absolvieren, anstatt sie
abzuschrecken." Der BSA tritt dafür ein, dass ausreichend finanzielle
Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit alle die Möglichkeit
haben zu studieren, denn, so Weiss abschließend: "Die Universität
soll sich nach den Bedürfnissen der Studierenden richten - nicht
umgekehrt."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SDA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel