AKNÖ-Präsident Wieser: "Holen Sie sich Ihr Geld zurück!"

Steuerrückholaktion startet. Jetzt notwendig: Lohnsteuerreform und Absetzbeträge.

Wien (OTS/AKNÖ) - An die 60 Millionen Euro lassen die NiederösterreicherInnen jährlich beim Finanzamt liegen. Die AKNÖ hilft ihnen, sich ihr Geld zurückzuholen und unterstützt sie vom 24. Februar bis zum 27. Juni 2014 beim Steuerausgleich. Jetzt anmelden:
05 7171-1551.

"Es ist wichtig, sich vom Finanzamt zurückzuholen, was einem zusteht. Denn die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tragen ohnehin die Hauptlast an Steuern in Österreich", sagt AKNÖ-Präsident Markus Wieser. In den letzten Jahren hat die durchschnittliche Steuergutschrift für fünf Jahre rund 800 Euro ausgemacht. "Dieser Betrag fällt ins Gewicht, immerhin ist das mehr als die Hälfte des mittleren Monatsnettoeinkommens von 1.500 Euro netto. Natürlich bekommen nicht alle diese Summe, aber auch 60 oder 100 Euro sollte man nicht dem Finanzminister schenken", sagt Wieser.

Geld für Eltern, Häuslbauer, Teilzeitkräfte

"Wir informieren unsere Mitglieder, was sie von der Steuer abschreiben können und was sie beachten müssen", erklärt Elisabeth Holub, die Leiterin der Aktion. Die Arbeitnehmerveranlagung kann rückwirkend für fünf Jahre durchgeführt werden.

AlleinverdienerInnen mit einem Kind bekommen beim Steuerausgleich 494 Euro gutgeschrieben, bei zwei Kindern erhöht sich der Betrag auf 669 Euro.

Beschäftigte, auch Lehrlinge, die unter 12.000 Euro im Jahr verdienen, bekommen einen Teil ihrer Sozialversicherungsbeiträge zurück. Das können bis zu 110 Euro sein. NEU: Wenn ihnen Pendlerpauschale zusteht, erhalten sie ab 2013 bis zu 400 Euro.

Alle, die ein Haus bauen oder eine neue Wohnung kaufen, können Baumaterial oder Kredite sowie Zahlungen an Genossenschaften für Reihenhäuser oder Wohnungen absetzen.

Weiterbildung: Computer-, Fahrt-, und Seminarkosten und -unterlagen sind abschreibbar.

Arbeitsmittel, Betriebsratsumlage und Spenden können abgesetzt werden.

Gerecht: Mehr Geld durch Lohnsteuerreform und Absetzbeträge

"Wir brauchen mehr Absetzbeträge, denn es ist ungerecht, dass sich zum Beispiel das Pendlerpauschale nach dem Einkommen richtet. Derzeit ist es ein Freibetrag und je mehr jemand verdient, desto mehr bekommt er von der Steuer zurück. Außerdem brauchen wir eine Lohnsteuerreform, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlastet und ihre Kaufkraft stärkt. Sie sind derzeit zu hoch besteuert, während die wirklich Reichen im Land noch immer keine Vermögenssteuer zahlen", sagt Wieser und verlangt eine Senkung des Eingangssteuersatzes von 36,5 Prozent auf 25 Prozent. Das würde den Menschen, die zwischen 1.200 und 2.600 Euro brutto verdienen, am stärksten helfen. Gegenfinanziert könnte eine Lohnsteuerreform durch eine Vermögenssteuer sowie eine Erbschafts- und Schenkungssteuer werden.

Alle Termine der Steuersparwochen auf noe.arbeiterkammer.at.

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