• 20.02.2014, 11:14:23
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Stöger erinnert zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit an Westsahara-Konflikt

Bemühungen für ein soziales Europa dürfen nicht an den EU-Außengrenzen halt machen

Utl.: Bemühungen für ein soziales Europa dürfen nicht an den
EU-Außengrenzen halt machen =

Wien (OTS) - Anlässlich des Welttages der sozialen Gerechtigkeit,
macht Gesundheitsminister Alois Stöger auf den in Europa weitgehend
vergessenen, aber nach wie vor ungelösten Westsahara-Konflikt
aufmerksam. Die Westsahara, von den Vereinten Nationen als letztes
noch nicht entkolonialisiertes Gebiet bezeichnet, wird seit 1975 von
Marokko beansprucht. Eine 2.700 Kilometer lange Mauer grenzt das
besetzte Land vom Rest der unwirtlichen Wüste ab und trennt damit das
saharauische Volk in zwei Teile. "Das Gebiet entlang des
marokkanischen Walls gehört zu jenen mit der weltweit höchsten
Minendichte und fordert jährlich zahlreiche Todesopfer. Ein großer
Teil der Saharauis lebt als Flüchtlinge in notdürftigen Zeltlagern
inmitten der Steinwüste unter unmenschlichen Bedingungen", beschreibt
Minister Stöger die Situation. Er nimmt zugleich auch die Europäische
Union in die Verantwortung: "Die EU kann ihre Augen nicht länger
verschließen. In unseren Bemühungen für ein soziales Europa dürfen
wir nicht an den eigenen Grenzen halt machen."

Stöger empfängt saharauischen Sonderbotschafter Sidi Omar in Wien

Sidi Omar, ein hochrangiger Diplomat der saharauischen Exilregierung
sowie international anerkannter Friedens- und Konfliktforscher,
besucht derzeit auf Einladung der Österreichisch-Saharauischen
Gesellschaft und ihrer Vorsitzenden, LAbg. Karin Scheele, Österreich.
Um sich ein Bild von der aktuellen politischen, sozialen und
humanitären Situation in der Westsahara machen zu können, traf
Gesundheitsminister Stöger heute den saharauischen Botschafter zu
einem informellen Gespräch in Wien. Im Zuge dessen machte sich Stöger
für eine rasche Lösung des Konflikts stark, deren erster Schritt in
der Abhaltung des bereits lange geforderten Referendums für die
Unabhängigkeit der Westsahara bestehen muss. "Seit dem
Waffenstillstand 1991 warten die Saharauis friedlich auf eine Lösung
des Konflikts und haben ihr Vertrauen in die internationale
Staatengemeinschaft und die Europäische Union gesetzt. Es ist nun
höchst an der Zeit, dass das zugestandene Selbstbestimmungsrecht über
die Unabhängigkeit der Westsahara in die Tat umgesetzt wird," so
Stöger abschließend.

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