Allianz Studie: Wetterkapriolen kosten in Europa mehr als 400 Milliarden Euro

Wien (OTS) -

  • 36 Prozent der Wirtschaftsleistung werden vom Wetter beeinflusst
  • Wetterschwankungen kosten 3,4 Prozent des BIP in den USA und Europa
  • Wetterschwankungen bis zu dreimal teurer als Naturkatastrophen
  • Allianz bietet neues Wetter-Risikomanagement für Unternehmen

"Naturkatastrophen werden von Unternehmen als Gefahr erkannt und versichert - die beträchtlichen Auswirkungen von Wetterschwankungen werden bis dato kaum wahrgenommen", kommentiert Dr. Johann Oswald, Vorstandsmitglied der Allianz Gruppe in Österreich, die Ergebnisse der aktuellen Allianz Studie zu Wetterrisiken für Unternehmen.

Mehr als ein Drittel der Wirtschaftsleistung von Wetter beeinflusst

Ob Rekordhitze in Australien, Rekordkälte in den USA und Schneemassen im Süden von Österreich: Obwohl Extremereignisse die Schlagzeilen beherrschen, haben auch geringere Abweichungen vom üblichen Wetter große Auswirkungen auf die Unternehmensperformance:
Der Allianz Studie zufolge übersteigen die finanziellen Folgen der zunehmenden alltäglichen Wetterabweichungen bei weitem die ohnehin hohen Summen, die jährlich in Zusammenhang mit Naturkatastrophen zu zahlen sind.

Auf Makroebene wird geschätzt, dass in den USA 5,7 Billionen US-Dollar - das sind 36 Prozent des BIP - vom Wetter beeinflusst werden. Laut National Center for Atmospheric Research (NCAR) und der National Science Foundation (NSF) betragen die tatsächlichen Auswirkungen von Wetterabweichungen auf die Wirtschaft in etwa 3,4 Prozent des BIP oder 534 Milliarden US-Dollar. Die gemeinsame Studie von NCAR und NSF ist die erste ihrer Art, welche die Wetter-Abweichungen für die gesamte US-Wirtschaft auf Basis einer quantitativen ökonomischen Analyse berechnet. Darin nicht inkludiert sind zusätzliche Kosten, wie sie im Zusammenhang mit Extremwetterrisiken auftreten, wie zum Beispiel Tornados. Wendet man dieselbe Methodologie auf Staaten der Europäischen Union an, so schätzt die Allianz, dass sich die Kosten der Wetterabweichung in der EU-Wirtschaft auf insgesamt 406 Milliarden Euro jährlich belaufen -das sind in etwa 3,4 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Zum Vergleich: 2012 gab es weltweit 905 Naturkatastrophen, von denen 93 Prozent wetterbedingt waren und zu Kosten von 170 Milliarden US-Dollar führten.

Österreich: Wetter-Schwankungen könnten mehr als 10 Milliarden Euro Schaden verursachen

Legt man diese Annahmen auch der österreichischen Volkswirtschaft zugrunde, so könnten sich die Auswirkungen der Wetterschwankungen auf mehr als 10 Milliarden Euro pro Jahr belaufen. "Trotz hoher Verluste erkennen viele Unternehmen den ursächlichen Zusammenhang zwischen den Klimabedingungen und ihren Umsatzströmen nicht", erklärt Rupert Pichler, Leiter der Abteilung Rückversicherung & Naturkatastrophen-Management. Und das, obwohl es nicht einmal Extremwetterlagen sein müssen, die sich negativ auf den Cash Flow eines Betriebs auswirken. Manchmal genügt es bereits, wenn sich das Wetter ungewöhnlich, nicht jahreszeitengemäß oder einfach nur unerwartet verhält, um einen Umsatzverlust auszulösen.

Wetter-Risikomanagement in Österreich

Um Erträge vor den Auswirkungen ungünstiger Wetterbedingungen zu schützen, stehen Instrumente zur Verhütung wetterbedingter Schäden zur Verfügung, die es Unternehmen ermöglichen, diese Risiken in ähnlicher Weise abzusichern, wie sie es zum Beispiel bereits mit Schwankungen bei Zinssätzen und Wechselkursen tun. Wetter-Risikomanagement bietet den Unternehmen einen neuen Weg, passgenaue Lösungen für spezifische Wettervariablen zu finden, die ihr Geschäft beeinträchtigen könnten. Diese individuellen Lösungen, die auf unabhängige Wetterdaten zurückgreifen, verknüpfen tatsächliche Schwankungen mit zuvor vereinbarten Wetterkennzahlen und führen bei Erfüllung bestimmter Kriterien zu einer Schadenersatzleistung. "Entscheidend dabei ist, dass - anders als bei den herkömmlichen Versicherungsprodukten - kein Sachschaden vorliegen muss, damit der betroffene Versicherungsnehmer entschädigt wird", so Pichler. Messbare Variablen, wie Temperatur, Regen, Sonnenschein, Schneefall und Wind, bilden die Grundlage für solche Risikoindizes. Maßgeschneiderte Lösungen im Bereich des Wetter-Risikomanagements sind durchaus möglich, um die finanziellen Auswirkungen des Wetters -wie etwa Einnahmeverluste - abzumildern: "Wir sind bereit, den erhöhten Absicherungsbedarf unserer Kunden aufzugreifen und durch neue Produktlösungen zu erweitern", so Oswald abschließend.

AGCS

Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) ist die eigene Marke der Allianz Gruppe für Firmen- und Spezialrisiken. AGCS bietet Versicherungs- und Risikomanagementberatung über das gesamte Spektrum von Spezialversicherung, ART und Firmengeschäft: Marine, Aviation (inkl. Space), Energy, Engineering, Financial Lines (inkl. D&O), Liability und Property (sowie Internationale Versicherungsprogramme). Weltweit operiert AGCS in 28 Ländern mit eigenen Einheiten und in mehr als 160 Ländern über das Netzwerk der Allianz Gruppe und andere Partner. Sie beschäftigt über 3.500 Mitarbeiter, bietet Versicherungslösungen für mehr als die Hälfte der Fortune Global 500-Unternehmen und zeichnet weltweit insgesamt 5,3 Milliarden Euro Bruttoprämien pro Jahr (2012).

Downloads im Internet unter
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Foto: Dr. Johann Oswald ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
Foto: Rupert Pichler ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei Pressemeldung als PDF
AGCS Studie "The Weather Business" als PDF

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