- 21.02.2014, 10:06:07
- /
- OTS0051 OTW0051
Tag der Kriminalitätsopfer 2014
Schwerpunkt auf Angehörige, Hinterbliebene - Tatzeuginnen und Tatzeugen.
Utl.: Schwerpunkt auf Angehörige, Hinterbliebene - Tatzeuginnen und
Tatzeugen. =
Wíen (OTS) - Anlässlich des Tages der Kriminalitätsopfer
veranstaltete das Innenministerium mit der
Verbrechensopferhilfsorganisation WEISSER RING am 21. Februar 2014
einen Schwerpunkt im Bundesministerium für Inneres über "indirekte
Opfer von Gewalttaten". Im Zentrum der Diskussionen und Vorträge
standen Angehörige, Zeuginnen und Zeugen. "Wenn es um das Thema
Opferschutz geht, dann nehmen wir auch jene Menschen in den Fokus,
die indirekt Opfer von Gewalttaten wurden", sagte Innenministerin
Mag.a Johanna Mikl-Leitner. Neben dem materiellen Schaden kommen für
die Opfer einer Straftat oft auch psychische Belastungen hinzu.
"Einen wichtigen Beitrag leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des Psychologischen Dienstes, vor allem mit dem Peer Support. Sie
helfen in schwierigen Situationen nicht nur Polizistinnen und
Polizisten, Belastungen abzubauen, sondern sie spenden auch
Angehörigen von Opfern in dunklen Stunden Trost und Zuversicht",
sagte Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner.
In den letzten Jahren wurde auch die Hilfeleistung für "indirekte
Opfer" laufend verbessert. Viele Angebote sind noch zu wenig bekannt,
etwa eine mögliche Prozessbegleitung für Angehörige, die aufgrund
eines fahrlässigen Tötungsdelikts einen nahen Verwandten verloren
haben. Das Verbrechensopfergesetz wurde novelliert, nicht zuletzt
auch, um "mittelbaren Opfern" einen Zugang zu Unterstützungen zu
bahnen. "Es ist ein wichtiges Anliegen, den Anspruch auf juristische
und vor allem psychosoziale Prozessbegleitung auf alle Personen
auszudehnen, die durch eine schwere Straftat unmittelbar oder
mittelbar traumatisiert wurden", sagte der Präsident des WEISSEN
RINGES, Hon.-Prof. Dr. Udo Jesionek.
"Und dennoch dürfen wir uns bei all diesen positiven Entwicklungen
nicht auf dem bereits Erreichten ausruhen, sondern müssen immer
wieder für Verständnis, Umsicht und auch die Annahme und Umsetzung
dieser im Gesetz festgeschrieben Werte sorgen", betonte
Justizminister Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Brandstetter in seinem
Statement.
"Wut, Scham, Schmerzen, Fassungslosigkeit, Hass sind Gefühle, die
Opfer von Verbrechen durchleben müssen. Wenn dann beim Täter nichts
zu holen ist, springt der Staat mit seinem modernen, effizienten und
auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichteten
Verbrechensopfergesetz finanziell ein", sagte Sozialminister Rudolf
Hundstorfer.
"Opfer sind nicht nur Personen, denen Gewalt direkt angetan wird,
sondern auch jene, die den Gewalttaten hilflos zusehen müssen. Zum
Beispiel Kinder, die erleben müssen wie ihre Mütter geschlagen
werden", sagte die Ministerin für Familie und Jugend MMag.a Dr.in
Sophie Karmasin. "Daher setzt das Familien- und Jugendministerium
zahlreiche Maßnahmen, um einerseits Gewalt in der Familie präventiv
zu begegnen, aber auch Maßnahmen, um direkten und indirekten Opfern
von Gewalt zu helfen".
Verbrechensopferarbeit zeigt, dass vor allem auch Hinterbliebene,
Angehörige und Tatzeuginnen und Tatzeugen einer psychologischen
und/oder juristischen Begleitung bedürfen, weil ein Verbrechen oft
tiefe Spuren hinterlässt. Die psychischen Folgen einer Straftat sind
erfahrungsgemäß diejenigen, die eine längerfristige, professionelle
Unterstützung brauchen, um das Erlebte zu verarbeiten.
Weitere Informationen zu der Veranstaltung gibt es unter
www.bmi.gv.at und www.weisser-ring.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NIN






